Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Der feministische Wahn: Amtsgericht Lübeck

Manfred, Sunday, 10.08.2003, 14:51 (vor 8214 Tagen) @ HemmaNedDo

Als Antwort auf: Re: Der feministische Wahn: Amtsgericht Lübeck von HemmaNedDo am 10. August 2003 11:28:42:

Nein, denn man sollte sich vergegenwärtigen wie Politik funktioniert:
Probleme können nur angegangen werden, wenn sie wahrgenommen werden. Probleme, die niemand thematisiert, werden demzufolge auch nicht wahrgenommen.

So einfach funktioniert (halbvwegs vertretbare) Politik sicher nicht!
Aber sogar dieser minimale Auszug ist noch falsch:
"Probleme, die niemand thematisiert, werden demzufolge auch nicht wahrgenommen"
Andersrum wird ein Schuh draus: ein Problem muß erstmal wahrgenommen werden
beor es thematisiert werden kann. Tausende von Männern erbringen mittlerweile diese Vorleistung, die Politikern auch gut zu Gesicht stehen würde. (Das kann man über die Genderpolitik hinaus verallgemeinern)
Wenn Politiker schon dazu nicht Willens oder in der Lage sind, auf ein thematisiertes Problem zu reagieren ist das womöglich mit Dummheit ode Ignoranz bis zu einem gewissen Grad hinnehmbar. Aber sinngemäß zu sagen
"mit Beziehungen gehts dann doch" ist der gefährliche Tabubruch.
Das wäre so, als würde jemand vom Arbeitsamt den Rat bekommen "notfalls schwarz zu arbeiten"

Politiker können nicht überall sein...

das würden sie aber gerne ;-)

und vor allem nicht alles wissen.

sicherlich nicht! Aber zählt man die Besetzung (hätte beinahe geschrieben "Besatzung") der Parlamente in Ländern und Bund zusammen, nebst leitender Beamter und Senatoren, dann kommt man auf mehrere Tausend(!) nicht übel bezahlter Verantwortlicher. Die Hälfte der Staatsbürgerschaft (Männer) darf doch wohl mehr von diesen Personen erwarten, als nur ignoriert zu werden!

Die "Männerproblematik" ist daher in erster Linie auch ein kommunikationsproblem.

Auf politischer Ebene längst nicht mehr! Die Probleme werden schon gehört, aber ignoriert. Kommunikation ist bis zu einem Gewissen grade immer nützlich, solange man das Gefühl hat, die Gegenseite nimmt das gesagt zur Kenntnis. Wir haben ein Denk-, Mut-, Anstands- und Handlungsproblem auf politischer Ebene. Nicht nur genderpolitisch.

Schöne Grüße,
Manfred

Jörg


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