Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: jein

Jörg, Wednesday, 06.08.2003, 00:15 (vor 8219 Tagen) @ Simon

Als Antwort auf: Re: jein von Simon am 05. August 2003 20:54:15:

Ich glaube nicht, daß Friedman sich als tugendsamer Moralapostel aufgespielt hat. Er hat als Journalist und Talkmaster kritische Fragen gestellt, an unbequeme Themen gerührt und auch mal intensiver nachgebohrt, wenn nur die üblichen Politikerseifenblasen kamen. Das ist doch genau das, was ein Journalist, der seinen Job gut macht, eigentlich tun sollte, oder?

"Filetieren" hieß der Begriff, den ich im Radio hörte und der m. E.
sehr treffend und witzig den Umgang von Friedman mit seinen Studiogästen
beschreibt.

In anderen westlichen Ländern, wie Frankreich, England, USA, werden gerade solche Leute von einer kritischen Öffentlichkeit hoch geschätzt und gehen oft noch viel härter zur Sache.

In den Parlamenten anderer Länder kommt es mitunter sogar zu Prügeleien.
Sollen wir uns das zum Vorbild nehmen?

Nie hat Friedman seine Gäste, die alle freiwillig in seine Sendung kamen, auf ihr Privatleben angesprochen oder ihnen dieses gar zum Vorwurf gemacht.

Könnte dies vielleicht daran liegen, daß seine Gäste weder Drogen
konsumierten und anboten noch die Dienste von Zwangsprostituierten in
Anspruch nahmen? ;-)

Und bei Daum war das Verständnis viel größer. Wenn Friedman wissentlich die Dienste von Menschenhändlern in Anspruch genommen hat, ist das eine Sache, die zu kritisieren ist, aber eben nur die eine Sache. Darüber hinaus sollte für die Männerbewegung gelten: Solidarität mit Friedman.

Friedman ist für die "Männerbewegung" völlig irrelevant.

P.S.: Über Alice Schwarzers Antisemitismus schrieb bereits in den siebziger Jahren Henryk M. Broder in seinem lesenswerten Buch "Der ewige Antisemit". Leider vergriffen, fürchte ich, aber in Bibliotheken noch erhältlich.

[/i]

Ach Gottchen. Sind wir, die wir Alice Schwarzer keineswegs für
antisemitisch halten, nun etwa auch alle antisemitisch?

Es ist so leicht, hier und heute jemandem mit fadenscheiniger Begründung
den Stempel des Antisemitismus zu verpassen. Das beeindruckt bald
niemanden mehr.

Jörg


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