Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Gleichberechtigung treibt immer seltsamere Blüten

terVara, Sunday, 29.06.2003, 16:54 (vor 8256 Tagen)

Moin zusammen,

die Eu-Kommision in Brüssel brütet wieder mal was Neues aus, um weitere Benachteiligungen der Frauen zu beseitigen.

Es ist ein Papier in Arbeit, wonach die Ungleichheit von Versicherungsbeiträgen von Frauen und Männern beendet werden soll. Die betrifft z.B. Lebensversicherungen oder private Krankenvericherungen oder private Krankenzusatzversicherungen für jederman...

Die bisherige Regelung sieht so aus, daß die monatlichen Prämien von Frauen abhängig vom Lebensalter teilweise deutlich über denen von Männern liegt.

Und dafür gibt auch triftige Gründe, warum das so sein muß. Frauen haben das Schwangerschaftsrisiko und Frauen haben eine deutlich längere Lebenserwartung und verursachen daher unter anderem auch höhere Kosten im Leistungsfall.

Wenn aus Brüssel tatsächlich ein entsprechendes Gesetz kommt, so gibt es zwei gangbare Möglichkeiten, wie die Versicherer es umsetzen...

<li>Die Prämien von versicherten Männern werden auf das Niveau des Frauentarifes angehoben</li>

<li>Die Frauen- und Männertarife werden auf einen statistischen Mittelwert berechnet, was bedeutet, der Männertarif wird erhöht, der Frauentarif wird gesenkt</li>

Egal, welche von beiden Möglichkeiten in Betracht kommt, ist der Mann wieder mal der Gekniffene...

Männer dürfen also künftig für die höheren Kosten und Risiken aufkommen, die nachweislich von den Frauen verursacht werden...

Dieses Gesetz bedeutet wieder einmal mehr, das die Diskriminierung von Männern auch innerhalb der EU im vollen Gange ist...

Recherche-Quelle: Braunschweiger-Zeitung vom 27.6.; Basis dpa-Mitteilung

Gruß

terVara


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