Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Dem Seite-Eins-Mädchen droht nun das Aus

Ferdi, Thursday, 26.06.2003, 13:42 (vor 8259 Tagen) @ Garfield

Als Antwort auf: Re: Dem Seite-Eins-Mädchen droht nun das Aus von Garfield am 26. Juni 2003 10:07:33:

Hallo Garfield!

Ich lese Deine gut verfassten Beiträge immer mit besonderer Freude, auch weil wir in vielem gleicher Auffassung sind. Aber bei diesem Thema bin ich nicht ganz Deiner Meinung.

Treffen würde solch ein Gesetz nicht nur diverse Fernsehsender, Unternehmen, die entsprechende Werbespots senden lassen oder Zeitschriften, sondern auch diverse weibliche Foto-Modelle und Schauspielerinnen, die dann deutlich weniger Aufträge bekommen würden und nicht mehr so einfach ihren Lebensunterhalt nur mit Fotos oder mit einer Rolle in einem Werbespot bestreiten könnten.

Das würde aber auch dazu führen, dass Werbung wieder das wird, wozu sie einmal erfunden wurde: Produktinformation. Wenn ich Werbung ansehe, möchte ich etwas über das beworbene Produkt erfahren, über seine Vorzüge und Eigenschaften und warum ich ausgerechnet dieses Produkt kaufen soll. Stattdessen wird man aggressiv mit mehr oder weniger nackten Sexobjekten zugemüllt. Ich empfinde den aggressiven und überhand nehmenden Angriff auf den männlichen Sexualtrieb mit Hilfe von nuttenhaft aufgebrezelten Weibern als sexuelle Belästigung und bin dafür, dass das zumindestens eingeschränkt und etwas zurechtgestutzt wird. Ausserdem könnten die Produkte preiswerter auf den Markt kommen, wenn die Herstellerfirmen nicht so astronomische Summen für diese "weiblichen Fotomodelle" (Sexobjekte) rausschmeissen würden (der Preis ist auch ein Verkaufsargument).

Ich habe Respekt vor jeder emanzipierten Frau, die ihren Lebensunterhalt durch solide, qualifizierte Leistung verdient. Und ich habe Veständnis dafür, wenn diese Frauen etwas gegen diese "Fotomodelle" haben, denn die sind es schuld, dass sehr viele Männer Frauen nur noch als Sexobjekte ansehen und den Menschen in der weiblichen Körperhülle und seine Qualitäten und Vorzüge nicht mehr wahrnehmen. Meine Meinung dazu: Diese Frauen, die das mitmachen, sind auch nichts anderes als die Prostituierten in den Hafenstädten und Rotlichtvierteln.

Das gilt auch für männliche "Sexualobjekte". Es ist ein Riesenunterschied, ob Männer gekonnte Ballett- und Showtanzvorstellungen abliefern oder ob sie bei "Ladies-Night"-Veranstaltungen vor einer Horde mehr oder weniger angeschickerter Frauen Striptease machen. Die entwürdigen sich in meinen Augen ebenso.

Das was ich hier geschrieben habe, hat nun nichts mit Prüderie zu tun. Ich bin alles andere als prüde, ganz im Gegenteil. Ich wende mich nur gegen die extremen Auswüchse und Übertreibungen, die in den letzten Jahren durch den hemmungslosen Wildwuchs zahlreicher Privatfernsehsender entstanden sind.

Gruss,
Ferdi


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