Re: Eine weitere Propaganda gegen Männer
Als Antwort auf: "Der prügelnde Ehemann muss gehen" von Joachim am 20. Mai 2003 17:44:37:
Besonders dieser Abschnitt sei erwähnenswert: "Am liebsten ist es vielen Beamten, wenn der Täter stockbesoffen ist und sie ihn für 24 Stunden in die Ausnüchterungszelle stecken können." Das Problem der Beamten: Sie müssen vor Ort eine Gefahrenprognose erstellen und "konkrete Anhaltspunkte" für die Dauer der Gefährdung finden.
Umgesetzt heisst das für mich, sie können den Wunsch der Frau den Partner/Ehemann loszuwerden so lange nicht erfüllen bis konkrete Tatsachen vorliegen!
meint Joachim
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JAN STERNBERG
POTSDAM "Gewalt gegen Frauen verletzt uns alle", verkündet Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) seit Monaten landesweit von Plakaten. Gestern war auch sein Vize Jörg Schönbohm (CDU) um deutliche Worte nicht verlegen: "Wer schlägt, geht - das Opfer bleibt." Erstmals legte die Landesregierung gestern Statistiken über die Dimension häuslicher Gewalt vor. Demnach gab es im vergangenen Jahr landesweit 1402 Straftaten und mehr als 1700 Polizeieinsätze. Fast drei Viertel (1047 Fälle) der Straftaten waren Körperverletzungen, sagte Schönbohm. Auch zwei Fälle von Totschlag wurden verzeichnet. Die überwiegende Zahl der Opfer waren mit 847 Fällen Frauen, aber auch 147 Kinder und Jugendliche und 294 Männer. 88 Prozent der Tatverdächtigen waren Männer, 210 mussten in Polizeigewahrsam genommen werden, darüber hinaus wurden 137 Platzverweise und sechs Aufenthaltsverbote verhängt.
Platzverweis für den Täter statt Frauenhaus für das Opfer: Seit einem Jahr gibt es diese Möglichkeit mit dem Gewaltschutzgesetz. Zudem kann das Opfer zivilrechtlich gegen den Schläger vorgehen. Dieses Recht werde allerdings kaum in Gebrauch genommen, musste Justizministerin Barbara Richstein (CDU) gestern einräumen. Im laufenden Jahr gab es nur 12 Anträge auf Kontaktverbot und 13 auf Überlassung der Wohnung.
Trotz der neuen Möglichkeiten werden auch Frauenhäuser weiterhin vom Land unterstützt, versprach Frauen-Staatssekretärin Angelika Thiel-Vigh (SPD). Ab 2004 bekommt jeder Kreis dafür allerdings nur noch pauschal 50 000 Euro. Die Schließung einzelner der 22 Häuser ist somit wahrscheinlich.
In der Arbeit der Frauenhäuser habe sich durch das Gewaltschutzgesetz fast nichts geändert, sagt Catrin Seeger, Leiterin des Rathenower Hauses. Kaum jemand würde die neuen Möglichkeiten kennen. "Es gibt viel zu wenig Öffentlichkeitsarbeit", sagt Seeger. "Die Polizei hat ein Merkblatt für Opfer erstellt - das muss doch verteilt werden. Wir haben nur ein Probepäckchen bekommen." Ines Lippert von der Oranienburger Frauennotwohnung erzählt: "Den Frauen sitzt [bei einem Hausverbot des Täters, d. Red.] die Angst im Nacken, dass er sich trotzdem nähert." Zudem scheuten viele Geschädigte vor einer Anzeige gegen ihren Partner zurück. Ohne den Weg über das Gericht läuft jedoch nichts. "Dann nehmen die Frauen lieber in Kauf, dass sie ins Frauenhaus einziehen müssen."
Auch bei der Polizei läuft noch nicht alles rund: Während Innenminister Schönbohm die Beamten lobt, die in "besonders schwierigen Einsätzen" gegen häusliche Gewalttäter vorgingen, sind die Beraterinnen vor Ort mit der Rolle der Ordnungshüter unzufrieden. "Die Polizei ist oft sehr unsicher, wie sie mit den Platzverweisen umgehen soll", sagt Regine Grabowski von der Potsdamer Koordinierungsstelle der Frauenhäuser. "Am liebsten ist es vielen Beamten, wenn der Täter stockbesoffen ist und sie ihn für 24 Stunden in die Ausnüchterungszelle stecken können." Das Problem der Beamten: Sie müssen vor Ort eine Gefahrenprognose erstellen und "konkrete Anhaltspunkte" für die Dauer der Gefährdung finden. Viele Polizisten zeigten sich hier überfordert, so Grabows-ki. Sie begrüßt daher eine Novellierung des Polizeirechts, in der die Höchstdauer eines Wohnungsverbots bei häuslicher Gewalt mit zehn Tagen festgeschrieben wird.
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- "Der prügelnde Ehemann muss gehen" -
Joachim,
20.05.2003, 20:44
- Re: "Frauen seien so gut wie nie die Täter" - Joachim, 20.05.2003, 21:33
- Re: Eine weitere Propaganda gegen Männer - Joachim, 20.05.2003, 21:52