Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: So what?

Jolanda, Tuesday, 01.04.2003, 01:34 (vor 8345 Tagen) @ Stefan G.

Als Antwort auf: So what? von Stefan G. am 31. März 2003 21:24:16:

Hallo Stefan

Ich würde sagen, das Problem ist, dass Frauen wie ich in einer Generation gross geworden sind, in welcher dir als Mädchen immer vermittelt wurde, eine Frau hat den Haushalt zu schmeissen und dafür zu sorgen, dass Ordnung ist.

Klar weiss man im Grunde genommen schon, dass man gar nichts muss, ich habe meinen Kindern schon gesagt, wenn sie weiter so rummotzen wegen dem Essen und weiter so "prinzessinenhaft" ihre Essenswünsche und Abneigungen kund tun, dann werde ich mal ne Woche gar nicht mehr kochen, sie könnten dann "Kühlschrankolympiade" feiern ;-)

Ich meine, ich könnte auch mal alles ein bisschen rum liegen lassen in der Wohnung und weniger hinterherräumen, aber ich mag nun mal nicht, wenn immer überall jeder alles liegen lässt und sich innerhalb von einem halben Tag die Kinderzimmer in der Wohnung verteilen und sich alles so ein bisschen verteilt. Ich bin zwar dabei, die jeweiligen Personen, die alles liegen lassen dazu zu bringen, ihren eigenen Dreck selber wegzuräumen, aber daran werde ich wohl noch ne Weile arbeiten müssen ;-) Also räume ich eben viel auf, aber schon auch für mich, nicht nur für die anderen.

Klar könnten wir Frauen uns auch besser abgrenzen und uns auch mal verweigern, wenn wir das Gefühl haben, so nun reicht es!

Aber die meisten Frauen ziehen es vor trotzdem immer alles aufzuräumen und dann zu schimpfen...grinst...tue ich auch manchmal...aber ich bin mir schon bewusst, dass ich da auch selber Schuld bin.

Ich finde das sollte man nicht so ernst nehmen, dieses Jammern. Manchmal ist es auch ein Schrei nach ein bisschen Anerkennung für diese "Scheissarbeit"...grinst...ist echt ne Scheissarbeit, kaum hast du gewaschen und gebügelt, füllen sich die Körbe schon wieder mit Schmutzwäsche, kaum hast du die Betten gemacht und die Zimmer geputzt, stürzen schon wieder die Kinder mit Freunden herein :-)

Ich stehe jeden Morgen so 1 bis 1 1/2 Stunden in der Küche, weil ich eben alles frisch koche, Gemüse, Saucen, etc. ich mag keine Fertigmenues und dann 15 minuten später ist alles weggeputzt und ich überlege mir schon, was ich morgen kochen soll....es sind keine umwerfenden Taten, es sind alles Arbeiten, die man nur bemerkt, wenn sie mal nicht gemacht werden :-)

Also es ist an und für sich kein motivierender Job...grinst...echt nicht, aber ich denke, es hat schon seinen Sinn. Es muss nun mal auch gemacht werden und da ich die meiste Zeit zu Hause arbeite, bleibt eben fast alles an mir hängen. Ich überlebe es und je älter meine Kinder werden, desto mehr werde ich auch erwarten, dass sie ihren Teil zum Haushalt beitragen.

Frauen könnten auch mal streiken, wenn sie das Gefühl haben, sie hätten mehr Unterstützung verdient, dann wird das von alleine ein Thema in der Familie und alle müssen sich darüber Gedanken machen, wie man das am besten lösen könnte.

Und dann gibt es auch noch die Frauen, die wollen unentbehrlich sein, ist doch auch schön, wenn man den anderen vorhalten kann, was man alles für sie macht...ist nun sehr ironisch, aber man muss da einfach ehrlich sein :-)

Ich denke, im Grunde genommen will man Lob und Anerkennung für dass was man tut und wenn man das bekommt, dann wird auch nicht so viel gejammert :-)

Aber wie gesagt, ich würde mich an solchen Artikeln schon gar nicht so ereifern. Zudem ganz ehrlich Männer, ich persönlich habe auch die Erfahrung gemacht, dass kein Mann etwas an sich reisst, was im Haushalt zu tun ist. Einige sind eher bereit zu helfen, andere finden das eben "Weiberkram" ;-)

Und wenn Weib findet, in unserer Situtation erwarte ich, dass du dich hier mehr einbringst, dann muss sie eben dafür kämpfen und nicht alles machen und dann dauernd jammern.

Es grüsst dich herzlich
Jolanda


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