Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Frauen werden immer unverschämter!

Stefan G., Monday, 21.10.2002, 11:00 (vor 8506 Tagen) @ Martin

Als Antwort auf: Re: Frauen werden immer unverschämter! von Martin am 20. Oktober 2002 14:35:38:

[was auch vollkommen in Ordnung ist]

Nein, das ist eben nicht in Ordnung. Genau so wenig wie die ständige Frauenförderung im umgekehrten Fall! Ein Unrecht kann nicht durch ein anderes ausgeglichen werden, sondern muss gesondert abgebaut werden. Hier: einseitige Wehrpflicht abschaffen!
Martin

Nun....Dein Wort in Gottes Ohr, Martin!
Ich wäre sicherlich der Letzte, der sich der Abschaffung dieses Zwangsdienstes entgegenstellt. Ich bin in meinem Schreiben ja eher von
der vorliegenden Situation ausgegangen: die Wehrpflicht existiert und es gibt - zumindest in Hessen und dort auch nur beschränkt auf die Vergabe dieser Plätze - eine Ausgleichsregelung. Wenn Männer gezwungen werden, Wehrpflicht zu leisten, dann ist es für mein Empfinden durchaus in Ordnung, wenn sie bei der Platzvergabe bevorzugt werden. Natürlich wäre es mir lieber, wenn die Wehrpflicht ganz abgeschafft wird.
Diese Sache ist in meinem Augen auch nicht ganz identisch mit dem "Problem" der Kindererziehung, das immer als Rechtfertigung für eine einseitige Wehrpflicht herangezogen wird. Bei der Männerwehrpflicht handelt es sich um eine staatlich sanktionierte Diskriminierung und damit um eine staatliche legitimierte Ungleichbehandlung von Frauen und Männern. Bei der Kindererziehung liegt dieser Fall nicht vor. Da gibt es keine staatlich verordnete Ungleichbehandlung von Männern und Frauen. Wenn der Staat etwas tun möchte, um Frauen in der Kindererziehung zu entlasten, dann sollte er die Möglichkeiten der Kinderbetreuung ausbauen. Wahlweise haben Frauen auch die Alternative, keine Kinder zu bekommen oder sich einen Mann zu suchen, der sie unterstützt. Es gibt also keinen Grund, Kindererziehung als Legitimation für eine einseitige Wehrpflicht heranzuziehen.

Gruß
Stefan


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