Wenn der Mensch zur MenschIn wird - oder:

Wieviel »Gleichberechtigung« verträgt das Land?

How much »equality« the country can stand?

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Hier die ausführliche Antwort auf deine Frage (Allgemein)

Bernhard @, Wien, Montag, 11.06.2018, 11:23 (vor 186 Tagen) @ Bla bla bla

1.

Nicht nur die Autorinnen sind inzwischen auf dem Rückzug, auch der männliche Held ist am Aussterben.
Selbst männliche Autoren wenden sich heute Heldinnen zu oder schreiben gleich unter weiblichem Pseudonym.
Der neue Held ist die taffe Frau, Männern intellektuell haushoch überlegen, äußerlich klein und schwach aber stark wie Herkules.
Als ewiges Opfer in einer Welt voller gemeiner Männer darf die taffe Polizistin alles, inklusive foltern und morden, und weil sie Abends zu Haus ein, zwei Zeilen ein bisschen weint, verliert sie auch dann die Lesersympathien nicht wenn sie den ganzen Tag unschuldige Babys verwurstet hat.
Männer sind in dieser politisch korrekten Welt Kriminelle oder Versager, Kollegen bloße Hindernisse für die Heldin, die alles besser kann. Und da ist da natürlich noch der umwerfend gutaussehende jüngere Bimbo, der Abends vorbeikommen und es der etwas pummeligen und schon in die Jahre gekommenen Heldin nach ihrem harten Arbeitstag besorgen darf, aber nur weil er anspruchsloser und billiger im Unterhalt ist als ein Hundchen und neben seinem eigenen Job noch ihren Haushalt erledigt.

2.

Quantität sagt noch nichts über die Qualität und auch beim Buch ist die Qualität der Masse ebenso auf den Hund gekommen wie bei den anderen Medien.
Zwar kommen heute im deutschprachigen Raum jeden Tag runde 300 Titel auf den Markt, der allergrößte Teil Belletristik, aber davon sind mindestens 95 Prozent intellektuell gänzlich anspruchslose Massenware mit einem 08/15 Plott.
Das ist mindestens 80 Prozent reine Fleißarbeit. Talentierte Vielschieber schaffen bei der mäßigen Qualität bis zu 20 druckreife Buchseiten pro Tag.

3.

Hausfrauen sind seit Jahrzehnten der am stärksten wachsende und längst größte Markt für Unterhaltungslitertur, weil Frauen eben tatsächlich weit weniger arbeiten und länger Zeit haben. Mann ist mit Arbeitsweg oft 12 Stunden oder länger auf Arbeit und am Wochenende ist noch jede Menge im und ums Haus zu erledigen.
Die Arbeit eines Vier-Personen-Haushalt erledigt eine professionelle Arbeitskraft dagegen in 16 Stunden. Pro Woche natürlich, nicht pro Tag.
Früher wurde der Markt der "hart arbeitenden" Hausfrauen mit Groschenheften abgedeckt, heute größtenteils mit Taschenbüchern, wobei das Niveau etwa gleich blieb, nur der Profit vervielfachte sich.

4.

Frauen kassieren wie überall im Leben auch als Autorinnen den politisch korrekten Frauenbonus. Der Markt für literarische Massenware ist lukrativ aber auch gnadenlos. Wie überall im Leben stellen Rezipienten auch bei Büchern an weibliche Autoren geringere Anforderungen als an Männer und Frauen darf man eben auch nicht so hart kritisieren wie Männer.
Die Vermarktung ist im hart umkämpften Massenmarkt viel wichtiger als die Qualität der Ware und Frauen lassen sich einfach viel besser als Werbeträger vermarkten, insbesondere in den USA, wo Erfolgsautoren durch die Fernsehshows tingeln wie Hollywoodstars.

5.

Wie im Zeitalter der Groschenromane setzten auch heute Verlage auf das sichere Geschäft mit den Serien, weil sie sichere Absatzzahlen garantieren. Viele Autoren von Massenware haben bestenfalls die ersten "ihrer" Werke selber geschrieben haben. Dann beschränken sich viele auf das Verfassen der Plotts oder Exposees, schreiben allenfalls die Beats und überarbeiten dann was andere geschrieben haben.
In den USA, wo Aussehen inzwischen für Autoren fast so wichtig ist wie das Schreibtalent, werden Autoren allmählich zu reinen Ghostwrithern für Millivanillis und Verleger kalkulieren das optische Vermarktungspotenzial der Autoren mit ein. Mit ein paar hübschen Beinen und aufgepuschten Titten bei Lattermann kann eben kein Nobelpreisträger konkurrieren.

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