Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Das müsste Mama verdienen

Hemsut, Tuesday, 21.07.2009, 14:09 (vor 6098 Tagen) @ Don Peppino (nicht reg.)

Um im jeden der 13 Berufe die Lohne in der Tabelle zu erwistschaften,
müssten ja die Mammis in jeden Beruf 8 h täglich arbeiten. Mir war bisher
nicht bekannt, das ein Tag 104 Stunden hat.

... diese in dem Beispiel genannte Mutter verdient eher einen Tritt in den Hintern: Organisation = Null. Wenn sie denn schon keinem außerhäusigen Job nachgeht, kann sie sämtlichen Haushalt und die Wäsche (inkl. Waschen, Trocknen o. Aufhängen, Bügeln, Zusammenlegen und aufräumen) in der Zeit machen, in der sie alleine ist. Wenn sie dann noch ihren Allerwertesten eine halbe Stunde eher aus dem Bette erhebt, schafft sie es, den Jüngsten zur Kiga-Öffnungszeit hinzubringen. Das hat mehrere Vorteile: wenn mit dem Auto gefahren wird, gibt´s keine Parkplatzprobleme, es ist noch nicht viel los im Kiga, die Erzieherinnen haben noch die Zeit, sich um die anwesenden fünf oder sechs Kinder zu kümmern, bevor der Run richtig losgeht und die Hausfrau gewinnt eine volle Stunde an häuslicher Arbeitszeit. O.k. - einen "Nachteil" hat das Ganze: es sind meist immer die Gleichen, die ihre Kiddies auf den letzten Drücker im Kiga abliefern und verquatschen sich dann mit den anderen Muttis. Das fällt bei frühem Hinbringen weg.

Hausaufgaben: eine Stunde Hausaufgabenbetreuung? Käme bei mir nicht mal ansatzweise in die Tüte. Ich erkläre gerne was und kontrolliere die Hausaufgaben auch nach dem Machen, aber währenddessen danebensitzen und zugucken? Eine Stunde lang? Fiele mir nicht im Traume ein.

Abends: schönes Beispiel, Kinder vor die Glotze, die gestreßte Hausfrau macht noch ihre Hausarbeit. Der dazugehörige Mann dürfte sich ob der Ignoranz durch seine Angetraute an den Computer verzogen haben, um nicht auch noch unter die Mitwirkenden zu geraten. Dann Kinder um halb neun ins Bett bringen. Wir sprechen in dem Beispiel über einen neunjährigen und einen vierjährigen. Um halb neun? Diese Beispielmacher haben keine Ahnung von Kindern und deren Schlafbedürfnis.

Nachts: nicht jedes Kind ist jede Nacht krank. Wie darf ich das eigentlich abrechnen, wenn ich meinen Kleinen abends um zehn nochmal auf die Toilette setze? Fünf Minuten als Kinderpflegerin? Oder doch als Krankenschwester?

Mannometer - die haben sie echt nicht mehr alle...

Zum Schluß noch ein Sahnestückchen:

Der Wunsch nach solcher Anerkennung ist aber nicht nur gleichbedeutend mit dem Wunsch nach mehr finanzielle Hilfe. Auch immaterielle Forderungen wie ein grundsätzlicher Wandel in der Einstellung und mehr Unterstützung durch den Vater werden in diesem Zusammenhang genannt.

Forderungen, mehr Unterstützung, bla-bla-bla... die Väter gehen arbeiten, ab 10 Stunden täglich aufwärts (inkl. Fahren). Und da sollen sie abends noch die gestreßte Hausfrau unterstützen, die sich beim Kaffeetrinken, Telefonieren oder sonstwo verquasselt hat? [image] - da muß sie halt einen Gang zulegen.

Ich könnt mich jetzt hier noch seitenlang darüber auslassen, was es über das Selbstverständnis, die Selbstachtung und das Selbstbewußtsein eines Menschen aussagt, der solche Tätigkeiten minutiös ausklabüstert und dann noch Geld verlangt oder andere Forderungen stellt. Allein, mir fehlt die Zeit...

Kocht jetzt (Mittagessen) - Hemsut


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