Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Matriarchats-Verfestigung mit Rechtfertigung durch "Kindeswohl"

Student(t), Sunday, 13.07.2008, 15:29 (vor 6466 Tagen) @ Michael Baleanu

Die neue Fassung des §1666 BGB ist nun wirksam
(1666).


§ 1666
Gerichtliche Maßnahmen bei Gefährdung des Kindeswohls

(1) Wird das körperliche, geistige oder seelische Wohl des Kindes oder sein Vermögen gefährdet und sind die Eltern nicht gewillt oder nicht in der Lage, die Gefahr abzuwenden, so hat das Familiengericht die Maßnahmen zu treffen, die zur Abwendung der Gefahr erforderlich sind.

[1. ...]
[2. ...]

3. Verbote, vorübergehend oder auf unbestimmte Zeit die Familienwohnung oder eine andere Wohnung zu nutzen, sich in einem bestimmten Umkreis der Wohnung aufzuhalten oder zu bestimmende andere Orte aufzusuchen, an denen sich das Kind regelmäßig aufhält,

4. Verbote, Verbindung zum Kind aufzunehmen oder ein Zusammentreffen mit dem Kind herbeizuführen,

Das Wohnungs- und Kontaktverbot (zum Kind) ist zwar geschlechtsneutral formuliert. Es liegt aber auf der Hand, daß niemals Mütter davon betroffen werden sollen, sondern ausschließlich Väter - wie bisher.

Worum also geht es wirklich ? Um das Kindeswohl sicher nicht. Denn Kinder brauchen Väter. Die aber sollen wie bisher ausgeschlossen werden können. Das neue Gesetz dient also der weitergehenden Verrechtlichung der Ent-Väterung unserer Gesellschaft.

Bezeichnend ist auch:

Im Interview rechtfertigt Frau Zypries diese Verrechtlichung des Unrechts mit dem Ist-Zustand, d.h. mit den zunehmend häufigeren "Patchwork[Flickwerk]-Familien". In Wahrheit handelt es sich vor Allem um ein gewolltes Ergebnis, nicht um die bloße Berücksichtigung einer (unabwendbaren) Tatsache.

Was ist der ideologische Hintergrund ?

Nach dem Apostel Paulus beabsichtigte Gott mit der Entsendung seines Sohnes, "die Mächtigen zu erniedrigen und die Schwachen zu erhöhen." Den Eindruck muß man im vorliegendem Falle auch haben. Nur hat es hier nicht die gleiche Bedeutung, sondern die gegenteilige. Im NT ging es um die Demontage illegitim gewordener Macht und die Erweckung neuer Potentiale.

Hier aber geht es um Demontage der Ordnung allein, und nicht um deren Wiederherstellung gemäß veränderten Bedingungen. So sind Patchworkfamilien, auf die sich Zypries beruft, gar nicht veränderte Bedingungen, sondern katastrophale Endzustände. Und die will sie zementieren.

Vor Allem:

Der Eltern-Krieg, vor dem das Kind angeblich geschützt werden soll, wird dadurch gerade herbeigeführt. Er ist gewollt. Eltern sind allein schon dadurch, daß sie Eltern geworden sind, in einen Krieg hineingestellt. Das neue Gesetz ist eine strukturelle Elternkriegs-Erklärung. Sie (genauer gesagt: die Mütter) können sich allenfalls noch entscheiden, die Waffen nicht anzufassen, die ihnen per Gesetz gereicht werden.

Der schon strukturell geschaffene Krieg "Frau gegen Mann" wird erweitert durch einen Krieg "Kind gegen Erwachsene". Wenn wir irgendwann dann bei einem Krieg "Tier gegen Mensch" angelangt sind, natürlich im Namen des Tieres, aber stellvertretend fürs Tier geführt durch einen "menschlichen" Stellvertreter, d.h. durch einen globalen Tyrannen mit nie gekannter Machtvollkommenheit -, dann wird die Apokalypse verwirklicht sein.

Gruß
Student

Sexismus-Kritik


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