Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Jeder setzt sich selbst die Grenzen, von Gerhard Amendt

Conny, NRW, Saturday, 03.05.2008, 00:36 (vor 6537 Tagen) @ Diana

http://debatte.welt.de/kommentare/69914/jeder+setzt+sich+selbst+die+grenzen

Der letzte Satz aus dem Artikel gefällt mir am besten:

"Frei sind Frauen und Männer eigentlich erst, wenn sie aushandeln
können, wer was tut, weil es dem einen lieber ist als dem anderen, obwohl
beide es tun könnten, es ihnen aber unterschiedlich schwerfällt."

Seltsam - ich weiß, dass das funktioniert. Wir machen es hier so...

Das glaube ich, daß dieser Satz Dir gut gefällt. Da darf dann der Mann blos die unangenehmen Dinge tun und die Frau sucht sich das bequeme heraus. Genau aber so haben wir das heute im privaten und auch beruflichen Bereich doch schon?

Frei ist der Mann, wenn er keine Abhängigkeiten zur Frau mehr hat und frei ist die Frau, wenn sie ihre Opferrolle ablegt. Aber das will der Staat ja nicht, da es ihm viel kosten würde.

Frei ist der Mensch, wenn die staatliche Gängelung wegfällt und der Mensch frei wählen kann, wie er leben will. Das geht aber nur, wenn der Staat seinerseits frei von Ideologien ist.

Wenn zwei Gleichberechtigte etwas aushandeln geht das nur solange gut, solange sie die gleiche Meinung haben. Sind sie unterschiedlicher Meinung, wird der schwächere - heute der Mann - in den saueren Apfel beißen müssen oder man braucht einen Außenstehenden - Ehe-/Parberatung - der für die beiden entscheidet. Merkst Du, wie man mit der Gleichberechtigung auch zu einem Wirtschaftswachstum, sogar zu einer ganzen Industrie, beigetragen hat, die alle unnütze da eigentlich unnötige Arbeit machen? Ein Großteil der Sozifuzzies macht etwas total unnützes, das die Menschen in einem gesunden System gar nicht bräuchten.

Früher hat man einfach mit Menschen geredet, wenn man ein Problem hatte. Heute muß man mit den Menschen Theater spielen (vor allem als Mann, der ja mit beiden Beinen fest im Leben stehen soll) und mit Problemen zum Psychologen gehen, der einen dann schon wieder ins System zwängt - ihn zum Massenmenschen macht.

Zu dem, was Amendt dort schreibt:
"Laß einmal Frauen mit dir gleichziehen. Von dem Augenblick an sind sie deine Vorgesetzten." (Cato d. Ältere, römischer Feldherr)

Toll wäre es, wenn Mann von der Frau nicht abhängig sein müßte und die Frau auch nicht vom Mann. Das ist aber ein Ding der Unmöglichkeit. Was aber gehen würde, wäre die Abhängigkeiten gleich zu verteilen, damit es eine Gerechtigkeit gibt und auch nicht eine Gleichberechtigung sondern eine Geschlechtergerechtigkeit, wenn man das schon von oben her reglementieren muß. Ich bin aber der Meinung, daß das jedes Paar selbst bestimmen können sollte, wie sie leben wollen, und diese Selbstbestimmung dann auch vor Gericht berücksichtigt wird. Vielleicht wären auch zwei unterschiedliche Bindungsmodelle von Vorteil: Ein wildes mit einer Reglementierung von oben und eins mit Vertrag, den die beiden frei aushandeln, der auch gilt und nicht durch staatliche Verordnungen zu Klopapier wird. Dort soll auch drin stehen dürfen, daß Vergewaltigung der Frau in der Partnerschaft keine solche ist, da sie von der Frau sogar erwünscht ist (solche soll es tatsächlich geben, die dabei die Kontrolle über sich verlieren wollen. Erfüllen sollte man solch einen Wunsch heute keiner Frau mehr, da sie das dann hinterher doch zu einer Anzeige nutzen könnte).


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