Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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nehme mein Posting zurück!

Drakon, Tuesday, 17.07.2007, 02:16 (vor 6731 Tagen) @ guest

Möglicherweise, dass pauschales "Bashing" unserem Image als

Maskulisten

nun auch wieder nicht so gut tut? (grübel). Sorry, wollte Dich nicht
überfordern![/i]

Hatte obiges Schreiben und BA-Antwort vor meinem Posting (das nur
eine persönliche Erfahrung widerspiegelte) noch nicht gesehen.
Hernach gibt es für mich aber keine Frage: Ab sofort werde ich jegliche
Flugreisen mit BA boykottieren, Reiseangebote seitens Kunden

entsprechend

und mit der Bitte um alternative Reisevorschläge bescheiden.
Danke für die Aufklärung
Drakon

Gut. Mir gings darum, dass Deine persoenliche Erfahrung halt am Thema
vorbei ging, weil dein Sitznachbar-Kind in Begleitung seiner Mutter war.

Waere es das nicht gewesen, haette sich BA schon im Vorfeld darum
gekuemmert, dass das Kind nicht neben Dir gesetzt worden waere - weil Du
ein Mann bist, aus keinem anderen Grund.

Waere bei der Sitzvergabe im Vorfeld was schiefgegangen, haette man/frau
Dich im Flugzeug "diskret" gebeten, den Platz mit einer Frau zu tauschen.


Ich will weder unbemerkt noch "diskret" als Kinderschaender behandelt
werden.
Zumal es eben nicht nur um eine gesteigerte Paranoia bzgl. der Kinder
geht, es geht eben genauso auch um eine geschlechtsbezogene rassistische
Diskriminierung von Maennern (BA hat ja kein Problem damit,
unbeaufsichtigt fliegende Kinder neben Ihnen ebenfalls voellig unbekannten
erwachsenen Frauen zu platzieren).

Die zitierte Stellungsnahme von BA ist ne Frechheit:

"Es trifft zu, daß British Airways, wenn möglich, alleinreisenden Kindern
an Bord keine Sitzplätze neben männlichen Erwachsenen zuteilt. Diese
Regelung wurde auf Wunsch unserer Kunden eingeführt."

Soso. Insbesondere auf Wunsch der sowieso dazu nicht befragten Maenner,
nicht?


"Die seltenen Fälle, in denen ein männlicher Fluggast wegen eines
alleinreisenden Kindes seinen Sitzplatz tauschen muß, werden von unserem
Kabinenpersonal mit äußerster Diskretion behandelt."

Jaja. Was nichts daran aendert, dass der betreffende Mann bei Unwillen mit
verleumderischen Anzeigen rechnen darf, nicht?


"Diese Sitzplatzregelung soll keinen Angriff auf unsere Passagiere
männlichen Geschlechts darstellen,"

Natuerlich nicht. Wir behandeln Dich aufgrund Deines Geschlechts (und weil
"Kunden" sich das "gewuenscht" haben) als jemand, der unbedingt von Kindern
isoliert sein muss.

Aber fuehle Dich bloss nicht angegriffen, Mann.

Bestimmt gibts auch bald Frauen&Kinder-Abteile in Bussen. Ganz diskret
natuerlich, und nur "auf Wunsch der Fahrgaeste".

Kennt man ja schon aus Schwimmbad, Sauna, Fitnessstudio.

"sondern sowohl die Belange des alleinreisenden Kindes als auch des
männlichen Passagiers berücksichtigen"

Inwiefern werden die Belange des maennlichen Passagiers beruechsichtigt?
Doch wohl garnicht. Oder folgt der Sitzplatztausch auf Wunsch des
maennlichen Passagiers? Nein, sondern auch ("diskret" oder nicht) gegen
den erklaerten Willen des Passagiers.


Beruecksichtigung maennlicher Belange bei BA sieht also so aus, dass
Maenner Verstaendnis dafuer aufzubringen haben, dass sie allein aufgrund
ihres Geschlechts als Kinderschaender behandelt werden.

http://www.telegraph.co.uk/opinion/main.jhtml?xml=/opinion/2006/11/09/do0901.xml


Wie gesagt: Volle Zustimmung. Keine Flüge mit BA mehr!
Jetzt stell Dir mal vor, Du musst drei Reihen hinter Deinem Sohn Platz nehmen. Dieser blickt irgendwann arglos, ohne entsprechende psychologische Einstimmung von seinem Gameboy auf - und starrt voll in dieses Gesicht neben sich ... Dieses Gesicht, das uns derzeit von allen mit Bildzeitungswerbung belegten City-Light-Postern entgegen"lächelt"? Buhaaaaa! Ja, die Wahrheit kann so grausam sein wie Alice!

Schmerz beseite: Wie weit ist diese Regelung eigentlich publik? Hab ich jedenfalls vorher noch nirgendwo gelesen. Frage also: Gehört das Antwortschreiben dieser Fascho-Airline nicht als öffentlicher Brief an diverse Redaktionen verschickt?

Grüße
Drakon

--
Das menschliche Gehirn hätte sich ohne die biologische Zweiheit der Geschlechter niemals so weit entwickelt, dass es sogar Theorien wie jene ersinnen konnte, diese Zweiheit sei ein "soziales Konstrukt"
(Michael Klonovsky)


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