Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Multitasking ist was für Sekretärinnen

Beelzebub, Thursday, 31.03.2011, 04:00 (vor 5407 Tagen) @ H.-Norbert

Die Fähigkeit, mehrere Dinge gleichzeitig erledigen zu können, ist eine enorm nützliche und wichtige - für Rezeptionistinnen und Chefsekretärinnen, beides nicht zufällig fast reine Frauenberufe.

Um aber wirklich ganz nach oben zu kommen, bedarf es ganz anderer Talente. Als gut passendes Beispiel bietet sich da etwa ein gewisser Harry Hopkins an. Der war in der Ära Roosevelt jahrelang die graue Eminenz in Washington und während des Krieges wichtigster außenpolitischer Berater des US-Präsidenten. Ohne seine Vorbereitungsarbeit hätte z.B. keine der großen Konferenzen der Aliierten stattfinden können. Das interessante dabei: Hopkins war ein schwer kranker Mann, der nur jeden zweiten Tag ein paar wenige Stunden arbeiten konnte. Das riesige Arbeitspensum hat er trotzdem bestens bewältigt, weil er wie kein anderer die Kunst beherrschte, das wirklich Wichtige zu erkennen, es vom weniger Wichtigen zu trennen, sich nur um ersteres zu kümmern und letzteres zu deligieren. Kurzum weil er das genaue Gegenteil von multitaskingfähig war.

Nicht Multitasker, sondern gute Monotasker sind für die große Karriere geschaffen!

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Ich denke, also bin ich kein Christ. (K. Deschner)


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