Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Multitasking = Es ist noch viel schlimmer

Böser Schwarzer Mann, Wednesday, 30.03.2011, 20:32 (vor 5407 Tagen) @ Borat Sagdijev

"Frauen sind nicht Multitasking begabter als Männer."

Es gibt nämlich längst eine wissenschaftliche Arbeit, die den Mythos zweifelsfrei widerlegt, und zwar diese hier:
http://sigmaxi.org/4Lane/ForeignPDF/2004-05AllenGerman.pdf

Leider ist die Veröffentlichung – oder ihre Übersetzung ins Deutsche – so geschrieben, dass die festgestellten Fakten durch irritierende (und von feministischem Duktus geprägte) Formulierungen für Schnell-Leser praktisch ins Gegenteil verkehrt werden. Hinzu kommt eine Bebilderung des Artikels, die absolut nichts mit den wesentlichen Teilen der Arbeit zu tun hat.

Ich zitiere aus der Veröffentlichung (PDF-Seiten 5-9) daher nur die Fakten, auch wenn sie nur als Nebensätze oder Wortgruppen auftauchen:

„Männerhirne sind größer, und zwar um durchschnittlich rund 12 Prozent. Während sie in unseren Studien im Mittel mit 1241 Kubikzentimetern aufwarten, bringen es Frauenhirne im Mittel gerade mal auf 1100 Kubikzentimeter…Im Massenduell zwischen den Geschlechtern zeigte sich nämlich, dass die männlichen Gehirne im Durchschnitt 9,3 Prozent mehr graue Substanz und sogar 14,7 Prozent mehr weiße Substanz auf die Waage bringen.“

„Schließlich hat sich seit den frühen 1980er Jahren die Ansicht verbreitet, dass bei Frauen die beiden Gehirnhälften besser miteinander verschaltet sind…eine anatomische Grundlage gibt es dafür nicht.“

„Denn wie unsere eigenen Untersuchungen zeigen, ist der männliche Balken keineswegs kleiner als der weibliche. Im Gegenteil: Er verfügt sogar über deutlich mehr Volumen – und zwar ungefähr in dem Ausmaß, wie es auch der insgesamt größeren Gehirnmasse von Herrn Homo sapiens sapiens entspricht. Eine eingehendere Untersuchung des Corpus callosum deckte übrigens noch weitere interessante Feinheiten auf. So stellten wir zwar fest, dass der Balken bei Männern rund zehn Prozent größer ist.“

„…die bei Männern auf den ersten Blick stärker ausgeprägte weiße Masse…“

„Was bleibt, ist der Volumenunterschied von rund 100 Kubikzentimetern. Und diese Diskrepanz, die etwa zwei Golfbällen entspricht, können wir nun mal nicht wegdiskutieren.“

Kommentar: Es bleiben nach den von den Autoren selbst genannten Zahlen 141 ccm Volumenunterschied zugunsten des Männerhirns – und nicht „rund 100“. „Wegdiskutiert“ haben sie also bereits an dieser Stelle 41 ccm.

„Beim Ermitteln des relativen Gehirnvolumens seiner Probanden berücksichtigte er auch deren individuelle Körperabmessungen…Durch diesen Faktor reduzierten sich die geschlechtsspezifischen Größenunterschiede um zwei Drittel.“

Kommentar: Es bleiben also bei gleichen Körperabmessungen 47 ccm mehr Hirnvolumen beim Mann übrig.

„Unsere eigenen Daten sprechen im Übrigen dafür, dass sich der Größenunterschied zwischen männlichem und weiblichem Gehirn nicht auf die Leistungsfähigkeit auswirkt. Nicht zuletzt deswegen, weil wir bislang keine Region identifizieren konnten, die als typisch männlich oder ganz klar weiblich ins Auge springen…“

Kommentar: Diese Begründung ist in jeder Hinsicht sinnlos. Die unterschiedliche Leistungsfähigkeit männlicher und weiblicher Gehirne ist durch die Menschheitsgeschichte belegt (Arbeitsteilung, Erfindungen, Entdeckungen, Intelligenztests etc.). Die Autoren haben selbst signifikante Unterschiede in Größe und Struktur zwischen männlichen und weiblichen Hirnen festgestellt. Wozu brauchen sie also plötzlich typisch männliche bzw. weibliche Hirnregionen, die ihnen „ins Auge springen“? Und falls sie diese mittels MRT nicht erkennen konnten, sollten sie einfach in eine etwas ältere Arbeit schauen.
Ich zitiere:

>> Rüdinger[4] hat an ausgetragenen Neugeborenen nachgewiesen, dass „die ganze Windungsgruppe, welche die Sylvi’sche Spalte umrahmt, beim Mädchen einfacher und mit weniger Krümmungen versehen ist, als beim Knaben“, dass „die Reil’sche Insel beim Knaben im Durchschnitt in allen ihren Durchmessern etwas grösser, konvexer und stärker gefurcht ist als beim Mädchen“. Er hat an Erwachsenen gezeigt (ibid. p. 32 ff. Tafel IV.), dass der weibliche Gyrus frontalis tertius einfacher und kleiner ist als der männliche, besonders jener Abschnitt, der unmittelbar an den Gyrus centralis angrenzt.
Die Besichtigung der Tafeln ergiebt, dass die Unterschiede sehr beträchtlich sind. Rüdinger hat ferner gezeigt, dass „an den weiblichen Hirnen der ganze mediale „Windungszug des Scheitellappens und die innere obere Uebergangswindung in ihrer Entwickelung bedeutend zurückbleiben“. Bei geistig niedrig stehenden Männern (z. B. einem Neger) fand er den weiblichen ähnliche Verhältnisse des Scheitellappens, während bei geistig hochstehenden Männern die mächtige Entwickelung des Scheitellappens ein ganz anderes Bild gewährte. Die allereinfachsten Verhältnisse fand Rüdinger bei einer bayrischen Frau, er spricht geradezu von „thierähnlichem Typus“.
Demnach ist also nachgewiesen, dass für das geistige Leben ausserordentlich wichtige Gehirntheile, die Windungen des Stirn- und des Schläfenlappens, beim Weibe schlechter entwickelt sind als beim Manne, und dass dieser Unterschied schon bei der Geburt besteht. Gleich wie Mann und Weib dieselben Gehirnwindungen haben, nur von verschiedener Grösse, so haben auch beide dieselben geistigen Eigenschaften, ein Mehr oder Minder macht den Unterschied, keine Eigenschaft kommt einem Geschlechte ausschliesslich zu. << Zitatende.
Anmerkung 4: Ein Beitrag zur Anatomie des Sprachcentrums, Stuttgart 1882, p. 12 ff. Tafel I.
Quelle: Ueber den physiologischen Schwachsinn des Weibes. Von Dr. P. J. Möbius
in Leipzig. Fünfte veränderte Auflage. Alle Rechte vorbehalten. Halle a. S. Verlag von Carl Marhold. 1903. http://de.wikisource.org/wiki/%C3%9Cber_den_physiologischen_Schwachsinn_des_Weibes


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