Mentale Vertuntung
Ich grinse immer wieder, wie Du mit einem ganz lieben freundlichen Gesicht den Advocatus diaboli spielst.
Die Bildung eines Mainstream ist ein sehr vielschichtiges Problem.
Da sind zunächst mal die Politos, die einerseits ängstlich hinhorchen an den Herzschlag des Volkes, um Wählerstimmen abzugreifen (also Populismus betreiben), andererseits versuchen sie natürlich, diese 'gefühlte Meinung' auch zu beeinflussen und dazu haben sie die Systemmedien, die sich als die Trendsetter des Mainstream fühlen. Die Mehrheit aller Jounaillisten ist grünlinks und natürlich gilt: wes Brot ich ess, des Lied ich sing und da denke ich an das Presseimperium der SPD, das nicht weit vom Monopol entfernt ist. Wenn ich im ansonsten stock- wirtschaftsfreundlichen 'Handelsblatt' mehrfach Artikel lese über die Vorzüge von Frauenquoten, muß ich wissen, das das Blatt von salonlinken Verlegern gekauft wurde, deren erste Amtshandlung die Inthronisation eines 'Spiegel'- Linken als Chef war. Oder die 'Zeit', die sich sogar traut, ihren Mitherausgeber Schmidt zu zensieren und deren Redakteure regelmäßig unbotmäßige Kommentatoren zusammenfalten und an die reine Lehre erinnern. Wer will denn nicht ein 'Guter' sein?. Ab und an läßt man 'Volkes Stimme' auch zu, wenn sie ganz anderer Meinung ist- das soll den berühmten 'Pluralismus' vortäuschen. Übrigens sind die durchaus in der Gruppe der Nichtwähler zu vermuten.
Und dann wären da noch die zahlreichen Faktoren, die die Meinungsbildung des Einzelnen bestimmen. Das fängt bei Elternhaus und Schule an und hört bei den Anführern in Hammelherden wie Freundeskreis, Kollegen u.ä. auf.
Wahrscheinlich sind am wichtigsten die Systemmedien und deren Propagandadauertrommelfeuer brauche ich jetzt hoffentlich nicht nochmal zu belegen.
Du sprichst Wahlen an und willst zeigen, daß es in Wirklichkeit eher eine Minderheit ist, die noch eine bestimmte Partei wählt: das stimmt nicht. Die Unterschiede zwischen den Parteien sind marginal, weshalb ich sie gerne als Blockparteien tituliere, lies meinen Link über die CDU. Und dann haben wir immer noch eine (manipulierte?) Mehrheit, die mit ihrer Wahl ihr Einverständis zum politischen Trauerspiel gibt. Nicht zu vergessen: mit der Zweitstimme gibt man einen Freibrief an die Politkaste, die Kandidaten zu nominieren, die ihnen passen. Bei Lichte betrachtet sind wir also vom preußischen Ständewahlrecht gar nicht weit entfernt.
'Bürgerwehr': ja, das ist ihre Angst. Und ich denke, die 'Tea Party'- Bewegung ist ein Schritt in diese Richtung.
Inwiefern die vermummten Linksterroristen nützliche Idioten sind, mußt Du erst mal erläutern.
Sie beweisen doch das Scheitern des Systems.
Strafvollzug:
es wäre durchaus möglich, wie in USA zu verfahren: dort ist der Knast eine Methode zur Schönung der Arbeitslosenstatistik. Und wo einer in eine 10 qm- Zelle paßt, haben auch noch fünf weitere Platz (siehe Gorch Fock). Knastprivatisierung ist keine schlechte Idee.
Das erklärt aber noch nicht, warum denn das Wegknasten für eine bestimmte Klientel so gut funktioniert. Ideologie?
Vollkasko:
es ist richtig, daß dem arbeitenden Bürger heute so viel abgenommen wird, daß er eigentlich gar nicht mehr in der Lage ist, selbst eine vernünftige Altersversorgung aufzubauen.
Das meinte ich aber nicht (nur):
die allgemeine Risikobereitschaft beim Beschreiten neuer Wege ist wie gewünscht abhanden gekommen. Wer seine Rente täglich ausrechnen kann, macht keine Revolution mehr. Bismarck war ziemlich schlau.
Die Bombe platzt in dem Moment, indem sie die heeren Versprechen nicht einhalten können.
Und der Tag ist absehbar.
Eine Ahnung hat der Bürger schon: die Empörung ist trotz der Leisetreterei und der willkommenen Katastrophe in Japan groß, daß soeben das Abfließen riesiger Geldmengen an die Lumpenstaaten in der EU auf ewig festgenagelt wurde, während der Bürger hier bis 67 schuften muß.
Grüßle
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Holger,
18.03.2011, 14:35
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