Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Mentale Vertuntung

Garfield, Friday, 18.03.2011, 17:33 (vor 5419 Tagen) @ Holger

Hallo Holger!

So etwas wie den Mainstream gibt es schon...

Ja, aber ich denke, die Massenmedien gaukeln uns da einiges vor. Sieh dir nur mal Online-Zeitungen an: Überall, wo Kommentare zugelassen sind, findest du viele, die alles andere als "politisch korrekt" sind. Und oft werden bei brisanten Themen die Kommentare abgeblockt, oder man löscht Kommentare, die unerwünscht sind. Das zeigt doch klar, daß der reale "Mainstream" sich von dem unterscheidet, den die Massenmedien uns präsentieren.

... und dieser scheint sich zu drehen.

Ich hab eher das Gefühl, daß die Massenmedien sich ab und zu zu Zugeständnissen genötigt fühlen, aus Angst davor, sonst völlig unglaubwürdig zu werden. Denn sie haben ja nur solange Macht, wie die Masse ihnen glaubt.

die Parteien, die mehr oder weniger alle diese derzeitige Politik vertreten, werden ja schließlich gewählt und die Nichtwähler sind noch weit in der Minderzahl...

Ich kann mich an Wahlen mit nur etwa 60% Wahlbeteiligung erinnern. Wenn eine Partei bei solch einer Wahl 40% der abgegebenen Stimmen bekommt, dann sind das eben nicht 40% von 100, sondern 40% von 60. Das bedeutet, daß die Partei der Nichtwähler auf jeden Fall mehr Stimmen hatte - nur leider werden die dann für die Sitzverteilung im Parlament ignoriert.

Und es gibt eine ganze Menge Menschen, die zwar wählen gehen, aber in dem vollen Bewußtsein dessen, daß sich niemand der potenziellen Volksvertreter wirklich für das Volk einsetzen wird. Die wählen dann halt das für sie geringste Übel, in der Hoffnung, daß es dann vielleicht nicht ganz so schlimm kommt.

... dann muß man aber so ehrlich sein zuzugeben, daß man nicht mehr Herr der Lage ist.

Dann könnten die Bürger auf die Idee kommen, Bürgerwehren zu gründen. Und sowas mochte die Obrigkeit noch nie gern. Zumal dann auch bald die Frage aufkommt, wozu man als normaler Bürger überhaupt noch Steuern zahlen soll.

Auch darf ich erinnern an das äußerst brutale Vorgehen der Polizei in Stuttgart- dort waren vor allem nicht gewalttätige Bürger zugange. Muß man sich erst vermummen, mit Sprengkörpern werfen oder Feuer legen, damit die Deeskalierer mit den grüngelben Lätzchen kommen?

Nein, man muß gegen die Interessen der Obrigkeit arbeiten. Die vermummten Chaoten tun das nicht, ganz im Gegenteil. Das sind nützliche Idioten, und deshalb läßt man sie gern gewähren. Bürger, die sich gegen gewinnträchtige Projekte auf ihre Kosten auflehnen, kann man aber nicht gewähren lassen. Die stören wirklich, und da wird dann auch kein Aufwand gescheut, um sie zu entfernen.

...das gutmenschliche 'Rehabilitation statt Strafe' ist Credo der Justiz und des Strafvollzugs seit vielen Jahren und es wird ein Haufen Geld dafür ausgegeben, ganze Heerscharen an Soziopolitos tummeln sich da.

Ja genau, die Helferindustrie verdient damit prächtig. Deshalb fließt da soviel Geld rein, das dann im Strafvollzug eingespart werden muß. Das wird sich erst ändern, wenn die Gefängnisse privatisiert sind und man Möglichkeiten gefunden hat, um direkt dort an den Häftlingen gut zu verdienen. Dann werden die Haftstrafen ganz zufällig plötzlich ansteigen.

Dies gilt überdies nicht für die, die politisch unkorrekte Straftaten begangen haben...

Weil die entweder stören, oder weil die Justiz Druck von den Massenmedien fürchtet.

Und nichts anderes ist die Vollkaskomentalität, die der Durchschnittsbürger durchaus übernommen hat.

Na ja, der Durchschnittsbürger wird ja auch ordentlich zur Kasse gebeten. Deshalb sagt er sich, daß er dafür ja auch mal etwas zurück bekommen kann. Und immer öfter ist es so, daß dem Normalbürger einfach nicht mehr genug Geld gelassen wird, um eigenverantwortlich für alle Eventualitäten vorzusorgen.

Freundliche Grüße
von Garfield


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