Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Missbrauch mit dem Missbrauch

Garfield, Friday, 04.03.2011, 15:50 (vor 5432 Tagen) @ Karl Toffel

Hallo Karl!

Die Problematik ist ja aus den USA schon lange bekannt, also könnte man meinen, daß hiesige Psychologen mit dem Thema vorsichtiger umgehen. Dem scheint aber nicht so zu sein. Anscheinend ist die Versuchung zu groß, bei völliger Ratlosigkeit durch Inkompetenz einfach irgendeinen ominösen sexuellen Mißbrauch als immer passende Universal-Ursache herzunehmen.

Vor kurzem sah ich eine Fernsehsendung, in der u.a. eine Frau zu Gast war, die eine Tochter mit einem massiven Drogenproblem hatte. Sie wurde gefragt, ob ihre Tochter keine therapeutische Hilfe in Anspruch genommen hätte. Sie antwortete darauf, daß sie mal bei einer Therapeutin war, aber das wäre völlig nutzlos gewesen, weil dieser Therapeutin nichts Besseres einfiel, als zu behaupten, die Tochter wäre als Kind von ihrem Vater mißbraucht worden, was aber vollkommener Nonsens war. Woraufhin die Tochter diese "Therapie" abgebrochen hätte.

In diesem Fall war die Tochter offensichtlich noch gesund genug, um dieses klare Anzeichen von Inkompetenz zu erkennen. So sollte man das immer machen: Sobald ein Therapeut irgendwas von Mißbrauch in der Kindheit faselt, ist höchstes Mißtrauen angebracht. Das bedeutet meist soviel wie: "Ich hab keine Ahnung, was mit dir los ist und kann dir auch nicht helfen, aber weil ich weiter an dir verdienen möchte, will ich, daß du weiterhin zu mir kommst und erzähle dir jetzt halt diesen Blödsinn."

Freundliche Grüße
von Garfield


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