Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Klarer Punkt für Kachelmann

Holger, Saturday, 26.02.2011, 07:47 (vor 5438 Tagen) @ Tom

Körber hat vollkommen recht: kaum etwas in der Psychiatrie ist so gut belegt wie Abspalten von Empfindungen und meist sogar extrem gutes Erinnern an schwerste Traumata: an Hunderttausenden KZ- Insassen und Soldaten festgestellt.

Nun fragt man sich, wie Seidler genau das Gegenteil behaupten kann:
diese ZeitgenossIn ist AnhängerIn der sog. Psychotraumatologie und meine Schreibweise erinnert sofort daran, wer bei der Entstehung dieser Strömung besonders aktiv mitwirkte.
Wir erinnern uns an den Neomarxismus der Frankfurter Schule, der bekanntermaßen ein Gebräu aus marxistischer Ideologie und psychoanalytischen Hypothesen ist mit der befreiten Frau als Speerspitze der Revolution (Marcuse et al) und zwangsläufig an den Bastard, den diese Gemengelage hervorbrachte: den Feminismus heutiger Prägung. Wesentlichstes Element: die Frau ist immer das Opfer.
Seit dem Sechzigern bemühten sich nun die Jünger, das zu beweisen. An verrückten Weibern herrschte in der Psychiatrie seit jeher kein Mangel, bei Erkrankungen aus dem nichtpsychotischen Formenkreis, die man früher Neurosen nannte, stellen sie schon immer einen soliden 80%- Anteil, an so bunte Krankheitsbilder wie Borderline und Münchhausen sei erinnert. Schon recht früh vertraten die Gläubigen die Ansicht, dies müsse auf die vielfältigen Traumata zurückzuführen sein, die jede Frau von Kleinkindesbeinen an so erleiden muß und spätestens seit den Achzigern gibt es kaum noch eine weibliche Krankenakte, in der nicht von sexuellem Mißbrauch unserer Gebenedeiten die Rede ist.
Der Haken war nur: viele der Damen konnten sich genau an derlei nicht erinnern. Da nicht sein kann, was nicht sein darf, wurden sofort die abenteuerlichsten Konstrukte ersonnen und seit Erfindung der Psychoanalyse ist es alles kein Problem: es wimmelt nur so von Verdrängungen, Abspaltungen, Konversionen usw., die als Ursache für das schlechte Erinnern herangezogen wurden, denn von vorneherein als Fakt gilt bis heute, Frauen werden immer 'sexualisierter' Gewalt ausgesetzt und mißbraucht- daß der objektive Sachverhalt vielleicht wichtig wäre, wird heute noch von der Hälfte aller Psychotherapeuten bestritten!

Die extremste Form erlangte derlei Scharlatanerie in den Neunzigern: das 'Hidden Memory Syndrome' wurde ersonnen: die armen verrückten Mädelz hatten den Tort, der ihnen durch Väter, Brüder, Urgroßväter zugefügt wurde, komplett verdrängt und erst der Therapeut konnte es in aufwendigen und teuren Sitzungen 'freilegen'- wer möchte, kann sich auf den ausgezeichneten Seiten von "Jenny Doe" über derlei "induzierte Erinnerung" belesen.

In USA war derlei Spuk jedoch rasch vorbei: zu Tausenden wurden unschuldige Männer angeklagt und der Backlash kam rasch: die Gerichte ließen sich von den blumigen Erklärungen der Psychofeministen nicht einlullen und sahen es als das an, was es war: Scharlatanerie.
zu Zigtausenden schlossen die Psychopraxen, da ihre HeldInnen die Versicherungsprämien nun nicht mehr zahlen konnten und es entstand dadurch kein Mangel!
Nur in Europa, wo hauptsächlich Solidarsysteme alles Zahlen, lebte der Mist fort in der Psychotraumatologie und das war politisch auch gewollt: es mußte schließlich eine Erklärung dafür her, daß man Hunderttausende aus dem Kosovo und ähnlichen Gegenden an die Fleischtöpfe des Sozialstaates holte. Das ganze Elend des Kriegstraumas sprang einen da an und bis zum heutigen Tage begegnen den Sozialversicherungen jene beauernswerten Fälle gesunder junger Männner, die so schwer traumatisiert sind, daß sie keinen Handschlag arbeiten können wegen furchtbaren Erlebnissen im zarten Alter von fünf Monaten.
Leider hat noch keiner untersucht, welche Rolle unsere Traumatisierer bei Falschanschuldigungen spielen- das ist tabu.
Ein klassischer Fall liegt uns jetzt vor bei Kachelpudel


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