Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Kali als weibliches Gegenstück zu Perseus

Polarisator, Saturday, 12.02.2011, 18:29 (vor 5452 Tagen) @ Flint

[img|right]http://www.mann-pass-auf.de/Bilder/Kali-2.jpg[/img]

Hier sehen wir sie als eine Göttin, die soeben einem Mann den Kopf abgeschlagen hat, und die bereits eine Halskette von Männerköpfen trägt.

Versinnbildlicht wird damit, soweit ich das ersehen konnte, die Abtötung des "Ego" als einer Verhaftung am Irdischen. Aber das könnte eine vordergründige Interpretation abendländisch verhafteter Betrachter sein.

Grundsätzlich gilt, daß die alt-indische Kultur erdflüchtig ist. Mit der persischen Religion, die der Zarathustra einführte, begann sodann die Hinwendung zur Erde. Flucht wurde abgelöst durch Kampf mit dem Bösen, "Ahriman" genannt. Dieser Begriff wurde durch R.Steiner übernommen, um damit einen bestimmten Aspekt des Bösen zu charaktersieren und ihn gegen Luzifer abzuheben.

Beide, Ahriman und Luzifer, bilden gewissermaßen einen Gegensatz, biblisch unterschieden durch die Begriffe Satan und Teufel. Ahriman ist der kalte Geist der Lüge und Erdverhaftung, Mechanisierung usw.; Luzifer der Geist der stolzen, feurigen Selbsterhebung.

Die Griechen haben das Matriarchat mustergültig überwunden. Perseus ist dabei eine herausragende Figur.

Mit dem Christentum ist ein weiterer Schritt vollzogen: Statt Kampf gegen das Böse die Überwindung durch Liebe. Liebe heißt: Opfer erbringen, natürlich freiwillig.

Der Feminismus bedeutet ein Wiedererwachen bereits endgültig überwunden geglaubter matriarchaler Dämonen, die wir entweder bekämpfen oder aber überwinden können. (Bekämpfen und überwinden ist nicht Dasselbe!)

Indien hat diese ganze Entwicklung nicht durchgemacht. Es hat eine sehr frühe hohe Kultur und ist dabei weitgehend stehengeblieben.

trel


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