Die Wikipedia bringt es an den Tag
Dort ist der Anteil der Autorinnen nur gering. Und die Deutungsversuche sehen folgendermaßen aus:
http://derstandard.at/1295571222122/Wikipedia-will-mehr-weibliche-Autoren
"Über die Gründe, wieso so wenige Frauen Anreize sehen, eigene Texte auf Wikipedia zu veröffentlichen, kann nur spekuliert werden. Immerhin kann jeder mitmachen. Es gibt kein Männer-dominiertes Führungsteam, das Frauen benachteiligen könnte. Einige Beobachter meinen, dass Wikipedia - obwohl ein offenes Schreib-Projekt - den Traditionen der Computer-Welt unterworfen ist, die männlich dominiert ist. Andere meinen, dass die prinzipielle Offenheit des Projekts auch für frauenfeindliche Personen gelte. Dass hier das Problem liegen könnte, glaubt Joseph Reagle, Autor von "Good Faith Collaboration: The Culture of Wikipedia." Jane Margolis von der Universität von Kalifornien in Los Angeles ist der Meinung, dass viele Frauen zu wenig selbstbewusst seien, um ihre Meinung in der Öffentlichkeit zu vertreten. Viele Frauen würden in traditionell Männer-dominierten Umfeldern ihre Kompetenzen anzweifeln.
Subtile Anreize bieten
Sue Gardner will den Frauenanteil mit subtilen Methoden steigern, indem beispielsweise stärker betont wird, dass alle Newcomer bei Wikipedia willkommen sind."
Auf die naheliegendste oder zumindest doch ebenfalls in Betracht kommende Erklärung wird bezeichnenderweise aber nicht hingewiesen: nämlich, dass sich Frauen für derartige Dinge nicht in demselbem Maße interessieren könnten wie Männer. Es müssen immer irgendwelche "höheren" Gründe sein, die den Frauen die Sache nur verleiden. Offenbar "darf" die letztgenannte Erklärung nicht sein. Gewissermaßen wird diese Möglichkeit aber auch schon ein Stück weit eingestanden, wenn "subtile Anreize" für das Mitmachen geschaffen werden sollen. Frauen müssen also erst dazu angehalten werden - und ob das klappt, steht in den Sternen. Männer machen es aber jedenfalls von allein.
Und man kann hier natürlich auch "gefährlicherweise" durchaus entsprechende Parallelen hinsichtlich der Situation in Führungsetagen und der aktuellen Diskussion hinsichtlich der Frauenquoten sehen.
Feministinnen rennen damit gegen eine ihnen unangenehme Wirklichkeit an
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...und erlöse uns von dem Bösen.
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Puffbesucher,
01.02.2011, 16:36
- Die "gläserne Decke" bei Frauen ist ihre Schädeldecke... - Polarisator, 01.02.2011, 17:06
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Zeitgenosse offline,
01.02.2011, 17:45
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Müller,
01.02.2011, 18:35
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