Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Frauenhäuser ...

unwichtig, Tuesday, 01.02.2011, 01:54 (vor 5463 Tagen)

... dazu habe ich wieder so eine Geschichte.

Eine Nachbarin, die erst kurz in der Wohnung ist, zieht nun hier in einer Nacht-und-Nebel-Aktion aus. Schon als sie die Wohnung übernommen hat, hat sie den Strom so lange nicht umgemeldet, bis sie ohne Strom war. Schon damals sagte ich mir, was das für eine ist. Sie brachte es aber immer wieder fertig, ihr Umfeld (auch mich, da mich so ein Mensch auf gewisse weise interessiert) für sie tun zu lassen (irgendwie kommt mir das auch über diese Diskussionen über Borderliner bekannt vor). Soviel zum Anfang der Geschichte.

Es war immer mal eine pause, in der ich keinen Kontakt über Wochen mit ihr hatte (beim ersten Kontakt stand sie mit gesenktem Kopf vor mir - sie ist auch gut 15 cm kleiner wie ich, obwohl ich selbst nur 170 cm groß bin) und bat mich, ihr ein wenig Kaffeemehl zu leihen. Das machte ich auch, da sie ja auf der gleichen Etage nun wohnte und man ja nicht gleich als asozial auffallen wollte. Sie gab mir das Kaffeemehl auch ein paar Tage später zurück (allerdings hat sie gelogen und wollte mir nur nicht sagen, daß sie kein Geld mehr dafür hat).

Ich selbst bin ja einer, der sich nicht mehr viel aus Frauen macht, aber das richtige Alter hat er mir in die Nachbarschaft gesetzt. Sie ist 40 und ich 45. Ich habe ihr einige male gesagt, daß man Beziehungen über das Netz vergessen kann. Da kam dann der erste, da war sie Feuer und Flamme, das aber schnell zu Ende war. Dann kam zu Neujahr der nächste mit Feuer und Flamme das - dachte ich - nachdem sie ihn in der Oberpfalz besucht hatte, auch schon wieder vorbei wäre (und davon gehe ich auch noch aus).

Und nun will sie innerhalb einer Woche ihre Wohnung hier aufgeben (meiner Meinung nach zieht sie in einer Nacht-und Nebel-Aktion hier aus) ohne daß der Vermieter etwas mit bekommt und was meine Info ist und das hat sie zum einen vor einem Nachbarn, wohl mit Berichtigung, und von mir und dabei weiß ich, daß sie sich berichtigt hat: sie geht in ein Frauenhaus. Sie nannte das dann geschönt eine Notunterkunft. Das, was ich selbst am Telefon mit bekam ist, daß sie das Zimmer in dem Frauenhaus bekommt.

Der Ort in der Oberpfalz, in den sie heute Nacht fährt, hat auch ein Frauenhaus!

Ich weiß nur, daß sie zwei Kinder hat (16 und 18) die nicht mehr bei ihr leben, daß sie verlebt aussieht und wohl die letze Zeit an die 20 Umzüge hinter sich hat (quer durch die Republik) und dabei nicht selten mit viel mehr als der Kleidung am Leib ankam - auch mit ihren Kindern.

Da ich die Vermutung habe, daß sie nur vor dem Kukuckskleber flieht (es gibt massig ungeöffnete Post, die nun auch noch in meiner Wohnung ist, da man sich nicht desozialisiert geben will), glaube ich, daß diese Frauenhäuser auch Kapitalismusflüchtlinge des weiblichen Geschlechts Unterschlupf bieten.

Vielleicht demnächst mehr dazu, da ich in dieser Sache sehr mit involviert bin. Ich bin echt gespannt, was sich daraus machen läßt!


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