Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Revolutionäre Dynamik

Cardillac, Saturday, 29.01.2011, 00:34 (vor 5466 Tagen) @ Polarisator

Die Männerbewegung ist keimhaft eine revolutionäre, weil Befreiungs-
Bewegung. Sollte sie sich jemals in dem Maße entfalten, als das einer
revolutionären Bewegung möglich ist, dann werden wir auch die gleichen
Zustände haben, wie sie die Geschichte kennt.

Ob das so ist, wird man sehen.

Der Kampf gegen den Feminismus gibt sich antistaatlich. Hierin besteht das freiheitliche Motiv der Männerbewegung. Ein antistaatlicher, konservativer Liberalismus ist jedoch passend für eine Gesellschaft unabhängiger, selbständiger Kleinproduzenten: Ärzte, Architekten, Anwälte, Handwerker, Gewerbetreibende. Eine Gesellschaft wie die heutige, mit tief vernetzter und hochkomplexer Arbeitsteilung, extrem verwissenschaftlicht, mit fortgeschrittener Technologie und ihrem immensen Bedarf an öffentlicher Infrastruktur in Verkehr, Bildung, Medizin usw. kann sich nicht mehr auf der schlichten Basis liberaler Grundsätze organisieren. Insofern lohnt ein Blick auf die Kommunistische Bewegung, die staatliche Bevormundung mit Hilfe einer Rätedemokratie abschaffen wollte. Die aufständischen Arbeiter der Pariser Kommune entdeckten diese politische Form und Karl Marx erkannte sofort in ihr ein Mittel der Befreiung und Überwindung des Staates und der kapitalistischen Ökonomie.

In der Männerbewegung sind diese Gedanken alles andere als populär. Dennoch: Der hochentwickelte Stand unserer Vergesellschaftung kann nicht durch ein liberales politisches Modell organisiert werden, welches zu einer Gesellschaft kleiner, konkurrierender Einzelunternehmer passt.

Eine Rückführung unserer Gesellschaft auf radikalliberale Grundsätze würde ihren Niedergang nur noch mehr beschleunigen und direkt in die Mafiaherrschaft führen. Die Klientel des EU-Forums scheint diesen Weg zu gehen. Befreiung von staatlicher Bevormundung muss heute aus einem anderen Bewusstsein erfolgen als zu Zeiten, als noch in den deutschen Ländern der preußisch Junkerische Obrigkeitsstaat herrschte. Die Reduktion des Staates ist übrigens nicht einmal dort gelungen, wo sie explizites Programm war, z.B. bei Thatcher in England. Das Land war nachher praktisch deindustrialisiert aber die Staatsquote war schon in ihrer Regierungszeit wieder am wachsen.

Kurz: Mit Liberalismus werden wir weder Staat noch Feminismus los. Er funktioniert nur noch zwischen Verbrecherbossen


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