Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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korrigierte Version (danke Flint)

Nikos, Athen, Friday, 28.01.2011, 22:07 (vor 5466 Tagen)

Feministinnen

Vor allem
verabscheue ich
die selektive Wahrnehmung
der Realität
und den Mangel an Dankbarkeit.
Wenn wir um uns herum schauen,
nur solange ein wertloses Moment dauert,
nur eins von den Tausenden von Momenten,
sehen wir folgendes:
Wir leben in relativer Sicherheit,
ausreichend entfernt von den Taliban
und anderen Fanatikern,
von Löwen,
Tigern,
Piranhas,
Dinosaurier,
Schaben,
schlechtem Wein,
langweiligem Sex,
Bäumen, die umfallen und töten,
Flüssen, die anschwellen,
Verbrechern,
Dieben,
Betrüger,
Verrückten usw.
Wir haben weitgehend
die zerstörerischen Triebe der Natur
gezähmt.
Wir haben einen Weg gefunden,
Rosen ohne Dornen zu genießen.
Wir leben im Komfort,
wenn nicht im Luxus,
mit vollen Kühlschränken,
gut abgefüllten Mülltonnen,
wasserdichten Dächern,
mit Heizung im Winter
und Kühlung im Sommer,
haben Straßen und Gehwege,
verschwenderisch viel Licht,
fließendem Wasser,
heiß und kalt,
Parks,
Schwimmingpools,
Immobilien,
Autos,
Maschinen, die fast alle Arbeiten übernehmen.
Wir haben Schiffe, die uns in den Urlaub fahren.
Flugzeuge, die uns die Möglichkeit geben,
Liebe in Paris zu machen.
Wir haben Chirurgen,
um kranke Herzen und Gesichter zu retten.
Wir haben Telefonnetze,
die den Austausch von Kochrezepten ermöglichen
und tragende Wände,
an denen wir,
Bilderrahmen mit Hochzeitsfotos
aufhängen können.
All dies,
oder zumindest das Meiste davon,
wurde von Männern entdeckt,
hat sich durch Männer entwickelt,
ist durch Männer vorbereitet,
wird von Männern betrieben
von Männern gebaut,
von Männern geschützt,
von Männern betreut,
von Männern verbessert,
durch Männer verewigt.
Durch unbedeutende Männer,
mit Glatzen,
kleingeratene,
dicke,
häßliche,
schwächliche,
schiefgewordene,
verkrüppelte,
unbekannte,
mißachtete,
nicht wahrgenommene,
nicht existente.
Welche keine Witze erzählen können,
welche nicht tanzen können,
oder die sich schämen,
die nicht wissen, was Liebe bedeutet.
Mit verrottendem Körper,
bis oben abgefüllt
mit Entsetzen.
Und Alkohol
und Glücksspiel
und Tabak,
um ihrem einzigartiges Schicksal,
wenn auch nur für kurzer Zeit,
zu entgehen.
Psychisch am Tiefpunkt,
durch das unaufhörliche Gemetzel,
von jeweils fünfundvierzig Jahren in Folge,
in den verschiedenen Fabriken
der menschlichen Destillation.
Welche unter Lebensgefahr,
ohne Ausweg und Hoffnung,
unter unmenschlichen Bedingungen arbeitend,
im Bergbau,
bei der Ölbeschaffung,
in Diamantenwerken,
dem Fischfang,
auf Bauernhöfen,
bei der Müllentsorgung,
der Kanalisation,
dem Militär,
der Polizei,
Feuerwehr,
Transport von Gütern und Menschen,
an Baustellen,
am Autobahnbau,
bei Kern- und Wasserkraftwerken,
in fast allen Nachtschichten,
in jeder Art von harten und schweren Arbeiten.
in langweiligen, schmerzhaften, schwächenden,
gleichgültigen, zerstörerischen, dummen Arbeiten,
welche das Knochenmark Tropfen für Tropfen absaugen.
Alles Männer,
zu 99%,
krank von all dem,
nach und nach völlig verrückt,
die schmelzen und verbleichen
und ihr Haar verschwinden sehen,
es in dessen Bäuche stapeln sehen
und innerhalb der Köpfen.
Die schneller sterben,
durch die dauerhafte Übermüdung.
Die einander schlachten,
weil dann wenigstens jemand aufmerksam wird.
Die mit dem Wunsch enden,
schnellstmöglich sterben zu wollen.

Nur um bequem Eingenistete zu ertragen,
welche in luxuriösen, klimatisierten Büros hocken,
fast immer während des Tages,
vom Wochenende in der Natur rosarot geworden,
schlank und gesund durch Fitnessstudio und Yoga,
gewaschen, frisch, duftig,
luftig, stolz, wie Göttinnen, übernatürlich,
dennoch wie von Geisterhand häßlich und lieblos,
mit Begeisterung und großen Ideen,
aber auch,
wenn nötig,
mit aufgerissenen Augen,
Blick, der Feuer spuckt,
Mund, der schäumt,
arrogantem Stil
und eine dampfende Tasse Cappuccino vor ihnen,
welche sich beschweren,
schreien,
drohen,
verhöhnen,
fordern,
bescheinigen,
Reden halten,
für Zeitungen schreiben,
laut verkünden,
sich die Kleider theatralisch zerreißen,
dass echte Männer verschwunden sind,
sie nicht mehr gibt und wir neue brauchen

--
*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

zerstörte Version

DvB, Saturday, 29.01.2011, 22:54 (vor 5465 Tagen) @ Nikos

Feministinnen

Vor allem verabscheue ich die selektive Wahrnehmung der Realität und den Mangel an Dankbarkeit. Wenn wir um uns herum schauen, nur solange ein wertloses Moment dauert, nur eins von den Tausenden von Momenten, sehen wir folgendes: Wir leben in relativer Sicherheit, ausreichend entfernt von den Taliban und anderen Fanatikern, von Löwen, Tigern, Piranhas, Dinosaurier, Schaben, schlechtem Wein, langweiligem Sex, Bäumen, die umfallen und töten, Flüssen, die anschwellen, Verbrechern, Dieben, Betrüger, Verrückten usw. Wir haben weitgehend die zerstörerischen Triebe der Natur gezähmt. Wir haben einen Weg gefunden, Rosen ohne Dornen zu genießen. Wir leben im Komfort, wenn nicht im Luxus, mit vollen Kühlschränken, gut abgefüllten Mülltonnen, wasserdichten Dächern, mit Heizung im Winter und Kühlung im Sommer, haben Straßen und Gehwege, verschwenderisch viel Licht, fließendem Wasser, heiß und kalt, Parks, Schwimmingpools, Immobilien, Autos, Maschinen, die fast alle Arbeiten übernehmen. Wir haben Schiffe, die uns in den Urlaub fahren. Flugzeuge, die uns die Möglichkeit geben, Liebe in Paris zu machen. Wir haben Chirurgen, um kranke Herzen und Gesichter zu retten. Wir haben Telefonnetze, die den Austausch von Kochrezepten ermöglichen und tragende Wände, an denen wir, Bilderrahmen mit Hochzeitsfotos aufhängen können. All dies, oder zumindest das Meiste davon, wurde von Männern entdeckt, hat sich durch Männer entwickelt, ist durch Männer vorbereitet, wird von Männern betrieben von Männern gebaut, von Männern geschützt, von Männern betreut, von Männern verbessert, durch Männer verewigt. Durch unbedeutende Männer, mit Glatzen, kleingeratene, dicke, häßliche, schwächliche, schiefgewordene, verkrüppelte, unbekannte, mißachtete, nicht wahrgenommene, nicht existente. Welche keine Witze erzählen können, welche nicht tanzen können, oder die sich schämen, die nicht wissen, was Liebe bedeutet. Mit verrottendem Körper, bis oben abgefüllt mit Entsetzen. Und Alkohol und Glücksspiel und Tabak, um ihrem einzigartiges Schicksal, wenn auch nur für kurzer Zeit, zu entgehen. Psychisch am Tiefpunkt, durch das unaufhörliche Gemetzel, von jeweils fünfundvierzig Jahren in Folge, in den verschiedenen Fabriken der menschlichen Destillation. Welche unter Lebensgefahr, ohne Ausweg und Hoffnung, unter unmenschlichen Bedingungen arbeitend, im Bergbau, bei der Ölbeschaffung, in Diamantenwerken, dem Fischfang, auf Bauernhöfen, bei der Müllentsorgung, der Kanalisation, dem Militär, der Polizei, Feuerwehr, Transport von Gütern und Menschen, an Baustellen, am Autobahnbau, bei Kern- und Wasserkraftwerken, in fast allen Nachtschichten, in jeder Art von harten und schweren Arbeiten. in langweiligen, schmerzhaften, schwächenden, gleichgültigen, zerstörerischen, dummen Arbeiten, welche das Knochenmark Tropfen für Tropfen absaugen. Alles Männer, zu 99%, krank von all dem, nach und nach völlig verrückt, die schmelzen und verbleichen und ihr Haar verschwinden sehen, es in dessen Bäuche stapeln sehen und innerhalb der Köpfen. Die schneller sterben, durch die dauerhafte Übermüdung. Die einander schlachten, weil dann wenigstens jemand aufmerksam wird. Die mit dem Wunsch enden, schnellstmöglich sterben zu wollen.

Nur um bequem Eingenistete zu ertragen, welche in luxuriösen, klimatisierten Büros hocken, fast immer während des Tages, vom Wochenende in der Natur rosarot geworden, schlank und gesund durch Fitnessstudio und Yoga, gewaschen, frisch, duftig, luftig, stolz, wie Göttinnen, übernatürlich, dennoch wie von Geisterhand häßlich und lieblos, mit Begeisterung und großen Ideen, aber auch, wenn nötig, mit aufgerissenen Augen, Blick, der Feuer spuckt, Mund, der schäumt, arrogantem Stil und eine dampfende Tasse Cappuccino vor ihnen, welche sich beschweren, schreien, drohen, verhöhnen, fordern, bescheinigen, Reden halten, für Zeitungen schreiben, laut verkünden, sich die Kleider theatralisch zerreißen, dass echte Männer verschwunden sind, sie nicht mehr gibt und wir neue brauchen

Hab Dein Kunstwerk mal vernichtet. :o

Zur
be
sse
ren
Les
bar
ke
it

:-)

Bedenke: Wer alles betont, betont garnichts mehr.

Noch Grammatik-Hinweise:
- "wertloses Moment"; "eins" - Es gibt Moment in zweierlei Bedeutungen. In der temporalen Bedeutung, die Du anscheinend meinst, ist der Moment männlich. Das Moment (sächlich) könnte sowas wie das Drehmoment sein, oder irgendein Aspekt von etwas. Etwa das feministische Moment in einer Studie über Einkommensunterschiede oder so.
- "Dinosaurier" - Dinosaurieren?
- "haben [...] fließendem Wasser" - *fließendes
- "Wir haben Chirurgen, um kranke Herzen und Gesichter zu retten." - Also nimm vllt 'reparieren' statt 'retten'. Unter 'kranke Herzen retten' versteht man sonst etwas völlig Unchirurgisches. (Das war im griechischen Original sicher nicht beabsichtigt, vermute ich mal.)
- "an denen wir, Bilderrahmen" - Komma weg
- "wird von Männern betrieben" - Komma danach
- "um ihrem einzigartiges Schicksal, wenn auch nur für kurzer Zeit, zu entgehen." - einzigartigen
- "schweren Arbeiten. in" - Komma statt Punkt
- "es in dessen Bäuche stapeln sehen und innerhalb der Köpfen." - Da blick ich nicht durch.
- "und eine dampfende Tasse Cappuccino" - einer dampfenden
- "sie nicht mehr gibt und wir neue brauchen" - es sie nicht mehr gibt

zerstörte Version

Nikos, Athen, Sunday, 30.01.2011, 01:49 (vor 5465 Tagen) @ DvB

Vorab schon mal herzlichen Dank für deiner Bemühung! :)

Vor allem verabscheue ich die selektive Wahrnehmung der Realität (...) dass echte Männer verschwunden sind, sie nicht mehr gibt und
wir neue brauchen[/i]

Hab Dein Kunstwerk mal vernichtet. :o

Das macht mir überhaupt nichts! Danke, auch dafür!

Zur
be
sse
ren
Les
bar
ke
it
:-)

Im Ernst: Ich will überhaupt keine bessere Lesbarkeit. Ich will nicht, dass alles, aber auch wirklich alles, so toll-genial einfach ist. Der Grund: In der Wirklichkeit, nichts, gar nichts, ist einfach. Alles hat einen bestimmten Weg, wie es geboren wird, wie es lebt, wie es stirbt, wie es gemacht wird. Die Relation von dem, was jemand machen muss, zu dem, was man dafür bekommt, macht alles schwer, wenn nicht schwer, dann zumindest nicht einfach. Diese Denke von "einfach" und "easy" geht mir auf den Kicker :)

Es ist schwer von Frankfurt nach München zu Fuß zu gehen. Aber es ist plötzlich sehr leicht, wenn dort eine Million Euro auf mich wartet, oder Monica Belucci. Wäre ich AS und Du eine Feministin, wäre das ein tolles Gedicht, natürlich mit umgekehrten Rollen. Einfach ist, wenn man Vorteile hat. Tja, was solls, scheis Leben..

Wenn jemand "Nikos" lesen möchte, dann muss er das unter Einsatz seines Lebens machen wollen :) Oder nach die ersten sieben Zeilen aufgeben. Ich will keine Bewunderung, und auch kein Geld, von Leuten die meinen, das Leben wäre einfach. Denn insgeheim wissen sie das auch: Nichts ist einfach, aber wenn sie lange und hart genug drauf bestehen, macht sich das der einer oder anderer einfach, lässt mit der Aufmerksamkeit nach und der Einfachheitsguru hat einen leichteren Spiel. Ich denke nur darum geht es. Noch so eine Lebensbewältigungstrategie auf Kosten anderer. Abgesehen davon, mit Sachen die einfach sind, hatte ich immer Probleme: Ich kann mich beim besten Willen kaum dafür interessieren :)

Bedenke: Wer alles betont, betont garnichts mehr.

Absolut richtig.

Deshalb liegt die Betonung allein im Titel. Und deshalb muss der Rest konfuz sein. Der Rest, also alle drei Seiten, könnte mE und meinetwegen als belangloser Stuss betrachtet werden. Für Männer uninteressant, weil sie das so erleben. Für Frauen uninteressant, weil sie sowas kaum lesen. Für Femis uninteressant, weil sie an die Macht sind, sie machen sich erst gar nicht die Mühe, wenn der Titel nicht von weibliche Unterdrückung in Peru spricht. Allerdings: Das Geschriebene ist nicht mal ansatzweise so schwer zu lesen, wie das Beschriebene zu erleben. Ich kann von Menschen nicht erwarten, die das Ding nicht einmal lesen können (oder wollen, was auch immer..), zu verstehen, was ein Metalarbeiter im Laufe seiner Karriere durchmacht. Solche Leser, die das besser lesbar brauchen, brauche ich wiederrum nicht :) Die wissen eh nicht wovon ich spreche.

Das ist gar nicht böse gemeint, ich erkläre dir nur wie ich denke. Vielleicht liege ich da ganz falsch, aber so denke ich, ich kann nicht anders.

Also, was soll das Ganze? Im Ernst, ich weiss es wirklich nicht.. Ich habe keine Ahnung. Ich musste es schreiben, und so geschah es. Hat nicht mal so viel Zeit in Anspruch genommen. Aber für mich! Ja, für mich war es wichtig, es mal geschrieben zu haben. Sehr wichtig sogar. Grund dazu? Unbekannt.

Ich konnte direkt nach dem Titel drei Punkte machen, also so in etwa:

Feministinnen

...

und das Ding hätte das gleiche Gewicht wie jetzt. Das hat aber bereits jemand vor mir und noch sehr viel eindeutiger getan, allerdings für ein anderes Thema, und ich dachte mir, dass ich das nicht wiederholen will (Jacques Prévert)

Anscheinend gibt es noch einige, die das gelesen haben, somit sind wir mehr als Einer, somit ist das ein Kunstwerk :P
Ein Gutes? Ein Schlechtes? Tja, egal. Wenn es den guten Pierre Soulages schon mal gibt, dann ist der Rest, hm, wie soll ich sagen..? Na ja, ich weiss nicht, wie ich das sagen soll..

Noch Grammatik-Hinweise:

Wirklich, besten Dank dafür!

Die Sache mit den Chirurgen habe ich so wie geschrieben gemeint, jeder soll verstehen was er will :)

Deutsch ist echt schwer, aber dafür auch sehr stark. Allerdings, einer Schreiber, der in eine andere als die Muttersprache schreibt, muss fast ein Idiot sein

--
*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

Fortsetzung

DvB, Sunday, 30.01.2011, 04:58 (vor 5465 Tagen) @ DvB

http://www.wgvdl.com/forum/index.php?id=168903

Also, da sind wir wohl eine Meinung. Schmieds-dummheit ohne Ende,

Ich merke es wohl, drum hab ich auch Hoffnung, Du verstündest, wovon ich rede - sonst hätt ich Dir die Geschichte nicht erzählt.

Alles in allem, ein sehr interessanter Austausch. Für mich zumindest.
Vielen Dank dafür.

Dann mal weiter im Text... ;)

Ja klar, es ist auch das Selbe: Dichten, salzig, süß, bitter sein, alles
das Selbe.

Es ist nicht "dasselbe", aber es gibt ganz banale Parallelen. Dichten ist dichten und nicht nichtdichten, salzig ist salzig und nicht unsalzig, süß ist süß und nicht unsüß, bitter ist bitter und nicht unbitter. Das ist doch nicht so schwer? Was schränkt daran Deine dichterische Freiheit ein? Deutest Du sie als Narrenfreiheit? Als Freiheit, Unfug zu verzapfen?

An der Moment, wo Poesie auch normiert wird, an der Moment werde
ich mir meine beide Hände abhacken, das Zweite wohl mit Fremdhilfe.

Poesie (von gr. ποίησις poiesis) bedeutet "Erschaffung". Du siehst, der Moment liegt schon locker 2000 Jahre zurück. Überleg Dir das mit den Händen lieber nochmal. ;)

Und: ich sage keineswegs, Dein Werk sei nicht poetisch. Aber lyrisch ist es nicht. Es ist Prosa, weil der Form nach Vers, Versmaß, Strophenbau fehlt, ganz einfach.

Ich weiß, im 20. Jahrhundert wurden bereits die Anti-Gedichte erfunden. Da bist Du etwas spät dran, mit Deinem so revolutionären antidichterischem Freiheitsdrang. Epigone! :D

Wieso glaubst Du, die Form sei Dein Feind? Das ist doch krank. Diese Antidichtung ist nichts weiter als eine Dekadenzerscheinung, wie es sie in dieser kranken Gesellschaft in einfach jeder Hinsicht gibt und von Mal zu Mal sich in der Dummheit zu überbieten versucht wird. Die Form ist nicht Dein Feind. Sie schreibt Dir auch nichts vor. Du schreibst wie Du willst. Und dann sieht man ja, was es geworden ist. Es gibt nunmal drei Stilrichtungen in der Poesie. Und ein Werk kann durchaus Elemente aus allen haben. Und wenn es was anderes geworden ist, als Du dachtest das es werden sollte, ist das halt so. Oder Du erklärst es zu Schrott, weil es nicht so geworden ist wie Du dachtest. Kannst Du doch machen, wie Du möchtest. Aber drauf zu bestehen, es sei dieses und jenes, weil es das zwar nicht ist aber blabla-wegen-der-Freiheit-heul - das ist einfach lächerlich, infantil. Gleichstellungssyndrom ist das, Junge! ;)

Lass
bitte zumindest die Kultur frei, sie braucht deinen Regeln-Sarg nicht.

Nix da, die Kultur ist unser wichtigstes Lebenselement überhaupt. Die wird net geschrottet!

Wenn
dir etwas nicht gefällt, kannst du es auch so sagen,

Das hab ich nicht gesagt und auch nicht gemeint. So schlecht finde ich es nicht.

aber nicht daraus das Ende der Welt herbeifantasieren.

Das hab ich auch nicht gemacht. Es scheint Dir nur so vorzukommen. Weil ich bestreite, daß es ein Gedicht ist. Und es ist nunmal kein Gedicht.

Übrigens, der Zuckergehalt in Schokolade
ist seit dem 60ern um fast 600% gestiegen. Kanns Du Dir das erklären?

Ja. - Weil alle schwul geworden sind! :o

Was meinste wohl, warum nachm Mittelalter alle von Schwerten auf Degen umgestiegen sind? :o

Begriffdefinitionsbeauftragter?

Richtig. Kultursachwalter!

Bitte gehe lieber Kuchen backen, aber
niemals was anderes hineintun, als auf dem Rezept vorgegeben.

Wieso nicht? Du meinst wohl, wenn dann ein Brot oder ne Pizza dabei rauskommt, fange ich an zu flennen und bestehe darauf, daß es jeder als Kuchen anerkennt?

95% der
Weltliteratur ist für den Arsch, und keiner wagt es zu sagen, dass der
König völlig nackt ist.

Ach doch, ich "wage" es.

Höre es also von mir: 95% der gesamten
Weltliteratur ist für den Arsch,

Wir Desperados, wir.

und der Hauptgrund dafür ist, nein,
nicht der Form, sondern das Festklammern an der Form, welches jede
Kreativität tötet.

Nein, der Grund ist der, daß raffinierte Betrüger am Werke sind. Eben genau wie die beiden Schneider des nackigen Königs. Begriffsfälschungen mögen auf ihre Art "kreativ" sein. Etwa so kreativ, wie Stalin, als er einen für einen Neurervorschlag wegen Sabotage in den Gulag schickte.

Die jenigen, die in der Vergangenheit Form benutzten, haben diese Form
selbst erschaffen, aus dem Nichts, sie haben sie nicht in irgendwelche
Bücher gefunden, mit dem Titel "Wie werde ich ein toller Schriftsteller"

Richtig. Und doch waren diese Formen - insofern es poetische Formen waren - stets Epik, Lyrik, Dramatik oder Mischformen daraus. Selbst wenn sie nichts davon wußten.

Aus dem Nichts etwas neues machen, darum geht es.

Nunja, das ist Hybris. Der Wunsch mag ja nicht schlecht sein. Doch aus dem Nichts funktioniert es eben nicht. So kommt es nur, daß Du glaubst, Meister sein zu können, ohne auch nur das Handwerk wenigstens erstmal gelernt zu haben. Und weil das heute die große Mode ist, und weil man Dir auch noch Honig darob ums Maul schmiert, glaubst Du das auch noch.

Heute gibt es fast nur Kopien.

So wie Du mit Deinem Anti-Gedicht. :o

Der Welt etwas mitteilen, was die Welt weiterbringt, darum geht es.

Sicher.

Nein, Kunst ist nicht gestorben, nur weil einige Künstler tod sind.

Sie liegt gar übelst darnieder!

Das Vogelchen, fliegt schön am Himmel,
wahnsinnig stolz auf seinen Pimmel.
Wäre bloß der Verstand vorhanden:
Auf dem Monde würde es landen.
Nikos, aus dem Forum

Versmaß. In der letzten Zeile ist eine Silbe zuviel. Merkst Du das nicht?

Willst du mir etwas sagen, wovon ich noch nicht weiß?

Vielleicht. Ich weiß ja nicht, was Du schon weißt, von dem, was ich Dir sage.

Demokratie bedeutet nicht die Versklavung durch Regeln.

Demokratie bedeutet Idiotie. Nicht bloß in der Kunst. Die Idiotie von der Gleichheit und die Idiotie von der Narrenfreiheit. Und Blutspur von den Jakobiniern bis nach Guantanamo, 9/11 und Afghanistan, wo selbige herbeigebombt wird. Und Rauschgifthandel, Millionen von Drogentoten und Opiumfelder, bewacht von der Bunzelwehr gegen phöse Talibäne. Und Kindesmißbraucharschfickerei.

Demokratie
bedeutet Regeln befolgen, die von der Mehrheit getragen werden.

Wann wird ein System von der Mehrheit "getragen"? Solange es noch keine Revolution gibt? Heute wählen Weiber Regierungen, die Kriege lostreten. Aber die Weiber ziehen nicht in den Krieg. Was verstehst Du unter "tragen"? Demokratie ist organisiertes Verbrechen, organisierte Verantwortungslosigkeit.

Diese
können wieder abgeändert werden, wenn es für die Mehrheit sinnvoll
erscheint.

Na, auf den Blutzoll für die Regeländerung bin ich gespannt.

Dichterlesungen nur von Dichtern besucht werden. Auch nicht dafür, dass
Kunst mittlerweile als das angesehen wird, was die Künstler daraus gemacht
haben: Ein Übel, welches aber Ansehen verschafft, wenn man so tut, als ob
man es versteht.

Na, warum ist das so? Wegen dem Festhalten an der Form? Quatsch. Festhalten an der Form tun doch bloß noch ein paar "ewiggestige" Konservative. Aus Hilflosigkeit, das wenige noch Vorhandene wenigstens zu bewahren, wenn es schon nicht mehr lebendig ist. (Aber Du behauptest, die Kunst sei nicht tot. Mag vllt. stimmen - aber sie ist es zumindest so gut wie.) Die Masse hat mit der Form überhauptnichts im Sinn. Außer allenfalls, sie haßerfüllt zu zerstören. Perlen vor die Säue. Du glaubst wohl, Kunst lebte außerhalb der Form? Das ist Unsinn. Eine jede Kultur gebiert und bildet ihre Form. Hin zu ihrem höchsten Ausdruck. Und jede Kultur vergeht mit ihrer Form. Das ist die Lehre der Geschichte. Die Formlosigkeit ist nichts anderes als Zeichen für finale Auflösung und Zersetzung. Der Formenklau und das wahllos uninspirierte Zusammenstümmeln aller Formen ist Ausdruck der abgestorbenen Identität gesichts- und charakterloser Massenmenschen. Menschenschablonen, Karikaturen. Zu jeglicher Kreativität vollkommen unfähig.

Das Problem ist nicht der Form, oder das Fehlen der Form,
das Problem ist das Festklammern an der Form, egal ob sie notwendig ist
oder nicht.

Die Form ist immer notwendig. Das Festklammern an der Form ist zwar nicht mehr potent, aber es ist der letzte schwache Funken Lebenswille.

Poeten sind Poeten, Formisten sind Formisten, um mit deine Begriffe zu
sprechen.

Ich stimme dem auch zu. Doch wenn die Poeten die Form per se ablehnen, sind sie nur noch lächerliche, impotente Karikaturen.

Aber Nudeln allein machen sehr wohl eine tolle Suppe, oder? Tja, sorry,
mir ist die Wassersuppe viel lieber als trockene ungekochte Nudeln.

Welcher Teil von "Nudeln allein genausowenig" war so unverständlich?

Wovon redest du überhaupt?

Gleichnisse, die Du nicht verstehen willst, weil sie nicht in Dein anarchisches Formlosigkeitskonzept passen.

Hast du irgendwann irgendetwas geschrieben,
was dir aus der Seele gesprungen ist, ohne dass du es auf Kunstseminare
gelernt hast, dafür aber mit deinem Leben erlebt hast?

Ja.

für die Mehrheit von Bedeutung sind, und zwar durch die Zeit hindurch. Es
gibt andere, die man direkt wieder vergessen will, und zwar mit Nachdruck.
Dabei ist und bleibt der Form nebensächlich. Du kannst gerne fest daran
halten, mir ist es egal.

Bei einem Sachbuch ist die Form vielleicht belanglos. Wie etwa beim Werke von Sun Tsu. Es hat eben eine chinesische Form. Die nicht interessiert, weil es uns nur auf den sachlichen Inhalt ankommt. Für die Chinesen hat diese Form aber durchaus eine Bedeutung. Die wir als Nichtchinesen aber nicht oder doch nur sehr schwer erfassen können. Der blumige Stil ist für uns eher störend und irritierend.

Für uns Abendländer ist der gothische Stil die uns eigene Form. Und der ist sehr sachlich, architektonisch-brachial und zugleich filigran, vertikal in die Höhe strebend. Du kannst das fühlen oder auch nicht - weil Du Deinen Wurzeln schon viel zu sehr entfremdet und entkernt bist. Oder als Grieche vllt. schon zu südlich, zu östlich, mehr mit der russischen Kultur zu schaffen hast.

Aha, Juden sind Schweine und Kunst ein Uhrwerk. Wovon redest du? Vielmehr,
worüber rede ich, mit dir...

Ich weiß nicht? Stehst Du etwa auf jüdische Kultur? Klezmergewimmer? :D

Trotzdem: Spring über deinen Schatten und lese das. Es wird dir gut tun.
Dannach kannst du es immer noch in dem Offen stecken.

Hm. Wenn er da mal nicht den typischen Juden raushängen läßt:
Ich kann nicht auf die Art Ihrer Verse eingehen; denn mir liegt jede kritische Absicht zu fern. Mit nichts kann man ein Kunst-Werk so wenig berühren als mit kritischen Worten: es kommt dabei immer auf mehr oder minder glückliche Mißverständnisse heraus.
Paar Zeilen weiter:
Wenn ich diese Notiz vorausschicke, darf ich Ihnen nur noch sagen, daß Ihre Verse keine eigene Art haben, wohl aber stille und verdeckte Ansätze zu Persönlichem
Alles klar. :D

Was er da schreibt, ist aber in einem Teil sicherlich richtig. Vom süßlichen jüdischen Gesäusel ins Deutsche übersetzt heißt es einfach: "Solange du andere fragst, was du "darfst", bist du kein Mann." ((C) by Robert) Der Rest: ein Rat zu verkrampfter Andersartigkeit, um mit hilfloser Gewalt so etwas wie Originalität zu erzwingen. Das ist genau der jüdische Zeitgeist, den wir heute haben - einem Volk mit Kern könnte sowas nicht entdünsten! Ein Künstler, der um seine Originalität bangt oder überhaupt für sonderlich wichtig hält, ist sicher keiner. Jedes Handwerk ist eine Kunst. Auf Originalität kommt es dabei keineswegs an. Sie kann zuweilen ein schöner Nebeneffekt sein. Eine gelungene Spielart der heimatlichen Form etwa eins Spatens, die dem Kunden neben der Funktionalität ein Stück Heimat und Bestätigung der eigenen Existenz und Zugehörigkeit gibt, wenn er damit zufrieden seinen Garten umgräbt. Die Bestätigung der unveränderten Form tut das aber im Wesentlichen auch. Sie ist keineswegs bloße "Kopie". Das ist Verunglimpfung! Das ist die virulente Implantation des Hasses auf das ureigenste Selbst! Die neuen Spielarten sind nur Zeichen, daß diese Form noch lebt und weiter ihre Vollendung sucht. Es geht also keineswegs darum, mit aller Gewalt "anders" zu sein. Das tut nur einer, der nicht in sich ruht, der sich seiner Sache nicht sicher ist, der keine Wurzeln hat, der in seiner ganzen windigen Existenz ein Sammelsurium aus zusammengeklautem Alles und Nichts ist, der keine eigene Identität und Zugehörigkeit besitzt, der seine Nichtigkeit, Belanglosigkeit und Irrelevanz unter Hochglanz, knalligen Farben und gezwungenen, gekünstelten vermeintlichen Maximalleistungen zu verstecken sucht (statt einfach gute und gediegende Arbeit zu tun und dabei seine Inspirationen einfließen zu lassen, wie sie ihm kommen) - DER ist ein Kopie und ein Verseucher und Mörder der Kultur!

Vielleicht verstehst Du nun besser, was ich mit dem Schwein und dem Uhrwek meine. Das ist nunmal der Jude, wie man ihn kennt. Also ab ins Feuer mit dem "Buch".

Lieber Mann, nicht die Perfektion ist schlecht, verstehe das doch, die
Perfektion durch Regeln erreichen zu wollen, das ist schlecht. Nicht nur
schlecht, das ist unmöglich.

Ich verstehe das vollkommen und stimme dem zu. Du lehntest die Form ab, als einengend usw. - nicht ich. Und ich habe auch keineswegs behauptet, die Perfektion sei durch die Form erreichbar. Nur eben nicht ohne sie. Wie Nudelsuppe nicht ohne Nudeln.

Schau: Du versuchst Kunst in einen Rahmen
fest zu nageln. Ich wiedersetze mich, das ist alles.

Es gibt immer einen Rahmen. So ist Kunst z.B. immer von der Nichtkunst zu trennen. Deswegen nennt man sie Kunst und nicht Nichtkunst. Widerstand ist zwecklos. Wir sind Borg. ;)

genau das wird in Gedichten versucht: Reim hinein zu tun, wo es wieder
angebracht, noch aus der Realität notwendig geworden ist, noch schön ist,
noch jemand braucht. Regeln, um des Regelns Willen. Wozu? Unsinn, weg
damit.

Ein Schwert ist nur dann ein Schwert, wenn es bestimmten Regeln gehorcht. Also Griff, Klinge, Parierstange etwa. - Und wenn es ein gutes Schwert ist, ist es z.B. gut austariert und stabil. Ästhätische Aspekte spielen auch eine Rolle, aber eine Nebenrolle. Zuerst muß das Schwert mal ein Schwert sein, sonst ist es kein Schwert. Dann muß es ein gutes Schwert sein, sonst ist es kein gutes Schwert. Und dann können wir uns über Schönheit und Eleganz unterhalten. So ist das mit einem Schwert. Man kann natürlich auch was aus Kaugummi kneten, verchromen und an die Wand hängen. Das wäre dann halt ein Nichtschwert.

In dem Fall wäre es ein Schwert, welches bei Benutzung nur den
Benutzer selbst schaden kann, ein wirkliches Kunstwerk unserer Zeit. Davon
sind wir aber weit entfernt, sowohl der Schmied, als auch Du, mit deinem
"nimm mir die Form nicht weg".

Solche Albernheiten sind halt kein Schwert. Nix gegen Karikaturen. Sie sind ja durchaus auch Kunst. Aber wenn ich ein Schwert will, will ich eben ein Schwert und keine Karikatur. Und wenn ich eine Karikatur will, will ich eben eine Karikatur und kein Schwert. Das Geblödel mit den Begriffsumfälschungen ist Bolschewismus.

Ich sage es dir: Es ist lächerlich, Kunst anders zu normieren, als durch
Zeit.

So ein Schwachsinn.

Verstehe doch: Ich rede davon, dass Dinge dich umbringen, wenn du sie
nicht schreibst, und du sagst "nur wenn sich das Ganze auch reimt". Wer
soll das bitte einsehen und für gut befinden?

Nee, Du bestehst darauf, daß ein Anti-Gedicht als Gedicht anerkannt wird. Und das kannst Du halt vergessen. Ob Du das einsiehst oder für gut befindest, ist vollständig irrelevant. Wenn Dich das "umbringt", hast Du eben Pech.

"Können" heißt nicht, Regeln aller Art zu beherrschen,

Doch! Genau das heißt es! Lern erstmal das Handwerk, bevor Du meinst, Meister sein zu können. Wenn Du die beherrschst, kannst Du sie auch vergessen und einschätzen, wo Du sie brechen kannst oder gar mußt und wo nicht. So wie Du erst Auto fahren lernen mußt, bevor Du die Kutsche im Schlaf beherrschst und nicht sklavisch denken mußt 'aha, jetzt muß ich das Gas bedienen und jetzt die Bremse und nun an dem Lenkrad drehen', sondern diese Regeln Dir in Fleisch und Blut übergegangen sind, über die Du nicht nachdenken mußt und sie virtuos beherrschst.

wie zB "es kommt
sowohl auf Inhalt als auch auf Form an". Das ist die Massgabe der heutigen
Zeit, welche uns dazu gebracht hat, Kunst insgesamt nicht ernst zu nehmen.

Die Idiotenkunst hat selbst dafür gesorgt, daß man sie nicht mehr ernst nimmt. Das ist keine Maßgabe, das ist gesunder Instinkt.

"Können" heißt, die Zeit zu überstehen.

Du meinst wohl, der heutige lächerliche Kitsch und abartige Dreck übersteht die Zeit? Der wird doch überhaupt nur von Lächerlingen und Schwachköpfen überhaupt erstmal angeguckt.

Nicht auf die Kleider kommt es
an, sondern auf das Weib, was drin steckt.

Was hat das mit Kunst zu tun? Und seit wann übersteht ein Weib die Zeit? :o

Allein wichtig bleibt: In sich
selbst suchen, suchen, suchen, evl da was finden, dann etwas daraus machen.

Soso - wie paßt denn das zusammen mit 'dass Dinge dich umbringen, wenn du sie nicht schreibst'? Mußt Du nun suchensuchensuchen oder platzt es aus Dir raus?

Der Rest ist einfach Nebensache. Es muss aus Dir herausexplodieren. Das ist
der erste Schritt. Der Zweite ist, genug gewartet zu haben.

Blöde Rezeptchen. Lern etwas, das Dir zusagt, gib Dir Mühe, bring es zur Meisterschaft - wenn es Dir gegeben ist, bringst Du damit gute Sachen zustande. Nicht albernes, bodenloses, bezugsloses Affentheater und Benennungsbrimborium. Nicht Suchenmüssen, kein "Warten" und keine "Explosionen". Das ist alles verschwurbelter Käse. Komm runter. Du hast keine Bodenhaftung. Darum wirbelst Du herum wie ein Blatt im Wind und läßt Dir obszönen Schwachsinn einreden

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zerstörte Version

DvB, Sunday, 30.01.2011, 06:15 (vor 5465 Tagen) @ Nikos

Das macht mir überhaupt nichts! Danke, auch dafür!

Bitte.

Im Ernst: Ich will überhaupt keine bessere Lesbarkeit.

Ich weiß schon. Daher ja auch "Zerstörung". :D
Vielleicht überlegst Du Dirs ja nochmal. ;)

Wenn jemand "Nikos" lesen möchte, dann muss er das unter
Einsatz seines Lebens machen wollen :)

:o

Ich denke nur darum geht es. Noch so eine Lebensbewältigungstrategie auf
Kosten anderer. Abgesehen davon, mit Sachen die einfach sind, hatte ich
immer Probleme: Ich kann mich beim besten Willen kaum dafür interessieren
:)

Na schön. Ich denke, ich verstehe das Konzept. Hab auch noch paar Tips. Du könntest die Satzzeichen weglassen oder gar irreführend setzen - und die Buchstaben durch einen Zufallsgenerator von Groß- und Kleinschreibung jagen. Ich denke, das dürfte für ordentlich Erschwernis sorgen. :)

Deshalb liegt die Betonung allein im Titel. Und deshalb muss der Rest
konfuz sein.

seufz
xD

(oder wollen, was auch immer..), zu verstehen, was ein Metalarbeiter im
Laufe seiner Karriere durchmacht. Solche Leser, die das besser
lesbar brauchen, brauche ich wiederrum nicht :) Die wissen eh nicht wovon
ich spreche.

Also eingebauter Schutz gegen Unbefugte, die im "belanglosen Stuß" rumschnüffen wollen. Raffiniert das. :P

Das ist gar nicht böse gemeint, ich erkläre dir nur wie ich denke.
Vielleicht liege ich da ganz falsch, aber so denke ich, ich kann nicht
anders.

Nuja. Ich denke, Du hast eine etwas gestörte Beziehung zu Deinen Kunstkonsumenten. Du willst sie ein bißchen quälen, damit sie mitkriegen, von welcher Qual Du redest. Soweit zwar nachvollziehbar, aber das Konzept wirkt schon ein bißchen platt und hilflos (und insoweit schonwieder lustig - aber nur durch die Erklärung, denn so darauf zu kommen, dürfte wohl ausfallen). Die Kunst sollte doch eher das Kunststück fertigbringen, die Qual auch ohne selber zu quälen darzustellen. Denn der Wert soll ja wohl darin liegen, etwas mitzuteilen. Und wenn sie das in sich selbst möglichst vereitelt, entwertet sie sich damit selbst.

Zum Vergleich: Ein Redner, der seine Zuhörer langweilt, gilt auch dann als schlechter Redner, wenn er mit seiner Rede über die Nachteiligkeit von langweiligen Reden referiert. Ähnlich dürfte da wohl auch Geheimkunst einzustufen sein. ;)

keine Ahnung. Ich musste es schreiben, und so geschah es. Hat nicht mal so
viel Zeit in Anspruch genommen. Aber für mich! Ja, für mich war es
wichtig, es mal geschrieben zu haben. Sehr wichtig sogar. Grund dazu?
Unbekannt.

Wie kommst Du darauf, daß Du der Künstler warst?

Wie sagte Nietzsche: "Woher weiß ich denn, daß ich es bin, das da denkt?" ;)

und das Ding hätte das gleiche Gewicht wie jetzt. Das hat aber bereits
jemand vor mir und noch sehr viel eindeutiger getan, allerdings für ein
anderes Thema, und ich dachte mir, dass ich das nicht wiederholen will
(Jacques Prévert)

Wie man sieht hat die Schreckangst vor Unoriginalität also auch ihre Vorteile. Oder anders gesagt: Nachteile (wegen der Qual). Naja.

Anscheinend gibt es noch einige, die das gelesen haben, somit sind wir
mehr als Einer, somit ist das ein Kunstwerk :P

Du zählst nicht mit, wenn Du nicht beweisen kannst, daß Du der Künstler warst. :o

Die Sache mit den Chirurgen habe ich so wie geschrieben gemeint, jeder
soll verstehen was er will :)

Achja, erstmal schauen, was andere da verstehen, bevor ich mich entscheide, was ich wohl gemeint haben könnte. Das dürfte wohl so eine Art Protodadaismus sein. Nicht gerade bahnbrechend. tztztztz

Deutsch ist echt schwer, aber dafür auch sehr stark. Allerdings, einer
Schreiber, der in eine andere als die Muttersprache schreibt, muss fast ein
Idiot sein

Keine Ahnung. Kann im Wesentlichen nur meine Muttersprache und käme sicher nicht auf die Idee, in anderer Sprache Kunst zu verfassen. Wobei es ein Muttersprachler von dort in den meisten Fällen gut übersetzen können sollte, wenn er mich fragen kann, was ich hier und da wohl gemeint haben mag

--
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Fortsetzung

Nikos, Athen, Sunday, 30.01.2011, 11:23 (vor 5465 Tagen) @ DvB

Bitte noch drei mal 15 Word-Seiten schreiben, um mir zu beweisen, dass es dir nicht gefällt, nein, nicht gefallen kann.

Schreib, schreib, die Form und Nietzsche werden alle deine Sorgen wegstellen.

Weiter weiter, jetzt ist die Zeit

--
*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

Fortsetzung

Nikos, Athen, Sunday, 30.01.2011, 11:39 (vor 5465 Tagen) @ DvB

Ich merke es wohl, drum hab ich auch Hoffnung, Du verstündest, wovon ich
rede - sonst hätt ich Dir die Geschichte nicht erzählt.

Ok.

Dann mal weiter im Text... ;)

Ok.

unsalzig, süß ist süß und nicht unsüß, bitter ist bitter und
nicht unbitter. Das ist doch nicht so schwer? Was schränkt daran
Deine dichterische Freiheit ein? Deutest Du sie als Narrenfreiheit? Als
Freiheit, Unfug zu verzapfen?

So, es gibt ganz banale Parallelen. Dichten ist Dichten. Salzig ist salzig. Ok. Bitte jetzt dreizehn Seiten schreiben, und mir erklären, weshalb das, was für dich salzig ist, für mich wie ein Kuchen schmeckt. Und dann noch vierundzwanzig weiteren, um zu analysieren, warum es mir vollkommen egal ist ;) Ich kenne Leute, die ein wenig Steak auf ihren Salz drauf machen, du anscheinend nicht. Deswegen reden wir noch darüber.

Nichts schränkt meine dichterische Freiheit ein, auch Du nicht. Zumindest solange etwas zu schreiben kommt.

Du redest Unsinn, gepfeffert mit Halbbildung. Ein richtiger Fall zum Lesen und amusieren.

Du bist mir relativ egal 

Poesie (von gr. ποίησις poiesis) bedeutet "Erschaffung". Du siehst,
der Moment liegt schon locker 2000 Jahre zurück. Überleg Dir das mit den
Händen lieber nochmal. ;)

Poesie bedeutet "Erschaffung"? Was du nicht sagst! Ich würde erwarten, dass es "unbedingt reimen!" bedeutet. Ich glaube es hackt, und weiter unten wirst Du sogar persönlich, aber wenn es sein muss, dann machen wir weiter.

Und: ich sage keineswegs, Dein Werk sei nicht poetisch. Aber lyrisch ist
es nicht. Es ist Prosa, weil der Form nach Vers, Versmaß,
Strophenbau fehlt, ganz einfach.

Du, es geht mir ziemlich am Arsch vorbei, ob es lyrisch, oder Prosa, oder Anti-Dings-Bums ist. Auch Deiner "Meinung" darüber, lässt mich vollkommen kalt. Mehr interessiert mich ein umgefallener Sack Reis in Südchina, echt. Es interessiert mich nicht mal, ob es poetisch ist. EGAL! :o

Ich weiß, im 20. Jahrhundert wurden bereits die Anti-Gedichte
erfunden. Da bist Du etwas spät dran, mit Deinem so revolutionären
antidichterischem Freiheitsdrang. Epigone! :D

Habe ich nie sowas von mir behauptet, geht mir trotzdem am Arsch vorbei. Es ist mir egal. Weißt Du was das heißt?

doch machen, wie Du möchtest. Aber drauf zu bestehen, es sei dieses
und jenes, weil es das zwar nicht ist aber
blabla-wegen-der-Freiheit-heul - das ist einfach lächerlich, infantil.
Gleichstellungssyndrom ist das, Junge! ;)

Nein, mein Lieber. Ich mag keine solche Kravate anziehen. Wenn die Dinge aus mir heraus in einer bestimmten ____Dir bekannten oder unbekannten____ Form rauskommen, dann ist das gut. Wenn nicht, dann ist das auch gut. Form ist nicht mein Feind, schreibt dir das irgendwo, damit du das nicht wieder vergisst. Es gibt keine formlose Sachen, nicht im ganzen Universum, das wissen wir. Es geht um deinen Formen , oder die Formen der Antike, oder was weiss ich welche, die Du mir drauf tun willst. Und darauf kannst du lange warten.

Es gibt genauso wenig drei Stilrichtungen bei der „Erschaffung“ wie die Welt eine Scheibe ist. Es gibt drei Dir und deinen Freunden „bekannte“ Stilrichtungen, also lass mich atmen.

Das Gleichstellungssyndrom hast Du, mich wundert es echt, dass du das nicht einsiehst. Lass mich doch an die Wand fahren, was ist dein Problem?

Nix da, die Kultur ist unser wichtigstes Lebenselement überhaupt. Die
wird net geschrottet!

Sie wird geschrottet, wenn sie nicht mehr atmen kann. Wenn sie Dir so wichtig ist, dann schreib BESSER und begeistere die Leute dafür! Kritiker! :P

An die Anfängen der Zugfahrt, haben „seriöse wissenschaftliche Studien eindeutig bewiesen“, dass der menschliche Körper niemals niemals niemals die ungeheuere teufliche Geschwindigkeiten von 50 Kmh überstehen kann, es wäre dafür nicht geschaffen. Drei mal darfst du raten, was daraus geworden ist.

Das hab ich nicht gesagt und auch nicht gemeint. So schlecht finde ich es
nicht.

Also! :) Ich verkaufe es Dir für einen Nacht durch die Bars, wo wir Bier trinken und Du bezahlst. So um die 150 Euro. Ok?

Das hab ich auch nicht gemacht. Es scheint Dir nur so vorzukommen. Weil
ich bestreite, daß es ein Gedicht ist. Und es ist nunmal kein
Gedicht.

Es ist ein Gedicht (Erschaffung=Poesie). Und Du hast das Ende der Welt herbeifantasiert, und du tust es weiter unten wieder :P

Und jetzt noch einmal mit dem Fuß auf dem Fußboden klopfen: „Es ist kein Gedicht!“

Ja. - Weil alle schwul geworden sind! :o

Nein, weil die Nerven auf die Zunge sich an die Zucker gewönnt haben. So wie Du auf die Versen, die immer auf ein A enden müssen, wenn sie davor auch auf ein A geendet sind.

Was meinste wohl, warum nachm Mittelalter alle von Schwerten auf Degen
umgestiegen sind? :o

Weil sie es konnten?

Richtig. Kultursachwalter!

Beruf wechseln: Brotbäcker passt zu Dir besser. Nicht gegen Brotbäcker, eher gegen Kultursachwalter. Die Pest und die Cholera in einem. An deiner Stelle wurde ich nur vermummt rumlaufen :P

Wieso nicht? Du meinst wohl, wenn dann ein Brot oder ne Pizza dabei
rauskommt, fange ich an zu flennen und bestehe darauf, daß es jeder als
Kuchen anerkennt?

Sage ich doch. Also, es gibt wohl kostenlose Kurse zum Pizzabäcker. Beim Italiener um die Ecke.

Wir Desperados, wir.

Nee, nicht wir! Ich. Du nicht. Wir sind nicht das Selbe. Auch wenn DvB gerade gut drauf ist.

sind. Eben genau wie die beiden Schneider des nackigen Königs.
Begriffsfälschungen mögen auf ihre Art "kreativ" sein. Etwa so kreativ,
wie Stalin, als er einen für einen Neurervorschlag wegen Sabotage in den
Gulag schickte.

Und warum können sie am Werke sein, Mr. Schlaumeier? Weil du, und Leute wie Du, den Künstlern die Luft zum Atmen nehmt. Lass sie doch frei, dass Volk ist nicht dumm, es wählt nur dann Schrott, wenn nichts aber auch gar nicht anders übrig geblieben ist. Die Nächte müssen doch irgendwie überstanden werden, nicht jeder hat Zugang zum wgvdl-Forum! Wenn die Form so ungeheuer wichtig ist, meinst Du nicht, dass sie ihren Weg finden wird? Braucht sie dich dazu, den edlen Ritter? Wohl kaum! Wenn sie so wichtig ist: Wenn nicht (die bestimmte Form), dann ja.

Richtig. Und doch waren diese Formen - insofern es poetische Formen waren
- stets Epik, Lyrik, Dramatik oder Mischformen daraus. Selbst wenn sie
nichts davon wußten.

Es interessiert mich nicht was mal war, weil, für mich es ziemlich unwichtig ist, ob das, was ich erschaffe, also ob meine Poesie (sagtest Du selbst weiter oben) Lyrik, Epik, Dramatik benutzt, oder nicht. Wichtig dabei ist mir nur, dass die Alten etwas benutzten, was sie wussten, oder auch nicht, weil es schon gab. Und ich, benutze etwas anderes, was auch gibt. Ob es dir gefällt, oder niemandem gefällt, tja, das kann und will ich nicht ändern. Fakt ist: Ich schreibe. Nenne es wie du willst.

Nichts funktioniert es eben nicht. So kommt es nur, daß Du glaubst,
Meister sein zu können, ohne auch nur das Handwerk wenigstens erstmal
gelernt zu haben. Und weil das heute die große Mode ist, und weil man Dir
auch noch Honig darob ums Maul schmiert, glaubst Du das auch noch.

Eben  Aus dem Nichts kommt Nichts. Also, etwas was nichts-nichts ist, musste doch von irgendwas kommen, oder? Von was denn? (Rätsel für Dich für die kommende Woche).

Kopien, So wie Du mit Deinem Anti-Gedicht. :o

Ach Junge, ein Sack Reis ist vorgestern in Südchina umgefallen :o
Du versuchst mich zu beschreiben, wie so viele anderen zuvor, viel Spaß beim Scheitern.

Sicher.

Wieso „sicher“? Wenn es keinen Form hat, soll doch verecken, egal was das bringt!

Sie liegt gar übelst darnieder!

Deiner Meinung. Und die Meinung deiner Freunde im Ministerium für angewandte Kreativität.

Versmaß. In der letzten Zeile ist eine Silbe zuviel. Merkst Du das
nicht?

Nach welcher DIN? Wir sind hier nicht die Normierer vom Dienst. Außerdem, es ist nichts zuviel. Weiter, es ist mir Wurst :o Bekomme ich jetzt keine Zuschüße mehr?

Vielleicht. Ich weiß ja nicht, was Du schon weißt, von dem, was ich Dir
sage.

Fast alles. Ich glaube ich weiß sogar das, was du selber noch nichts glaubts, zu wissen.

Jakobiniern bis nach Guantanamo, 9/11 und Afghanistan, wo selbige
herbeigebombt wird. Und Rauschgifthandel, Millionen von Drogentoten
und Opiumfelder, bewacht von der Bunzelwehr gegen phöse Talibäne. Und
Kindesmißbraucharschfickerei.

Hm. Ok. Komm bitte nachher zur Hinrichtung, denn für das was du sagst, gibt es eine wunderbare Hinrichtung als Strafe.

(Fehlalarm: Du darfst immer noch sagen was du willst, ich weiss aber nicht, wie lange noch).

Komm mal runter. Weil in Deutschland im Moment Diktatur herrscht, ist kein Grund, Demokratie insgesamt abzulehnen. Vielmehr ist es ein Grund, sie zu verteidigen. Das, was du beschreibst, ist genau so passiert, als es noch keine Demokratie herrschte. Also, komm mal runter.

Revolution gibt? Heute wählen Weiber Regierungen, die Kriege lostreten.
Aber die Weiber ziehen nicht in den Krieg. Was verstehst Du unter "tragen"?
Demokratie ist organisiertes Verbrechen, organisierte
Verantwortungslosigkeit.

Siehe oben.

Na, auf den Blutzoll für die Regeländerung bin ich gespannt.

Wir werden dich schönen.

Zersetzung. Der Formenklau und das wahllos uninspirierte Zusammenstümmeln
aller Formen ist Ausdruck der abgestorbenen Identität gesichts- und
charakterloser Massenmenschen. Menschenschablonen, Karikaturen. Zu
jeglicher Kreativität vollkommen unfähig.

Quatsch. Habe ich alles nicht gesagt. Genau umgekehrt ist es. Der Form wird peinlich genau einehalten, fast religiös, wo es völlig unwichtig wäre, weil Form sowieso schon gibt, ist vielleicht nicht deiner, aber es gibt sie, jeder dämliche griechische sunny-boy schreibt Versen, die formal nahezu perfekt sind, aber inhaltlich völlig für den Arsch! Mann, schau doch um Dich herum! Das geht so: Du gehst aus dem Büro, und unter die Leute. Dann wirst du es sehen. Es gibt viel Nudeln, alle mögliche Nudeln, aber so gut wie kein Wasser!

Die Formlosigkeit ist ein sicheres Zeichen dafür, dass Nichts innerhalb der Form existiert. Kein Inhalt. Nada. Τίποτα. Gar nichts. Dadurch verschwinden die Kulturen... Nicht weil der Form fehlt. Der Inhalt wird schon einen anderen Form finden. In Wasser kannst Hundekacke kochen, wenn du keine Nudeln mehr hast. Merkt Dir das.

Die Form ist immer notwendig. Das Festklammern an der Form ist zwar nicht
mehr potent, aber es ist der letzte schwache Funken Lebenswille.

Der starke Lebenswille hat einen letzten schwachen Funken? Dann ist er halt nicht so stark. Das ist total aus der Luft gegriffen. Kummer Dich mehr um den Inhalt. Die Leute werden begeister sein, und das Land wird endlich gerettet, wenn Du etwas zu sagen hast, auch dann, wenn Du das durch ein Rölpsen sagst.

Ich stimme dem auch zu. Doch wenn die Poeten die Form per se ablehnen,
sind sie nur noch lächerliche, impotente Karikaturen.

ICH LEHNE DIE FORM NICHT AB! Schon gar nicht per se. Mensch Meier! Liest Du was ich schreibe? Die Form existiert so oder so. Sie muss mit Inhalt gefüllt weden, mit Leben. Das Universum braucht diese Diskussion, sonst ist das kein Universum mehr, wie wir ihn kennen, sondern ein anderes. Menschen sind nicht dumm. Sie spielen nur dumm.

Allerdings, da hast du recht: Wenn man Form grundlos ablehnt, ist man eine Karikatur. Aber was interessiert mich das? Vielmehr: Was ineressiert Dich das? Dinge sterben und andere werden geboren. Mach dir keine Sorgen um die Kunst. Schreib lieber Sachen mit Inhalt, in welcher Form auch immer.

Welcher Teil von "Nudeln allein genausowenig" war so unverständlich?

Siehe oben: In Wasser kann man viele Sachen kochen, Nudeln brauchen Wasser unbedingt..

Gleichnisse, die Du nicht verstehen willst, weil sie nicht in Dein
anarchisches Formlosigkeitskonzept passen.

Du bekommst Geld dafür, oder? Sag mir bitte, dass Du Geld dafür bekommst! 

Ja. (habe ich geschrieben)

Zeig her.

in die Höhe strebend. Du kannst das fühlen oder auch nicht - weil Du
Deinen Wurzeln schon viel zu sehr entfremdet und entkernt bist. Oder als
Grieche vllt. schon zu südlich, zu östlich, mehr mit der russischen
Kultur zu schaffen hast.

Du hast ein Form-fetisch. Laut deinen Aussagen kann man wohl der Welt mitteilen, dass der Himmel unten und die Erde oben ist, und das der Mond aus der Friteuse rauskommt, hauptsache es fehlt keine Silbe oben und unten im Gedicht. Oder ist keine zuviel.

Ich weiß nicht? Stehst Du etwa auf jüdische Kultur?

Spielt das eine Rolle ob sie jüdisch oder Rokoko ist?

Ich kann nicht auf die Art Ihrer Verse eingehen; denn mir liegt jede
kritische Absicht zu fern. Mit nichts kann man ein Kunst-Werk so wenig
berühren als mit kritischen Worten: es kommt dabei immer auf mehr oder
minder glückliche Mißverständnisse heraus.

Richtig. Kritiker sind die notwendige Pest.

Wenn ich diese Notiz vorausschicke, darf ich Ihnen nur noch sagen, daß
Ihre Verse keine eigene Art haben, wohl aber stille und verdeckte Ansätze
zu Persönlichem

Alles klar. :D

Man sucht die eigene Wahrheit. Wenn man sie findet, und sie deckt sich mit der Wahrheit anderer, und das auch noch über die Zeit hinaus, dann weiss ich wirklich nicht, was du willst. Im Prinzip geht Dir gar nichts an, was andere Leute schreiben, Du Kritiker! :o

Schreib besser, dann reden wir.

gezwungenen, gekünstelten vermeintlichen Maximalleistungen zu verstecken
sucht (statt einfach gute und gediegende Arbeit zu tun und dabei seine
Inspirationen einfließen zu lassen, wie sie ihm kommen) - DER ist ein
Kopie und ein Verseucher und Mörder der Kultur!

Gut gebrüllt Löwe! Einverstanden in allen Punkten! Aber verdammt nochmal: Was hat das mit mir zu tun? Ich bin so wichtig für die Kunst wie meine Socken für den Papst! Was soll ich aber machen? Meine „Erschaffung“ wie nennen? Käse? Hm, Mann, das ist doch kein Käse! Abfall? Auch Abfall ist das nicht. Hm, schwierig. Ich nenne sie doch lieber „Erschaffung“, dann habe ich auch meine Ruhe.

Im Prinzip weiss ich schon was du meinst: Wir sollen zuerst die Form restlos beherrschen, und dann erst uns Gedanken um Inhalte machen. Schön und gut, aber ich bin nicht einverstanden. So viel Zeit habe ich nicht, um bisherige Formen auswendig zu lernen. Das „Ding“ will raus, und zwar jetzt. Vielleicht, wenn ich genug Geld hätte um richtig zu studieren, und noch Zeit und Unterstützung aus allen Seiten, wie der gute Wolfgang, würde ich eines Tages lauter Schulterklopfen bekommen, für den realitätsfremden Dünpfiff, den ich dann verzapft hätte. Oder auch nicht: Nein, Studieren macht das Talent nicht kaputt, aber ich weiss nicht wo Mozart geblieben wäre, wenn er heute an die Kunstschulen Form und Techniken studiert hätte. Heute: Wo Soulage sagt, der Rest der Welt weisst nicht was Schönheit bedeutet. Und der Rest der Welt klatscht begeisterten Beifall. Er verkauft wie verrückt, und er ist reich geworden, durch perfekt gemahlte schwarze Wände, formal vielleicht fehlerfrei, aber inhaltlich zweifelhaft. Wir reden über unterschiedlichen Sachen. Siehst du, bestimmte Regeln der Form benutze ich auch: Immerhin schreibe ich alle Buchstaben auf ein Blatt Papier und nicht auf Haltestellenschilder verteilt. Dann schreibe ich auch ganze Wörter, dann sogar Wörter die einigermassen richtig eingesetzt sind. Hey, ich bin nicht völlig für die Klapsche!

Vielleicht verstehst Du nun besser, was ich mit dem Schwein und dem Uhrwek
meine. Das ist nunmal der Jude, wie man ihn kennt. Also ab ins Feuer mit
dem "Buch".

Nein, gar nicht. Du bist nicht dafür zuständig. Nur die Zeit ist. Und die Zeit sagt Nein, oder zumindest noch nicht. Wieso eigentlich hast du überhaupt kein Vertrauen an deine geliebte Form? Vielleicht weil es auch anderen Formen gibt, mit größeren Titten und so, und Du hast sie schon mal gesehen, und sie haben dir sogar heimlich gefallen? ;)

Ich verstehe das vollkommen und stimme dem zu. Du lehntest die Form
ab, als einengend usw. - nicht ich. Und ich habe auch keineswegs behauptet,
die Perfektion sei durch die Form erreichbar. Nur eben nicht ohne
sie. Wie Nudelsuppe nicht ohne Nudeln.

Habe ich nicht gemacht! Habe nur das Festklammern an einer bestimmten Form abgelehnt! Bitte nicht Sachen mir unterschieben, welche nicht meine sind!

Es gibt immer einen Rahmen. So ist Kunst z.B. immer von der
Nichtkunst zu trennen. Deswegen nennt man sie Kunst und nicht Nichtkunst.
Widerstand ist zwecklos. Wir sind Borg. ;)

Aber nicht deinen bestimmten Rahmen, oder den Rahmen der meinetwegen abermillionen von Jahren existiert. Lass mich atmen, Mann!

Was ist Borg?

ist es kein gutes Schwert. Und dann können wir uns über Schönheit und
Eleganz unterhalten. So ist das mit einem Schwert. Man kann natürlich auch
was aus Kaugummi kneten, verchromen und an die Wand hängen. Das wäre dann
halt ein Nichtschwert.

Ja, ich weiss, und man sollte nicht Gas geben, wenn man eigentlich bremsen musste. Du sagst aber was anderes: Immer bremsen! Und ich sage: Das geht nicht!

Ich glaube wir reden aneinder vorbei. Du sagst: Ein Schwert ist ein Schwert nur wenn es ein Schwert ist. Und ich sage: Ich will kein Schwert, wenn der Gegenüber ein Magnum hat (kein Eis). Die Form, als solche, bleibt auch hier erhalten. Hat zwar keine gleiche Endungen, und die Zeilen sind nicht immer fünfzehn, aber wie soll es keine Form haben? Bingo! Es hat eine endere Form!  Aber, viel wichtiger ist und bleibt der Inhalt! Übrigens, das war schon immer so. Nur seitdem Kritiker und Kulturspeziellisten sich entschieden haben, wie Kunst aussehen darf, erst seitdem haben Künstler angefangen größen Schrott in größen Massen zu produzieren.

Wovon du redest ist folgendes: Wir machen eine Waffe nur so, wie ich sage! Sorry, das geht nicht.

sind ja durchaus auch Kunst. Aber wenn ich ein Schwert will, will ich eben
ein Schwert und keine Karikatur. Und wenn ich eine Karikatur will, will ich
eben eine Karikatur und kein Schwert. Das Geblödel mit den
Begriffsumfälschungen ist Bolschewismus.

Wenn du ein Schwert willst, dann mach dir einen Schwert selber. Oder gehe zum Schwertmeister. Aber bitte nicht mir vorschreiben wollen, dass ich ein Schwert machen muss, wenn ich ein Gabel machen will. Es sei denn du zahlst richtig gut dafür, aber auch dann ist nicht sicher, dass du bei mir Erfolg damit hast.
Der Bolschewist bist im Endeffekt Du. Ich sage „lass die Sachen frei laufen“. Du hingegen sagst „ja, aber nur im Korsett“ und das ist sogar deine bessere Version!

Erschaffung bleibt Erschaffung. Und Gedicht bleibt Gedicht.

So ein Schwachsinn. (Kunst durch Zeit normieren lassen)

Wieso? Die Wohnzimmer meiner Mutter sieht ganz anders aus als meine, und da liegen nicht mal dreißig Jahren dazwischen.

Nee, Du bestehst darauf, daß ein Anti-Gedicht als Gedicht anerkannt wird.
Und das kannst Du halt vergessen. Ob Du das einsiehst oder für gut
befindest, ist vollständig irrelevant. Wenn Dich das "umbringt", hast Du
eben Pech.

Ich bestehe auf nichts darauf. Nenne es wie du willst. Nenne es halt Poesie, wenn es dir lieber ist und wir uns darauf einigten, dass Poesie „Erschaffung“ heißt. Oder nenne es die „Dummheiten von Nikos“ oder „Grabmahl eines Ungewaschenen“ oder „Drei blaue Gurken“. Wer, meinst du, interessiert sich?

im Schlaf beherrschst und nicht sklavisch denken mußt 'aha, jetzt muß ich
das Gas bedienen und jetzt die Bremse und nun an dem Lenkrad drehen',
sondern diese Regeln Dir in Fleisch und Blut übergegangen sind, über die
Du nicht nachdenken mußt und sie virtuos beherrschst.

Ja, das kommt davon, weil du die Form an höchste Stelle drauf tust. So gesehen hast du recht. Mir ist aber der Inhalt wichtiger, deshalb will und kann ich nicht im Voraus alles wissen. Deshalb auch die Suche.

Die Idiotenkunst hat selbst dafür gesorgt, daß man sie nicht mehr ernst
nimmt. Das ist keine Maßgabe, das ist gesunder Instinkt.

Genau da liegt dein Fehler. Wir sind voll von „studierten Künstlern“. Das ist der Kotzbegriff schlechthin! ABER, nicht WEIL sie studieren, nein, das haben sogar ALLE Größen gemacht, natürlich muss ich wissen, dass der Pinsel nicht komplett aus Stahl besteht und dass Schwarz und Schwarz nicht Weiss gibt, genau so wäre es nicht schlecht, wenn man wusste, das ein bestimmtes Wort nicht dahin darf, wo eigentlich ein enderes hingehört, ABER, das was nervt, ist das, WAS sie studieren. Ich wäre dankbar, für jeden, der mir beibringt, wie ein Gedicht geschrieben wird, aber nur dann, wenn er aber auch ETWAS zu sagen hätte, was das Gedichteschreiben angeht, und nicht wie die richtige Form ist. Die meisten Mahler unserer Zeit mahlen wohl im Bewusstsein, welche Techniken und Formen akzeptiert werden, und mahlen meistens nur Schrott. Zufall? Alle haben studiert, alle wissen genau, alle sind Kunsthistoriker, aber keine Künstler. Wenn ich sage, ich habe die „Quadratur des Kreises“ fertig beschrieben, und der Lehrer antwortet „Ja, das stimmt, aber ein winziger Stein des Parthenons hat Schnupfen“ dann gehe ich nie wieder auf die Kunstschule, sondern halte ich viel lieber private Vorlesungen in meinem Bad, und die Waschmaschine hört mir zu.

Dieses Publikum ist mir lieber.

Und es gibt ein solches Publikum mit Haut und Haaren.

Du meinst wohl, der heutige lächerliche Kitsch und abartige Dreck
übersteht die Zeit? Der wird doch überhaupt nur von Lächerlingen und
Schwachköpfen überhaupt erstmal angeguckt.

Nein, keinesfalls! Aber da hat die Form nichts zu tun damit! Im Gegenteil: Die Form wird größtenteils beachtet. Der Inhalt, oooh, DER INHALT, der fehlt!!! Darum gehen wir unter! Wegen des fehlenden Inhalts. Ein normierte DIN 12345678987654321 Tüte, mit Nichts drin. DAS ist das Problem!

Schauspieler im bestverkauften Senderzeit spielen ihre Rollen fast perfekt, aber sie erzählen nur Müll.

Was hat das mit Kunst zu tun? Und seit wann übersteht ein Weib die Zeit?
:o

Oh, ein Weib übersteht IMMER die Zeit, die Kunst, die Künstler, alle Formen, und sogar alle Inhalte ;) Hab da keine Illusionen. Und das hat sehr wohl was mit Kunst zu tun: Es gibt kaum etwas, was mehr mit Kunst zu tun hat, als ein Weib.

Soso - wie paßt denn das zusammen mit 'dass Dinge dich umbringen, wenn du
sie nicht schreibst'? Mußt Du nun suchensuchensuchen oder platzt es aus
Dir raus?

Schwierig? Ich glaube wir brauchen ein Bier..

Wenn du merkst, was gibt, dann platzt es aus Dir raus. Erst guckst du etwas, und sagst „mir egal“. Dann dieses Etwas geht nicht mehr weg. Dann trinkst du, um es weg zu bekommen, aber sobald du wieder nüchtern bist, kommt es wieder. Dann hast du genug, suchst du, was das ist, findest du etwas, suchst du weiter, findest du noch mehr, das geht eine Weile so, und eines Tages hast du die Wahl: Entweder bringst du dich um, oder tötest den Inhaber des Minimarktes, oder schneidest du dir die Fingern zusammen mit den Fingernägeln, oder trinkst verschmolzenes Blech, oder schreibst.

Du entscheidest dirch für das Schreiben. Und dann kommen Kritiker und jaulen: „KEINE FORM!“ und meinen Wohl die ihnen bekannte bisherige freundliche alle-haben-drauf-getretten-Form!

Die Antwort ist: E G A L !!!

Benennungsbrimborium. Nicht Suchenmüssen, kein "Warten" und keine
"Explosionen". Das ist alles verschwurbelter Käse. Komm runter. Du hast
keine Bodenhaftung. Darum wirbelst Du herum wie ein Blatt im Wind und
läßt Dir obszönen Schwachsinn einreden

Das kannst du machen, weil du das auch so gut kannst. Ich schreibe um mein Leben. Ob du das glaubst oder nicht. Ich wollte viel lieber ein Metzger oder Pantoffelnverkäufer sein. Ich kann es aber nicht.

Ich galube es gibt nichts langweiligeres, als Diskussionen über Kunst. Gerade mit jemand wie dich.

P.S. Habe dir Nichts aus der Zusammenhang gerissen

--
*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

Inspirierung und Authentizität

Flint ⌂, Sunday, 30.01.2011, 11:45 (vor 5465 Tagen) @ DvB
bearbeitet von Flint, Sunday, 30.01.2011, 11:51

Hi DvB

Ich wollte dazu eigentlich nichts mehr schreiben, habe auch bis jetzt nicht mehr alles dazu gelesen was dazu im Strang noch geschrieben wurde, da ich es als ausreichend sah, Nikos zu sagen, daß mir sein Werk, genau so, wie es ist(!), gefällt. Nun geht es aber weiter und ich fange an, mich langsam wieder damit zu beschäftigen.

Wie kommst Du darauf, daß Du der Künstler warst?
Wie sagte Nietzsche: "Woher weiß ich denn, daß ich es bin, das da
denkt?" ;)

Wenn es eine Inspirierung (kommt bekanntlich von Spirit [Geist]) war (wovon man, -warum auch nicht- ausgehen darf -wenn man möchte-), dann hat er meiner Meinung nach die Pflicht, bzw. tut gut daran, selbst nur noch als Medium zu fungieren, und es so zu verfassen (auch vom Stil her [Interpunktion, Absätze, Satzbau usw.]) wie es ihm "in den Sinn" kommt. Von daher ist sein Stil für diesen Moment und für diese Kommunikation (Egal, wie man es nennen mag, auch 'Gedicht' ist zutreffend und in Ordnung) authentisch!

Es verbietet sich dann, daran herumzudoktern. Einzig die Rechtschreibung, die in diesem Fall, weil Nikos Grieche ist, nicht absolut fehlerfrei ist, kann -muß aber auch nicht, solange mühelos verstanden wird, was gesagt wurde- korrigiert werden.

Gruß
Flint

--
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Der Maskulist
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Familienpolitik

zerstörte Version

Nikos, Athen, Sunday, 30.01.2011, 12:36 (vor 5465 Tagen) @ DvB

Ich weiß schon. Daher ja auch "Zerstörung". :D
Vielleicht überlegst Du Dirs ja nochmal. ;)

Vielleicht. Zahlst du gut?

:o

Was verstehst du schon wieder nicht?

Na schön. Ich denke, ich verstehe das Konzept. Hab auch noch paar Tips.
Du könntest die Satzzeichen weglassen oder gar irreführend setzen - und
die Buchstaben durch einen Zufallsgenerator von Groß- und Kleinschreibung
jagen. Ich denke, das dürfte für ordentlich Erschwernis sorgen. :)

Zahlen, oder schweigen.

seufz
xD

Tja, das sind keine Brottchen.

Also eingebauter Schutz gegen Unbefugte, die im "belanglosen Stuß"
rumschnüffen wollen. Raffiniert das. :P

Ganz genau. Versuche es zu verstehen.

ausfallen). Die Kunst sollte doch eher das Kunststück
fertigbringen, die Qual auch ohne selber zu quälen darzustellen. Denn der
Wert soll ja wohl darin liegen, etwas mitzuteilen. Und wenn sie das in sich
selbst möglichst vereitelt, entwertet sie sich damit selbst.

Schon wieder sollte? Wir kommen ja zu sonst Nix, mit deinem ständigen "Sollte"

Zum Vergleich: Ein Redner, der seine Zuhörer langweilt, gilt auch dann
als schlechter Redner, wenn er mit seiner Rede über die Nachteiligkeit von
langweiligen Reden referiert. Ähnlich dürfte da wohl auch Geheimkunst
einzustufen sein. ;)

Nein. Umgekehrt wird es gemacht. Die Resultate sieht man überall.

Wie sagte Nietzsche: "Woher weiß ich denn, daß ich es bin, das da
denkt?" ;)

"Nietzsche existierte nicht" - Nietzsche.

Wie man sieht hat die Schreckangst vor Unoriginalität also auch ihre
Vorteile. Oder anders gesagt: Nachteile (wegen der Qual). Naja.

Setzen. Sechs.

Du zählst nicht mit, wenn Du nicht beweisen kannst, daß Du der Künstler
warst. :o

Habe sie alle gefragt, alle sagten "Nein!". Du warst es auch nicht. Vielleicht kam es von der Tischlampe.

Achja, erstmal schauen, was andere da verstehen, bevor ich mich
entscheide, was ich wohl gemeint haben könnte. Das dürfte wohl so eine
Art Protodadaismus sein. Nicht gerade bahnbrechend. tztztztz

300 Euro für diese Antwort.

sicher nicht auf die Idee, in anderer Sprache Kunst zu verfassen. Wobei es
ein Muttersprachler von dort in den meisten Fällen gut übersetzen können
sollte, wenn er mich fragen kann, was ich hier und da wohl gemeint haben
mag

Sollte Sollte Sollte.
Sollte Sollte Sollte.
Sollte Sollte Sollte.
Sollte Sollte Sollte

--
*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

Inspirierung und Authentizität

DvB, Sunday, 30.01.2011, 16:13 (vor 5465 Tagen) @ Flint

er meiner Meinung nach die Pflicht, bzw. tut gut daran, selbst nur noch als
Medium zu fungieren, und es so zu verfassen (auch vom Stil her
[Interpunktion, Absätze, Satzbau usw.]) wie es ihm "in den Sinn"
kommt.

Nuja, der Geist ist die Muse, die einen küßt. Das ist aber eine Metapher für eine Erleuchtung. Nicht für okkulte Okkupationen. :o

auch 'Gedicht' ist zutreffend

Wie begründest Du denn das?

--
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zerstörte Version

DvB, Sunday, 30.01.2011, 16:28 (vor 5465 Tagen) @ Nikos

Vielleicht. Zahlst du gut?

Nich so gut wie Du. Sagen wir 20 Euro von meinem Guthaben? :)

Schon wieder sollte? Wir kommen ja zu sonst Nix, mit deinem ständigen
"Sollte"

Ich nahm an, es wär Dein sollte?

"Nietzsche existierte nicht" - Nietzsche.

Zumindest hat er seine Unnachweisbarkeit nachgewiesen. :P

Setzen. Sechs.

:D

Habe sie alle gefragt, alle sagten "Nein!". Du warst es auch nicht.
Vielleicht kam es von der Tischlampe.

Zumindest erleuchtungstechnisch nicht unplausibel. :o

300 Euro für diese Antwort.

:D

Sollte Sollte Sollte.
Sollte Sollte Sollte.
Sollte Sollte Sollte.
Sollte Sollte Sollte.

Rollte Rollte Rollte Rollte.
Rollte Rollte Rollte Rollte.
Rollte Rollte Rollte Rollte.
Rollte Rollte Rollte Rollte.
Rollte Rollte Rollte Rollte.

Meine Armee ist stärker. :)

--
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Flint ⌂, Sunday, 30.01.2011, 17:16 (vor 5465 Tagen) @ DvB

Nuja, der Geist ist die Muse, die einen küßt. Das ist aber eine Metapher
für eine Erleuchtung. Nicht für okkulte Okkupationen. :o

Wer oder was der Geist ist, der jemanden küßt wer will das wissen?

Wie begründest Du denn das?

Für mich ist es ein Gedicht.

Das Wesentliche in meinem Posting war, daß mir sein Werk gefällt, und zwar genau so, wie es ist

--
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Fortsetzung

DvB, Sunday, 30.01.2011, 17:32 (vor 5465 Tagen) @ Nikos

Ich galube es gibt nichts langweiligeres, als Diskussionen über Kunst.
Gerade mit jemand wie dich.

Nuja, da Dich der Austausch offenbar doch nicht interessiert, will ich Dich nicht weiter langweilen.

Auch mit der Form scheinst Du nicht zu wissen, was Du willst.

Worauf es mir ankommt, ist gegen Begriffsfälschungen vorzugehen. Da versteh ich keinen Spaß. Das ist weniger ein künstlerisches als ein politisches Statement. Ich weiß sehr wohl, daß Bolschewiken "Kunst als Waffe" gebrauchen. Insofern gestehe ich keine "künstlerische Freiheit" zu, sobald ich einen Mißbrauch dafür vermute. Nichts anderes war der Anlaß dieses Austausches. Ob Du Dich dabei auf den Künstlerschlips getreten fühlst, ist mir egal. Sehe allerdings keinen vernünftigen Grund, wieso das so sein sollte. Insofern verstehe ich dahingehende Einlassungen nicht. Sieht eher danach aus, daß Du einen Popanz, den Du Dir von mir zurechtgebastelt hast, bekämpfst. Einerseits stimmst Du mir zwar mal zu und im nächsten Augenblick lehnst Du dasselbe in anderen Worten wieder ab. Das ist unergiebig

--
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Inspirierung und Authentizität

DvB, Sunday, 30.01.2011, 17:36 (vor 5465 Tagen) @ Flint

Für mich ist es ein Gedicht.

Es ist ganz objektiv keines. Wieso für Dich schon?

Das Wesentliche in meinem Posting war, daß mir sein Werk gefällt, und
zwar genau so, wie es ist.

Mag sein, daß Du das für das Wesentliche hältst.

Ich halte die Begriffsfälschung für wesentlich. Was ist hier los?

--
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Inspirierung und Authentizität

Flint ⌂, Sunday, 30.01.2011, 18:01 (vor 5465 Tagen) @ DvB

Es ist ganz objektiv keines. Wieso für Dich schon?

Im übertragenen Sinn.

Ich könnte seine Schöpfung auch einfach poetisch nennen und wäre zufrieden damit. Das ist meine Wahrnehmung davon.

Du scheinst hier betont klassische Standpunkte zu vertreten. Hast Du Kunst studiert?

Mag sein, daß Du das für das Wesentliche hältst.

Ja, ich will da nur für mich sprechen. Ich denke, er war mehr daran interessiert was man persönlich davon hält und ob und wie es einem gefällt / oder nicht gefällt, nicht, welchen klassischen Ansprüchen es formal genügt oder nicht.

Ich halte die Begriffsfälschung für wesentlich. Was ist hier los?

Welche Begriffsfälschung genau?

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DvB, Sunday, 30.01.2011, 18:44 (vor 5464 Tagen) @ Flint

Im übertragenen Sinn.

Inwiefern übertragen? Versteh ich nicht.

Ich könnte seine Schöpfung auch einfach poetisch nennen und wäre
zufrieden damit. Das ist meine Wahrnehmung davon.

Poetisch wäre in Ordnung.

Du scheinst hier betont klassische Standpunkte zu vertreten. Hast
Du Kunst studiert?

Nein.

Und es ist kein "klassischer" Standpunkt - nur einer, der sich gegen Begriffsauflösung wendet.

Ja, ich will da nur für mich sprechen. Ich denke, er war mehr daran
interessiert was man persönlich davon hält und ob und wie es einem
gefällt / oder nicht gefällt, nicht, welchen klassischen Ansprüchen es
formal genügt oder nicht.

Bin mir nicht sicher, was er sich dabei denkt. Vermutlich nichts, wie die meisten, die das so handhaben.

Welche Begriffsfälschung genau?

Das Ding "Gedicht" zu nennen

--
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Fortsetzung

Nikos, Athen, Sunday, 30.01.2011, 19:28 (vor 5464 Tagen) @ DvB
bearbeitet von Nikos, Sunday, 30.01.2011, 19:43

Nuja, da Dich der Austausch offenbar doch nicht interessiert, will ich
Dich nicht weiter langweilen.

Das habe ich nicht gesagt :) Das ganze Leben ist oft total langweilig, aber es interessiert mich trotzdem, auch dann.

Auch mit der Form scheinst Du nicht zu wissen, was Du willst.

Doch. Ich will nicht, dass du sie definierst. Das ist alles.

Sieht eher danach aus, daß Du einen Popanz, den Du Dir von mir
zurechtgebastelt hast, bekämpfst. Einerseits stimmst Du mir zwar mal zu
und im nächsten Augenblick lehnst Du dasselbe in anderen Worten wieder ab.
Das ist unergiebig.

Die Zeiten verändern sich, das ist nicht mein Schuld.

Schöne Abend

--
*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

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Flint ⌂, Sunday, 30.01.2011, 19:34 (vor 5464 Tagen) @ DvB
bearbeitet von Flint, Sunday, 30.01.2011, 19:44

Inwiefern übertragen? Versteh ich nicht.

Im Sinne von "für mich poetisch".

Poetisch wäre in Ordnung.

Ok

Bin mir nicht sicher, was er sich dabei denkt. Vermutlich nichts, wie die
meisten, die das so handhaben.

Ich denke, daß das auch kein reines Intellekt-Denkprodukt sein sollte, sondern einfach eine poetische Schöpfung, eine Äußerung einer Inspiration oder Ähnliches.

Das Ding "Gedicht" zu nennen

Ich finde die Benennung Begriffsfälschung überzogen. Hier wird, soweit ich sehe, nicht die Fälschung eines Begriffes versucht. Oder woraus entnimmst Du das? Geht das aus früheren postings hervor (die ich zugegebenermaßen [noch] nicht gelesen habe)?

Warum nennst Du es nicht einfach "Falscher Begriff dafür"?

Könnte man es Poem nennen? Oder wäre es dafür zu kurz?

Oder Lyrik?

Schaut man bei Lyrik nach, steht dort: "Lyrische Werke werden auch Gedichte genannt."

Von daher wäre die Bezeichnung Nikos' Werkes als 'Gedicht' wiederum zutreffend

--
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zerstörte Version

Nikos, Athen, Sunday, 30.01.2011, 19:36 (vor 5464 Tagen) @ DvB
bearbeitet von Nikos, Sunday, 30.01.2011, 19:41

Nich so gut wie Du. Sagen wir 20 Euro von meinem Guthaben? :)

Für 150 plus MWsT ist das Gedicht deins :)

Ich nahm an, es wär Dein sollte?

Das "sollte" des Universums! :P

Zumindest hat er seine Unnachweisbarkeit nachgewiesen. :P

Er hat auch nicht beim McDonalds gearbeitet. Der Schreibtischrevolutionär.

:D

hohoho

Zumindest erleuchtungstechnisch nicht unplausibel. :o

Deswegen sage ich es ja.

:D

Nee, nicht :D - 300 Euro, in Bar ;)

Rollte Rollte Rollte Rollte.
Rollte Rollte Rollte Rollte.
Rollte Rollte Rollte Rollte.
Rollte Rollte Rollte Rollte.
Rollte Rollte Rollte Rollte.
Meine Armee ist stärker. :)

Stärke ist immer gut.

Sag mal, wollen wir was zusammen machen? ZB Gedichte Vorlesungen? Am Ende der gemeinsamen Vorlesung sollte wir einen Streit anzetteln und uns verprügeln. Das kommt immer gut an. Hey, dann mussten wir evl nicht mehr an regulären Jobs arbeiten gehen, das ganze hat also durchaus auch positive Seiten ;)

--
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Nikos, Athen, Sunday, 30.01.2011, 19:50 (vor 5464 Tagen) @ Flint

Im Sinne von "für mich poetisch".

Dabei wollte ich gar nicht, dass es bewertet wird. Ich fragte nur nach mögliche grammatikalische Überprüfung.

Ich denke, daß das auch kein reines Intellekt-Denkprodukt sein sollte,
sondern einfach eine poetische Schöpfung, eine Äußerung einer
Inspiration oder Ähnliches.

Natürlich! Ich werde den Teufel tun und nur dann schreiben, wenn es auch alle Regeln der Kunst entspricht. Dann wäre ich ja tod.

Von daher wäre die Bezeichnung Nikos' Werkes als 'Gedicht'
wiederum zutreffend.

Nein! Um Gottes Willen! Die Endungen sind nicht identisch und von den Zeilen fehlen Silben, bzw sind welche zuviel. Hm. Und voher weiss ich denn, dass da welche fehlen und nicht woanders einfach welche zuviel sind? Hm, schwierig..

Ich weiss: Ich frage den Versmeister, nachdem ich Inspiration studiert habe

--
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DvB, Sunday, 30.01.2011, 20:21 (vor 5464 Tagen) @ Flint

Ich denke, daß das auch kein reines Intellekt-Denkprodukt sein sollte,
sondern einfach eine poetische Schöpfung, eine Äußerung einer
Inspiration oder Ähnliches.

Ja, warum nicht.

Ich finde die Benennung Begriffsfälschung überzogen. Hier wird, soweit
ich sehe, nicht die Fälschung eines Begriffes versucht. Oder woraus
entnimmst Du das? Geht das aus früheren postings hervor (die ich
zugegebenermaßen [noch] nicht gelesen habe)?
Warum nennst Du es nicht einfach "Falscher Begriff dafür"?

Ich hab es anfangs eben nicht so deutlich gesagt (weil ich nicht von Absicht ausgegangen war) und bin daher gründlich mißverstanden worden.

Könnte man es Poem nennen?
Oder wäre es dafür zu kurz?

Hieße demnach "mit lyrischen und epischen Elementen". Nee - es sei denn, Du entdeckst irgendwelche lyrischen Elemente.

Oder Lyrik?

Nee. Lyrik = Dichtung.

Schaut man bei Lyrik nach,
steht dort: "Lyrische Werke werden auch Gedichte genannt."

Genau. Es ist kein Gedicht, es ist keine Lyrik.

Von daher wäre die Bezeichnung Nikos' Werkes als 'Gedicht'
wiederum zutreffend

Nee

--
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zerstörte Version

DvB, Sunday, 30.01.2011, 20:25 (vor 5464 Tagen) @ Nikos

Sag mal, wollen wir was zusammen machen? ZB Gedichte Vorlesungen? Am Ende
der gemeinsamen Vorlesung sollte wir einen Streit anzetteln und uns
verprügeln. Das kommt immer gut an. Hey, dann mussten wir evl nicht mehr
an regulären Jobs arbeiten gehen, das ganze hat also durchaus auch
positive Seiten ;)

Hm. Ich bin sehr gut im Diskriminieren. Publikumsbeschimpfungen sollen ja ziemlich trendy sein und gut bezahlt werden. Also wenn Dir was Passendes einfällt - klaro. ;)

--
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Fortsetzung

DvB, Sunday, 30.01.2011, 20:28 (vor 5464 Tagen) @ Nikos

Das habe ich nicht gesagt :) Das ganze Leben ist oft total langweilig,
aber es interessiert mich trotzdem, auch dann.

Kompliziert ist das... o.O

--
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Inspirierung und Authentizität

Flint ⌂, Sunday, 30.01.2011, 20:52 (vor 5464 Tagen) @ Nikos

> > Im Sinne von "für mich poetisch".

Dabei wollte ich gar nicht, dass es bewertet wird. Ich fragte nur nach
mögliche grammatikalische Überprüfung.

Ok

> > Ich denke, daß das auch kein reines Intellekt-Denkprodukt sein
[quote][quote]sollte,
sondern einfach eine poetische Schöpfung, eine Äußerung einer
Inspiration oder Ähnliches.
[/quote][/quote]

Natürlich! Ich werde den Teufel tun und nur dann schreiben, wenn es auch
alle Regeln der Kunst entspricht. Dann wäre ich ja tod.

Ok. Ausdrückliche Zustimmung!

> > Von daher wäre die Bezeichnung Nikos' Werkes als 'Gedicht'
[quote][quote]wiederum zutreffend.
[/quote][/quote]

Nein! Um Gottes Willen! Die Endungen sind nicht identisch und von den
Zeilen fehlen Silben, bzw sind welche zuviel. Hm. Und voher weiss ich denn,
dass da welche fehlen und nicht woanders einfach welche zuviel sind? Hm,
schwierig..

Ich bin davon ausgegangen, daß man bei als "lyrische Werke" benannten Arbeiten nicht in jedem Fall unbedingt irgendwelche festgelegten Regeln beachten müßte.

Für mich gibt es unendlich viele Arten von künstlerischen Äußerungen.

.

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DvB, Sunday, 30.01.2011, 21:02 (vor 5464 Tagen) @ Flint
bearbeitet von DvB, Sunday, 30.01.2011, 21:07

Ich bin davon ausgegangen, daß man bei als "lyrische Werke"
benannten Arbeiten nicht in jedem Fall unbedingt irgendwelche festgelegten
Regeln beachten müßte.

Ja, weil diese zersetzende Begriffsfälschung allgemeine Mode ist.
Lyrik zeichnet sich aber gerade durch ihre strenge Form, Dichte und Prägnanz aus. Andere Poesie nicht. Darum ist nicht einzusehen, warum unter dezidierter Weglassung dieser Elemente das ausgerechnet Gedicht/Lyrik genannt werden soll. Das ist Zersetzung, nichts sonst.

Für mich gibt es unendlich viele Arten von künstlerischen Äußerungen.

Gibt es auch. Aber nur eine davon ist Lyrik

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Flint ⌂, Sunday, 30.01.2011, 21:26 (vor 5464 Tagen) @ DvB

Gibt es auch. Aber nur eine davon ist Lyrik

Wie sieht es aus mit Gedichten in Prosa?

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Flint ⌂, Sunday, 30.01.2011, 23:11 (vor 5464 Tagen) @ DvB

...Es ist kein Gedicht, es ist keine Lyrik.

Ich habe hier ein paar Beispiele bei denen Texte als Gedichte bezeichnet werden die eine andere Form haben.

Der Verlag ist seriös.

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Was sagst Du dazu?

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Klassik, Sunday, 30.01.2011, 23:55 (vor 5464 Tagen) @ Flint

Was sagst Du dazu?

Und dazu?

Das Gedicht vom Zweifeln

Kann man nicht alle Werte umdrehen?
Und ist gut vielleicht böse?
Und Gott nur eine Erfindung
und Feinheit des Teufels?
Ist alles vielleicht im letzten Grunde falsch?
Und wenn wir Betrogene sind,
sind wir nicht ebendadurch auch Betrüger?
Müssen wir nicht auch Betrüger sein?

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DvB, Monday, 31.01.2011, 00:28 (vor 5464 Tagen) @ Klassik

Das Gedicht vom Zweifeln

Kann man durchgehen lassen.

@Flint
Kanns nicht anschauen.
Das Bild schießt meinen Rechner ab

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DvB, Monday, 31.01.2011, 00:30 (vor 5464 Tagen) @ Flint

Wie sieht es aus mit Gedichten in Prosa?

Was soll der Unsinn? Wie sieht es aus mit Krähen als Pinguine?

--
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DvB, Monday, 31.01.2011, 00:33 (vor 5464 Tagen) @ Flint

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Flint ⌂, Monday, 31.01.2011, 00:40 (vor 5464 Tagen) @ DvB
bearbeitet von Flint, Monday, 31.01.2011, 00:47

Was soll der Unsinn? Wie sieht es aus mit Krähen als Pinguine?

Wieso Unsinn? Ist dir Poesie in Prosa als Literarische Gattung bekannt?

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Nikos, Athen, Monday, 31.01.2011, 01:31 (vor 5464 Tagen) @ DvB

Kompliziert ist das... o.O

Habe ich mir gedacht.

--
*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

zerstörte Version

Nikos, Athen, Monday, 31.01.2011, 01:32 (vor 5464 Tagen) @ DvB

Hm. Ich bin sehr gut im Diskriminieren. Publikumsbeschimpfungen sollen ja
ziemlich trendy sein und gut bezahlt werden. Also wenn Dir was Passendes
einfällt - klaro. ;)

Besser als die restlichen Jobs: Allermal.

Ich melde mich mal

--
*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

Abfall

Nikos, Athen, Monday, 31.01.2011, 01:40 (vor 5464 Tagen) @ DvB

Huuh, diese "Tabubrecher"
diese "Künstler"..

Schrott. Für dich. Und für mich.

Doch genau das ist es, was ich meine!

INHALT = NULL

Nicht gegen Null, oder fast Null, sondern das Null selbst.

Der Künstler ist sehr stolz.

Die Künstlergemeinde ist sicherlich auch begeistert.

Die Form ist dennoch vorhanden.

Ich glaube, wir meinen das Gleiche

--
*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

Inspirierung und Authentizität

Nikos, Athen, Monday, 31.01.2011, 01:45 (vor 5464 Tagen) @ DvB

Ja, weil diese zersetzende Begriffsfälschung allgemeine Mode ist.
Lyrik zeichnet sich aber gerade durch ihre strenge Form, Dichte und
Prägnanz aus. Andere Poesie nicht. Darum ist nicht einzusehen, warum unter
dezidierter Weglassung dieser Elemente das ausgerechnet Gedicht/Lyrik
genannt werden soll. Das ist Zersetzung, nichts sonst.

Sag mal, weisst du, wovon du sprichst?

Ein mal sagst du, es wäre Poesie, ein paar Postings weiter, sagst du, es wäre keine.

Was denn nun?

Bin ganz durcheinander und gespannt darauf, was denn nun ist? :P

--
*Es gibt KEINEN Grund für eine Nicht-Feministin, einem Mann, den sie liebt, KEINEN Kaffee zu machen!*

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Nikos, Athen, Monday, 31.01.2011, 01:47 (vor 5464 Tagen) @ DvB

Was soll der Unsinn? Wie sieht es aus mit Krähen als Pinguine?

Krähen und Pinguine legen Eier.

Du sagst, nur Pinguine legen Eier.

Ich frage mich auch: Was soll der Unsinn?

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