Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Hier die Kritik auf "Biedermeiers Neuesten Nachrichten"

Max Aram, Monday, 24.01.2011, 17:18 (vor 5470 Tagen) @ Narrowitsch

Dem Schreibstil in Langzeitbeobachtung nach zu urteilen ist "bawa" (Kürzel am Ende) eine Frau.

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Zu massiv aufgetragen

„Tatort: Heimatfront“ (So., ARD): Die Bundeswehr sorgt derzeit für dicke Schlagzeilen, und damit lag dieser „Tatort“ voll im Trend. Doch was sollte hier vermittelt werden? Dass psychisch angeschlagene Afghanistan-Heimkehrer potenzielle Zeitbomben sind? Dass von Marihuana umnebelte Friedensaktivisten hinterhältig agieren? Dass Sonderkommandos kritische Situationen nur durch den finalen Kopfschuss zu lösen verstehen? Dass die Kripo gegen eingeschworene Kameradschaft erfahrener Soldaten keine Chance hat? In all diesen Einzeldiagnosen steckt ein wahrer Kern, doch die Autoren Christiane Hütter, Christian Heider und Uwe Wilhelm brachten ihre Mission zu massiv auf den Bildschirm.
Ihre Absicht war eindeutig: Sie wollten das Elend der Bundeswehrkrieger endlich einmal zur besten Sendezeit mindestens acht Millionen Zuschauern verklickern. Deshalb durfte die Psychologin (streng: Julia Jäger) auch zu einer längeren Erklärung über Traumata-Typen ausholen, was beinahe zu einer kollektiven Therapiesitzung ausartete. Andererseits blieb die Unterhaltung auf der Strecke, und lockere Dialoge hatten fast keine Chance. Schade, denn Maximilian Brückner als Franz Kappl und Gregor Weber als Stefan Deininger bringen beste Qualitäten für ein unkonventionelles Ermittlerduo mit. Nur konnten sie das bei diesem überinstrumentierten Fall kaum einbringen. bawa

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Und hier meine Rückmeldung an die Zeitung:

Zur Rubrik "Kritisch ferngesehen" vom Montag, 24.01.2011

Wenn (Frau?) bawa erst einmal ein Amokschütze um die Ohren geballert hat, wird sie(?) sich wehmütig an Zeiten zurück erinnern, in denen man sich lediglich über angeblich überinstrumentierte Sonntagabendkrimis aufregen musste.

Es war höchste Zeit, dass das Problem Kriegstrauma einmal vor einem breiten Publikum thematisiert wurde. Wenn die Kritik nur darin besteht, dass die Behandlung nicht auf Hochglanz poliert rüber kam, lässt das tief blicken.

Wem das Thema zu unbequem ist, weil er oder sie im Glauben gelassen werden möchte, jeder Krieg sei - egal wie brutal - nach spätestens 150 Filmminuten zu Ende, der möge doch bitteschön einfach umschalten (oder eine Runde an die frische Luft gehen), zumindest solange sich noch kein Fernsehkritikus darüber beklagt hat, dass aus neun Jahren Afghanistan-Krieg lediglich Männer in Zinkdosen zurück kamen und der Kapitän eines Segelschulschiffes entlassen wurde, nachdem die erste Frau (vor ihr vier Männer, was niemanden interessierte) aus der Tagelage gefallen ist


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