Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Die ganze Welt steht in lodernden Flammen!

Chato, Saturday, 15.01.2011, 16:35 (vor 5479 Tagen) @ Roslin
bearbeitet von Chato, Saturday, 15.01.2011, 16:46

Auch, das zu Dir, Chato, weitgehend unbeschadet von der vorherrschenden Religion.

Aber selbstverständlich geschieht das alles unbeschadet der vorherrschenden Religion. Nichts anderes habe ich jemals behauptet, denn es ist ja immer der von der Erbsünde tödlich verwundete Mensch, der nun einmal überall auf der Welt ein und derselbe ist. Die entscheidende Frage wäre dann allerdings, warum ausgerechnet die Heilige Kirche von "euch" systematisch profanisiert worden ist, wo doch allein in ihr die einzige Lösung für das Dilemma zu finden ist? Dazu wird es einmal allerletzte Fragen geben, auch wenn du sie mir und hier selbstverständlich weder beantworten kannst … noch magst … noch mußt. Ich werfe diese Frage trotzdem auf, denn es ist die letztlich entscheidende.

Es ist ja kein Zufall, dass über alle Kontinente und Kulturen hinweg der Aufstieg und
Fall von Imperien empirisch nachweisbare Parallelen und ähnliche Entwicklungsstufen
aufweist, unabhängig von Religion, vorherrschender Technologie und Regierungsform.

Nein, das ist wahrlich kein Zufall, und es geschieht auch alles völlig unabhängig von Religion, vorherrschender Technologie und Regierungsform (s.o.). Wo hätte ich das je bestritten? Was "ihr" dabei freilich zugunsten des zeitlich so Vergänglichen vollkommen aus den Augen verloren und vergessen habt, ist das ewig Unvergängliche, und nur dafür ist Gott Mensch geworden. "Warum?", frage ich "euch"! METÁNOIA!

Aber das führt hier zu weit und mir fehlt die Zeit und die Lust, das in diesem Rahmen
weiter auszuführen.

Das würde ich womöglich auch sagen, wenn es mir alles zuviel wird.

Das was all dieser Buntheit zugrundeliegt, ist nur der Mensch in seiner Eigenart.
Und hier sind japanische Männer und Frauen wesentlich dieselben wie europäische
Männer und Frauen.

"NUR"?? Aber gut, zum dritten Mal: Jawohl, japanische Männer und Frauen sind wesentlich dieselben wie europäische Männer und Frauen. Habe ich jemals irgend etwas anderes behauptet? Allerdings würde ich das nicht gerade als "bunt" bezeichnen, sondern als grau ... als einheitsgrau bzw. grauenhaft. Ich bin ja kein freimaurerischer Humanist.

Sei versichert, die Schlichtdenke, die Dir so eigen ist und die Du mir unterstellst, ich pflege
sie nicht, sie ödet mich nur an.

Hat es hier wohl einer nötig? Vielleicht verstehst du einfach nicht recht, was ich zu dir sage? Ich unterstelle dir keineswegs eine ungebührliche Schlichtdenke, Roslin, sondern wenn, dann würde ich wohl eher bedauern, daß du sie nicht von selbst stärker pflegen magst und statt dessen einer profanen Kompliziertheit den ungebührlichen Vorzug gibst. Aber wie auch immer, du stehst hier im Wort. Deine gesellschaftspolitische Aussage war immer die gewesen, daß die sozialen Bedingungen der "repräsentativen Massendemokratie", wie sie aus der Aufklärung und der Französischen Revolution nunmehr global hervorgegangen sind, GARANTEN für das größtmögliche Glück der größtmöglichen Zahl wären. Ich habe das immer dezidiert bestritten, sowohl was den Inhalt und die numerische Manpower dieses angeblichen "Glückes" betrifft, als auch insbesondere, was ihren Ort angeht ("Paradies auf Erden"). Wenn dir nun allmählich das sagenhafte Desaster zu dämmern beginnt, das zumal die aufgezwungene Hinorientierung der Heiligen Kirche auf die Ideologien der Welt und das diesseitige, profane, menschengemachte "Glück" heraufgeführt hat, dann müßtest du mir bitte schon erklären, wie das alles denn nun heute in Beziehung steht zum "demokratischen Glück", das du früher hattest heraufziehen sehen. Evident ist doch die "demokratisch kollektivierte Masse" überhaupt erst der Schoß, aus dem all die furchtbaren Ungeheuer geboren werden, die nun umhergehen, um die Seelen zu verderben.

Ich möchte gerne von dir wissen, wie du inzwischen dazu stehst. Man kann sich ja schwer irren und umkehren, wenn man das bemerkt und noch Zeit ist. Aber es ist von der Sache her schlicht und einfach nicht möglich, sich dem schnöde zu entziehen ausgerechnet dadurch, daß man sich blasiert auf eine vermeintlich "erhabene Tiefe des Denkens" zurückzieht, bloß um damit dann in Wahrheit zu vermeiden, über solche essentiellen Grundfragen endlich entscheidend nachzudenken.

Die Welt steht in lodernden Flammen, entzündet durch unvorstellbar skrupellose Schwerverbrecher, von denen einige sogar bis ins innerste Herz der Kirche vorgedrungen sind, und sie brennt nun an sämtlichen Enden. Das ist keine seichte Zeit, um Orchideen eines eitlen Ego zu züchten, sondern die Wahrheitsfrage erhebt sich in ihrer erhabenen Majestät zur ganzen Größe. Es verliert sich naturgemäß alles Horizontale und Zwischenmenschliche, sobald erst einmal nur noch die steile Senkrechte übrig ist. Ersichtlich befinden wir alle uns in direkter zeitlicher Nähe zu dieser äußersten Erfahrung. Wer sich darauf nicht vorbereitet, der kann nicht bestehen.

METÁNOIA!
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Nick

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Wenn wir Toren wüßten, daß wir welche sind, wären wir keine.


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