Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Sein (fiktives) Bewerbungsschreiben

Joke, Saturday, 25.12.2010, 15:20 (vor 5500 Tagen) @ Floh

Liebe Alice Schwarzer,

mit hochgroßem Interesse habe ich gelesen, dass Sie diese Lisa wieder in den Orkus kippten. Würde es Sie nicht geben, ich würde verzweifeln an meiner Würde. Wie gerne habe ich in den letzten 40 Jahren Ihre hochgroßartigen Artikel gelesen, die immer wieder die Finger in die Wunden legten, die auch meine sind.

Darf ich Sie darauf hinweisen, liebe Frau Schwarzer, dass ich und meine Freunde vom Bundesforum Männer, Sie immer und immer wieder hochunterwürfigst unterstützten. War ich es nicht, der Ihre Schwarzer-Weiß-Polarisierungen immer ehrfürchtig in Empfang nahm und stets darauf hingewiesen hat, dass Männer und diese rückwärtsgewandten MitläuferInnen ihre Eier und -stöcke immer rechts trugen?

Bin es nicht ich gewesen, der die Friedrich-Ebert-Stiftung (FSE) endlich wieder in die Schlagzeilen brachte, mit so hochunfundierten Expertisen, rechtens recherchiert und gewonnen aus der Erkenntnis meines Narzissmusses sowie meiner Unterwürfigkeit gegenüber Ihren tollen Thesen und Errungenschaften.

Hochverehrte Frau Schwarzer, "Schwanz ab" habe ich schon lange vollzogen. Und ja, er ist wirklich weg; er störte mich links neben der Unterhose schon immer im Eingriff.

Damit bin ich doch genug prädestiniert für den Job als Redakteurin bei Emma. Oder anders gesagt: Ich bin alt, selbstkasteit und ich brauch das Geld!

Bitte, liebe Emma-Redaktion und bitte, hochuntertänigstmichunterwerfende Frau Schwarzer. Erhören Sie meine Stoßgebete (ich entschuldige mich selbstverständlich vorab für dieses patriarchalisch unterdrückende Wort):

Nimm mich! Von oben, von unten und mit links ...

Mit vorzüglicher Selbstempfehlung

Ihr untertänigster

T.G


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