Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Da muß man Dir doch glatt mit Sarrazin entgegnen:

Ekki, Friday, 24.12.2010, 14:14 (vor 5501 Tagen) @ LatexTester

Selbst dieser hatte ja in seinem Buch scharfe Unterschiede zwischen Migranten unterschiedlicher Herkunft gemacht und dabei z.B. Juden und Asiaten positiv herausgestellt.

Im öffentlichen Diskurs war ihm daraufhin (sinngemäß zusammengefaßt) vorgehalten worden, auch die pauschale Herabsetzung nur einer Migrantegruppe (Türken) sei nicht hinnehmbar, und ein eugenischer Ansatz (Koppelung des Intelligenzgrades an die Herkunft) schon gar nicht. Zur Klärung - falls das notwendig sein sollte: Ich teile diese Argumente der Sarrazin-Gegner.

Du aber setzt auf Sarrazin noch einen drauf - denn Du machst nicht einmal die Unterschiede, die Sarrazin macht.

Dass dann ein paar Spezis in den
Foren auftauchen und die Zustände leugnen, ist nicht ungewöhnlich, aber
im Laufe einer jeden Diskussion erkennt man schnell, dass diese aus
ideologischen Gründen alles schönreden. Solche Blendgranaten findet man
hauptsächlich bei Linken, die eben nicht Sarrazin gelesen haben und nicht
verstanden hat, dass er nicht nur eine Momentaufnahme vorlegt, sondern den
fließenden Übergang in religio-faschistoides System, ob in Neukölln,
Wedding oder Kreuzberg.

Was dann alle Ausländer umfaßt, die sämtlich "religio-faschistoid" sind, gelle?

Und daß auch Ausländer Opfer dieses Systems sind - ja, daß vor allem Ausländer Opfer dieses Systems sind, wenn sie sich gegen dieses System stellen und so leben wollen wie Mitteleuropäer, das ist wohl auch eine ideologische Lüge?

Ja - es gibt, wie Ministerin Schröder sagte, Deutschenfeindlichkeit mitten in Deutschland.

Nein - das ist nicht hinnehmbar.

Aber die Antwort darauf ist nicht ein "Wir haben's ja schon immer gesagt, daß Multikulti gescheitert ist."

Die Antwort darauf ist - wäre! - ein Herausstellen der vielen schönen Beispiele für ein gelungenes Zusammenleben, verbunden mit Null-Toleranz gegenüber Haß - egal, gegen wen er sich richtet.

Wo die Null-Toleranz gegenüber jedwedem Haß fehlt, machen sich in der Tat kriminelle Parallel-Gesellschaften breit - denn die Opfer des Hasses finden keinen Schutz, wofür es leider viel zu viele Beispiele gibt.

Wo das Herausstellen der positiven Beispiele fehlt, macht sich eine kriminelle Mehrheitsgesellschaft breit - denn in einer solchen Gesellschaft werden auch diejenigen Ausländer ausgegrenzt und sogar abgeschoben, die untadelig leben, wofür es leider viel zu viele Beispiele gibt.

Beides braucht niemand.

Gruß

Ekki

--
Ich will ficken, ohne zu zeugen oder zu zahlen.
Lustschreie sind mir wichtiger als Babygeplärr.


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