Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

233.682 Postings in 30.704 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Lisa Ortgies in der Süddeutschen

Christine ⌂, Wednesday, 22.12.2010, 19:48 (vor 5503 Tagen) @ Zauberküchenmeister

Kommentar von Stadtmensch zu einem Interview und andere grundsätzliche Überlegungen.

Zitat von Lisa Ortgies aus der Süddeutschen
Formal ist es vorbei mit offenkundiger Diskriminierung, theoretisch ist die Gleichberechtigung da, aber sie wird nicht gelebt. Jetzt gilt es, innere Rollenbilder zu ändern und endlich eine echte Gleichstellung zu erreichen. Ich hätte jedenfalls nichts dagegen, Quotenfrau zu sein, bin aber keine. Und ich bin gern Feministin. Denn jetzt wird es erst richtig spannend.
Zitat Ende

...sagt Lisa Ortgies, Moderatorin der weltbekannten Einschlafsendung >FrauTV«.

Da schau her: Eine der größten feministischen Nervensägen Deutschlands behauptet in einem Streitgespräch mit Frauenministerin Köhler, dass formal die Gleichberechtigung erreicht ist. Bisher ging der Spruch doch immer so: >Es ist zwar schon viel in Sachen Gleichberechtigung erreicht worden, aber Frauen haben immer noch bzw. immer noch nicht (beliebige Benachteiligung einsetzen)...« Obacht: Ab sofort gilt für alle feministischen Luschen in unserem schönen Land die Parole der >nicht gelebten Gleichberechtigung«!

Es gibt so ein paar Standardstrategien, die feministisch erkrankte Menschen (beiderlei Geschlechts) mit Vorliebe abspulen. Eine ist die >Nimmersatt-Methode« und die geht so: Selbst wenn der Staat alle Femis (wie im Märchen über die SterntalerIn) mit Unmengen Gold überschüttet, so bleibt immer noch ein klitzekleines Nachteilchen bestehen. Und solange das nicht ausgeräumt ist, sorry, müssen die Femis eben regelmäßig neue Begrifflichkeiten erfinden, die ihre bedauernswerte Situation an den Fresströgen der Subventionsindustrie möglichst blumig umschreiben - wie eben die fehlende >gelebte Gleichberechtigung«. Das soll nämlich heißen: Gleichberechtigung ist zwar formal erreicht, aber eben noch nicht so, wie die Femis das gut finden. Nach der >gelebten Gleichberechtigung« kommt, sobald ein Gesetz das dann endlich zur allgemeinen Staatsbürgerpflicht erhoben hat, wahrscheinlich sogleich im Anschluss Lisas Forderung nach >gerechter Gleichberechtigung« oder noch viel besser nach >der gerechten und geschmirgelten Gleichberechtigung« oder nach der >der gerechten, geschmirgelten und lila gestrichenen Gleichberechtigung« - es ist wie mit Junkies, nie kriegen sie den Hals voll. Sollte frau keine grobe Benachteiligung hierzulande finden, weicht frau halt auf Drittweltländer aus, wo es noch ganz, ganz viel Ungerechtigkeiten gegen Frauen gibt - ganz ungeschmirgelt, versteht sich. Der deutsche Mann muss doch die Welt für die Frauen retten!

Hört mal, Frauen: Wollt ihr nicht lieber selber nach Afghanistan fahren, wo ihr doch so supi seid, dass wir armen, aussterbenden Männer ständig >Angst vor den starken Frauen« haben?

Man könnte viel Geld sparen, würde man jedes Frauenbevorzungsgesetz streichen und ein einziges Gesetz an ihrer Stelle einführen: Das Verbot der Benutzung des Teilsatzes >Ja, aber...« durch Frauen. Okay, das war jetzt ein patriarchalischer Tagtraum.

Mehr http://www.stadtmensch-chronicles.de/detailansicht.html?&tx_ttnews%5Btt_news%5D=48&cHash=d8c9f5828de9c4639065...

--
Es ist kein Merkmal von Gesundheit, wohlangepasstes Mitglied einer zutiefst kranken Gesellschaft zu sein


gesamter Thread:

 

powered by my little forum