Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Modernen Frauen gehen die Männer aus

Garfield, Tuesday, 21.12.2010, 13:33 (vor 5504 Tagen) @ Floh

Hallo Floh!

Der übliche Dummschwatz.

Jungen und junge Männer seien dagegen viel stärker dem traditionellen Rollenbild verhaftet.

In der DDR, wo nie von Rollenbildern geredet wurde, hatte ich eine Mitschülerin, deren Vater - wie auch in der DDR üblich - voll berufstätig war. Sie hatte noch eine jüngere Schwester. Ihre Mutter hat zunächst gar nicht gearbeitet; später nahm sie einen gemütlichen Teilzeitjob in einer Bibliothek an. Die Mutter dieser Mitschülerin war immer stark geschminkt, und an ihren lackierten Fingernägeln sah man immer gut, daß sie sich nicht gern mit Arbeit die Hände schmutzig machte. Als die Töchter noch klein waren, mußte der Mann in der Mittagspause immer nach Hause kommen. Dann lag seine Gattin im Garten in der Sonne, und die Kinder liefen mit vollen Windeln herum. Die hat er ihnen dann gewechselt und ist danach wieder zur Arbeit gefahren.

Das war zwar ein Extremfall, aber es hat eben auch schon früher Männer gegeben, deren privates Rollenbild so aussah. Das ging auch, und es würde auch heute gehen. Die Probleme liegen ganz woanders:

Ihnen stünden nun starke Frauen mit grossen Ansprüchen in Bezug auf Kinder und Familie gegenüber. Deshalb zögerten vor allem Männer oft, eine Bindung einzugehen.

Diese überzogenen Ansprüche vieler Frauen sind das Problem. Der Mann soll sich zwar auch um Kinder und Haushalt kümmern, aber bitteschön kein Hausmann sein. Er soll eine gute berufliche Position haben und idealerweise mehr verdienen als die Frau. Wenn sie gut verdient, muß er also sehr gut verdienen.

Jungen Männern fehle diese Ermutigung. Sie verspürten noch zu wenig Anreize, sich von ihrem Rollenbild zu lösen.

Nein, sie werden weiterhin von den real existierenden Frauen in dieses Rollenbild hinein gedrängt. Ohne Moos nix los - das lernen schon männliche Jugendliche, z.B. wenn sich ein Mädel nach der ersten Verabredung nicht mehr meldet, nur weil er den Fehler gemacht hat, nicht für sie mit zu bezahlen.

Also strampeln sie sich ab, um möglichst viel Geld zu verdienen, und da bleibt dann oft nicht viel Zeit für die Familie.

Dass Frauen hier weiter seien als Männer, habe zum einen wirtschaftliche Gründe - «bei zwei Verdienern kommt mehr Geld in die Haushaltskasse>.

Ja, weil die Löhne in den letzten Jahrzehnten gesunken sind. Wenn ein Paar heute ein Haus abzuzahlen hat, dann arbeiten dafür entweder beide Partner, oder einer der beiden hat ein sehr hohes Einkommen (was immer seltener vorkommt), oder aber sie leben auf Hartz IV-Niveau. Das hält viele Frauen im Beruf. Und es trägt dazu bei, daß die Ansprüche der Frauen an die Männer sicher nicht sinken werden.

Er sprach sich ausserdem gegen Ehegatten-Splitting aus, die Besteuerung solle auf die einzelne Person abgestellt werden, ob verheiratet oder nicht.

Ja, also arbeitet er wahrscheinlich im Auftrag irgendwelcher Stiftungen, die aus der Wirtschaft finanziert werden. Das Ehegatten-Splitting ist den Firmen ein Dorn im Auge, weil es dazu beiträgt, Frauen in der Hausfrauen-Rolle zu halten. Die sollen aber auch auf den Arbeitsmarkt drängen.

Den heutigen Frauen gehen die Männer aus, weil sie aufgrund ihrer überzogenen Ansprüche immer mehr Männer überhaupt nicht mehr als potenzielle Partner wahrnehmen.

Freundliche Grüße
von Garfield


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