Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Wie schnell man beim Thema Gewalt als Mann in die Bredoullie geraten kann

Kurti, Wien, Sunday, 19.12.2010, 20:44 (vor 5506 Tagen)

Wie schnell man beim Thema Gewalt als Mann in die Bredoullie geraten kann

Es ist schon sehr eigenartig. Als ich so um das Jahr 2000 herum begann, mich mit dem Thema Maskulismus zu beschäftigen, hielt ich das für eine reine Angelegenheit von einer kleinen Gruppe Internet-Freaks - mal respektlos formuliert. Inzwischen jedoch haben die "Einschläge im realen Leben" eine Häufigkeit und Frequenz angenommen, dass mir nur noch die Ohren schlackern.

So erst gestern Nachmittag wieder. Und zwar hat mich da mein Schulfreund angerufen, von dem ich hier schon einmal berichtet hatte (der mit dem Talent für kaputte Frauen-Beziehungen). Er war völlig von der Rolle und berichtete mir von einem Ereignis, welches sich am Tag zuvor, also am Freitag, bei ihm zuhause abgespielt hatte. Es war eine Geschichte, die könnte aus einem Maskulisten-Lehrbuch stammen!!!!!

Und zwar hatte am späteren Abend, so gegen Neun, eine Frau aus seinem Bekanntenkreis, in leicht angetrunkenem Zustand bei ihm geklingelt und ihn gefragt, ob er Lust auf ein paar SM-Spiele hätte, bei denen er den Sklaven geben müsste.
In dem Moment sei bei meinem Freund "eine Sicherung durchgebrannt", wie er es formulierte. Ich muss dazu erklären, dass er aus ziemlich kaputten Familienverhältnissen kommt und in seiner Kindheit oft körperlich misshandelt worden ist. Das SM-Angebot der Frau musste daher irgendein Flashback bei ihm ausgelöst haben.
Jedenfalls berichtete er, er habe, wie von einer fremden Macht gelenkt einen Ledergürtel ergriffen und die Frau damit zur Wohnungstür hinausgepeitscht. Er erzählte, er sei irgendwie von Sinnen gewesen in dem Moment. Er habe nicht gewusst, was er tut.
Es sollte nicht der letzte Besuch gewesen sein, den er in dieser Nacht bekam. Und zwar hat noch in derselben Nacht um halb Elf (!!!) ein Überfallkommando der Polizei (!!!) seine Bude gestürmt (eine Einzimmerwohnung in einem Neubaublock am nördlichen Rande Wiens). Ohne viel Federlesens kamen sie reingestürmt und stellten seine ganze Wohnung auf den Kopf. In ihrer Begleitung war die bewusste Frau. Gleich nach dem Rauswurf war sie zur Polizei gerannt und hatte die abenteuerlichsten Lügengeschichten über meinen Freund erzählt. Er selbst hatte nicht einmal begriffen, was man ihm g e n a u vorwarf, so verrückt und zusammengesponnen waren die Anschuldigungen der Frau.
Die Polizisten konnten jedoch nichts Verdächtiges entdecken und zogen wieder von dannen.
Am nächsten Vormittag hatte er dann zunächst seine Eltern draußen in Niederösterreich angerufen und ihnen von der Sache erzählt. Diese waren etwas misstrauisch und reserviert, konnten sich irgendwie nicht vorstellen, dass die Polizei wegen Nichts ein solches Aufhebens veranstaltet. (So etwas glaubt man eben erst dann, wenn es einen selber trifft.)
Als er mich dann kontaktierte, war er daher auch ziemlich mit den Nerven fertig, dass ihm niemand glaubte, dass er sich außer der kleinen Peitscherei rein gar nichts hatte zu Schulden kommen lassen.

So schnell kannst du heute als Mann in irgendeinen Schlamassel geraten.

Gruß, Kurti


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