Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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LOL

DvB, Sunday, 19.12.2010, 19:58 (vor 5506 Tagen) @ Informator

"Wie dich selbst", das heißt: Man kann niemanden lieben, wenn man sich
selber haßt.

Nicht sehr logisch. Das Gebot setzt viel eher Eigenliebe als Selbstverständlichkeit voraus. Wahrscheinlich gab es da noch keine Züchologen, die auf die bescheuerte Idee gekommen sind, daß man sich auch selber hassen könnte. Und wahrscheinlich auch keine gelangweilten Degeneraten, die das auch tatsächlich getan haben.

Wahrscheinlicher liegt der Fokus aber vielmehr auf der Art, wie man sich liebt. Also z.B. nicht sexuell, nicht wie Du Deinen Besitz liebst oder wie Du es liebst, dumme Sprüche zu klopfen. Ich schätze, um das sicher zu deuten, reicht eine Übersetzung nicht aus.

In dem Sinne bekäme schließlich auch der Haß/Selbsthaß durchaus eine Bedeutung. Denn man kann etwas an sich hassen und soll das dann auch an den anderen hassen.

Was die Geschichte mit dem 'gewissen Überschuß' angeht, kann ich die nicht nachvollziehen. Und wenn Du von meiner Deutung ausgehst, sollte klar sein, daß der, an dem Du dasselbe zu lieben und dasselbe zu hassen hast, wie an Dir selbst, und das auch noch im gleichen Maße, auch den gleichen Rang hat. Verträgt sich also auch so sehr gut mit Rangunterschiedlichkeit.

Wir alle sind Ebenbild Gottes, wenn auch mehr oder weniger
unvollkommen. Wer in diesem Sinne an seiner eigenen Selbstverkommnung
arbeitet, der hilft damit auch anderen.

Käme drauf an, welchen Gottes. Das Ebenbild eines brennenden Gestrüpps bin ich definitiv nicht. :P Und auch nicht das eines Gottes, der Sklaventugenden wie 'andere Wange hinhalten' verbreitet.

Ich glaube, Jesus - sofern es ihn gegeben hat - war ein Mann, der bestimmte ewige Gesetze erkannt hat. (Wie viele Religionsstifter vor ihm.) Man darf nur nicht den Fehler machen, ihn mit der zusammengefälschten Bibel zu verwechseln. Und nicht, sich uninspiriert in irgendwelche Textstellen verbeißen. Das geht schon damit los, daß es völlig absurd ist, 'Du sollst' als Gebot aufzufassen. Das ist Sklavendenken. Vielmehr ist es ein Rezept, wie man ein Gott wird. Ich glaube nicht, daß man damit 'auch anderen hilft' - ich glaube, daß man damit der Verkörperung des Göttlichen hilft. In sich und in anderen, die nach derselben Verkörperung streben, weil sie eben das Göttliche lieben und nicht das Primitive, Gewöhnliche und Niederträchtige

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