Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Vertuschungsversuch eines Lila Pudels zu den Ansichten Schwarzers

Mus Lim ⌂, Wednesday, 15.12.2010, 08:12 (vor 5510 Tagen)

Und dann nannte die Ministerin das wenig glückliche Beispiel, Frau Schwarzer vertrete ja die Ansicht, heterosexueller Sex bedeute für die Frau nahezu immer Unterwerfung – wenig glücklich deshalb, weil Schwarzer dies nie behauptet hat. Nun reagierte Alice Schwarzer nicht gerade souverän auf diese Attacke und polterte los: völlig ungeeignet für ihr Amt, diese Ministerin, keine Ahnung von den Grundzügen des Feminismus. Und überhaupt ...

Das Problem ist, Schwarzer hat dies tatsächlich behauptet.

Der große Unterschied,
Kiepenheuer&Witsch 2000, ISBN 3-462-02934-7, Fischer 2002, ISBN 3-596-15237-2

(57) Diese Zwangsheterosexualität ist es, die – in Verbindung mit der Hardware Sexualgewalt – die Software, die das Verhältnis von Frauen und Männern programmiert.

(58) … Zum Mythos [heterosexueller] Sexualität gehört darum untrennbar der Mythos von Gewalt und Tod. Ein männlicher Mythos mit Tradition. …

(59) „Triebtäter“ sind immer Hasstäter. Und: „Triebtäter“ sind immer Männer.

(67) … viele Frauen durch die Frauenbewegung darauf kamen, sich in eine Frau zu verlieben. Ich weiß, wovon ich rede. … [mit anderen Worten: homosexuelle Sexualität ist gut.]

(79) Das Machtgefälle zwischen den Geschlechtern basiert auf der [heterosexuellen] Sexualgewalt.

(81) … Es bleibt kein anderer Schluss als die bittere Erkenntnis: Jede zweite Frau ist ein Opfer von Sexualgewalt. Und wer darüber streiten will, kann meinetwegen auch davon ausgehen, dass es „nur“ jede dritte ist. Entscheidend ist, dass die [heterosexuelle] Sexualgewalt allgegenwärtig ist und alle Frauen jederzeit zum Opfer machen kann. … Der Vergewaltiger Nr. 1 ist der eigene [heterosexuelle] Mann.

Der kleine Unterschied und seine großen Folgen,
Fischer 2002, ISBN 3-596-15446-4, Fischer 1977, ISBN 3-596-21805-5

(49) Ihr Leben [Das Leben der Frau] ist beherrscht von dem Terror der [heterosexuellen] Norm.

(72) Homosexuelle Frauen verweigern also nicht nur die Frauenrolle, sondern auch die heterosexuelle Macht-Ohnmacht-Hierarchie - bisher oft unbewußt, heute zunehmend bewußter, vor allem auch in den politischen Frauengruppen. [Homosexuelle Frauen widersetzen sich also der heterosexuellen Norm und haben guten, machtfreien Sex.]

(151) … Mann und Frau sind a priori so ungleich … Liebe ist eben nur unter Gleichen möglich, nicht unter Ungleichen. [Liebe = Sexualität wird von A.S. also nur unter Gleichen = Homos anerkannt, nicht aber unter Ungleichen = Heteros.]

Zusätze zur Verdeutlichung in eckigen Klammern von mir.

Fazit:
Die Ministerin hat Alice Schwarzer genauer gelesen und die Ansicht Schwarzers erkannt, heterosexueller Sex bedeute für die Frau nahezu immer Unterwerfung. Der pudelige Journalist leugnet das allerdings ab und versucht es zu vertuschen, um A.S. zu "retten".

Feminismus: Alice im Feindesland, Die Zeit am 13. Dezember 2010

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