Fast schon passender Artikel dazu: "Deutschland ist wie ein träger, fetter, alter Hund"
Die Deutschen sind gutgläubige Staatsbürger und lieben die Ruhe. Zufrieden blicken sie auf Reförmchen und den Sozialstaat. Das wird für kommende Herausforderungen nicht reichen. Von Andrea Seibel mehr...
Ein paar Zitate aus dem Artikel, ihr seid ja "klickfaul":
Und daher ist es ruhig in Deutschland. Niemand geht auf die Straße, weil die Steuern nicht gesenkt werden oder die Bürokratie den Menschen die Nerven und Lebenskraft raubt. Niemand protestiert, weil der Sozialstaat überbordet und die Mitte der Gesellschaft alle Mühsal und Last auf ihren Schultern tragen muss.
Ergänzung von mir: Und weil Menschrechte in diesem Land schon lange mit Füßen getreten werden (Familien"recht", Männer"rechte", ...)
Wie lange aber noch wird man hierzulande dem Umverteilungsstaat folgen? Wie lange noch glauben, er allein könne „alternativlos“ (vielleicht das Wort des Jahres 2010) für Gerechtigkeit und sozialen Ausgleich sorgen? Wie lange noch ignorieren, dass auch nur das ausgegeben werden kann, was eingenommen, das heißt erwirtschaftet wurde? Wie lange noch denken, alle Unterschiede zwischen den Menschen seien des Teufels und ein Ausweis von Diskriminierung?
Nun ja, auch hier eine Ergänzung: Die Umverteilung des Privaten im Familienleben gibt es schon Jahrzehnte und nennt sich z.B. "Unterhalt" bzw. spröder formuliert: "Nacheheliche Solidarität" - dazu muss man hierzulande nicht mal mehr verheiratet sein. Aber man muss nachmännliche leisten!
Also nicht nur darüber mokieren:
Aber auf den Sozialstaat sind die Deutschen mächtig stolz. Ihn halten sie für unverzichtbar. Mit ihm verbinden sie Fürsorge, Fairness und auch das allseits beliebte Wort von der Gerechtigkeit, die jedem widerfahren solle. So kommt es immer noch zur großen Verbrüderung von Politik und Bürgern, denn beide romantisieren den Staat und erwarten von ihm die ausgleichende und gütige Hand.
Denn z.B. Väter, manchmal seltenst auch Mütter, werden in einen Asozialstatus gedrückt. Auf dem Papier reich, mit vielen "Konsumgüterausgaben" (vulgo: Unterhalt) und ansonsten existenziell vernichtet.
So wie die Kanzlerin wartet man lieber ab. Gutes Regieren aber heißt glänzen wollen. Das haben die Deutschen offenbar verlernt.
Zynisch formuliert: Verglüh im Glanze deines "Glückes", deutsches Mutterland.
Schon doll, unsere MichelInes, Politessen und unsere Gesellschaft.
Leser
PS: Der Artikel ist im übrigen trotzdem lesenswert :)
--
Eine bestimmte Sorte Mensch (meist weiblich) hat mir den Krieg erklärt
- und ich gehe da jetzt hin zusammen mit "Sunzi" (500 ante Christum natum)
gesamter Thread:
- Die FDP ist wie die DDR - "auf einmal war sie weg" -
Leser,
11.12.2010, 12:32
- Die DDR ist doch nicht weg! -
Referatsleiter 408,
11.12.2010, 13:03
- Die DDR ist doch nicht weg! - Sachse, 11.12.2010, 13:18
- das wichtigste übersehen - David, 11.12.2010, 13:19
- Fast schon passender Artikel dazu: "Deutschland ist wie ein träger, fetter, alter Hund" -
Leser,
11.12.2010, 13:38
- Fast schon passender Artikel dazu: "Deutschland ist wie ein träger, fetter, alter Hund" -
Puffbesucher,
11.12.2010, 23:39
- Antwort zum Sozialstaat - Leser, 12.12.2010, 09:01
- Fast schon passender Artikel dazu: "Deutschland ist wie ein träger, fetter, alter Hund" - Puffbesucher, 12.12.2010, 02:59
- Fast schon passender Artikel dazu: "Deutschland ist wie ein träger, fetter, alter Hund" -
Puffbesucher,
11.12.2010, 23:39
- Rechtlich gesehen, wurde.... - Michi, 12.12.2010, 10:07
- Die FDP ist wie die DDR - "auf einmal war sie weg" - MC Henrich, 12.12.2010, 23:49
- Und die Quotentusse schlägt zurück -
Red Snapper,
13.12.2010, 16:15
- Und die Quotentusse schlägt zurück - MC Henrich, 14.12.2010, 01:04
- Die DDR ist doch nicht weg! -
Referatsleiter 408,
11.12.2010, 13:03