Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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"Der Bedarf von Kindern ist eine absolute Blackbox für uns"

Leser, DFR (Deutsche Femokratische Republik), Saturday, 04.12.2010, 18:09 (vor 5520 Tagen) @ Oliver

Moin Oliver,

Am 01.01.2010 wurden die Unterhaltszahlung für Kinder um
durchschnitllich 13% erhöht, nach Überprüfung der Regelsätze für
Hartz IV Empfänger durch das Statisches Bundesamt wurde ermittelt,
das Hartz IV Regelsätze für Kinder zu hoch ausfallen würden.

da bestimmte Verlinkungen hier nicht erwünscht sind, ein Zitat aus einem anderen Forum:

Früher wurden die Bedarfe von Kindern nach Hartz IV einfach prozentual auf den Satz für Erwachsene gerechnet. Diese Berechnungsgrundlage hat das BVerfG gekippt. Die Bundesregierung mußte realistische Berechnungen anstellen lassen - und ist nunmehr sehr verwundert.

"Der Regelsatz für Kinder bleibt unverändert. Es gibt 215 Euro für Kinder bis 6 Jahre, 251 Euro für Kinder von 7 bis 13 Jahre, 287 Euro für 14- bis 18-Jährige. Zustande gekommen waren die Sätze ursprünglich, indem 60 bis 80 Prozent des Erwachsenen-Regelsatzes angesetzt worden waren.

Das hatte das Verfassungsgericht aber gerügt: Kinder seien keine kleinen Erwachsenen. Nun ließ das Ministerium eigenständige Berechnungen für den Bedarf von Kindern durchführen – und hätte nach diesen den Satz sogar senken müssen.

Darüber zeigte sich selbst von der Leyen überrascht. „Der Bedarf von Kindern ist eine absolute Blackbox für uns gewesen“, sagte sie am Montag. (...) Aus Gründen des Vertrauensschutzes bleiben die Sätze gleich."

Richtig gelesen. Unsere derzeitige Bundesarbeitsministerin und vormalige Bundesfamilienministerin erklärt, daß sie keinen blassen Schimmer von dem realistischen Mindestbedarf eines Kindes hatte. Warum sollte ein Familienministerium so etwas auch interessieren?

Realistisch sind also:

ca. 203 Euro von 0 bis 6
ca. 239 Euro von 7 bis 13
ca. 275 Euro von 14 bis 18

Zum Vergleich die aktuellen Unterhaltswerte (100% für Einkommen unter 1500 Euro)

317 Euro von 0 bis 5
364 Euro von 6 bis 11
426 Euro von 12 bis 17
488 Euro ab 18

Recht hat er, auch damit:

Vätern wird bis zu ihrem Existenzminimum (und darunter) also rund 55% mehr abgeknöpft, als das Kind real benötigt. Der Differenzbetrag dürfte für Kippen, Alk und Handy für die
... (es folgt eine Beschreibung der Kindsmutter)

Unser Politsystem vermengt also munter und weiter: Sozial-, Familien- und Unrecht miteinander. Es ist zum verzweifeln, dieses 'schland!

Leser, so ganz ohne Vertrauensschutz

--
Eine bestimmte Sorte Mensch (meist weiblich) hat mir den Krieg erklärt
- und ich gehe da jetzt hin
zusammen mit "Sunzi" (500 ante Christum natum)


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