Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Ich bin so frei! Nescafe ist dabei.

Reiner Hohn, Friday, 03.12.2010, 18:34 (vor 5521 Tagen) @ adler

Deshalb wäre ich auch 1789 mit auf den Barrikaden gewesen in Paris. Ich
hätte ja noch nicht wissen können, daß neues, vielleicht größeres
Unrecht daraus entsteht. Und ich wäre 1832 mit auf dem Hambacher Fest
gewesen für Bürgerrechte. Ich wäre aber auch im "Tausendjährigen" (das
ja links gewesen sein soll, was für ein Hohn!) im Widerstand gewesen,
vielleicht da, wo Dietrich Bonhoeffer war. Und spätesten 1989 hätte ich
an den Montagsdemonstrationen gegen das DDR-Regime teilgenommen.

11. Abschaffung des Arbeits- und mühelosen Einkommens, Brechung der Zinsknechtschaft.

12. Im Hinblick auf die ungeheuren Opfer an Gut und Blut, die jeder Krieg vom Volke fordert, muß die persönliche Bereicherung durch den Krieg als Verbrechen am Volke bezeichnet werden: Wir fordern daher restlose Einziehung aller Kriegsgewinne.

13. Wir fordern die Verstaatlichung aller (bisher) bereits vergesellschafteten (Trusts) Betriebe.

14. Wir fordern Gewinnbeteiligung an Großbetrieben.

15. Wir fordern einen großzügigen Ausbau der Altersversorgung.

16. Wir fordern die Schaffung eines gesunden Mittelstandes und seine Erhaltung, sofortige Kommunalisierung der Groß-Warenhäuser und ihre Vermietung zu billigen Preisen an kleine Gewerbetreibende, schärfste Berücksichtigung aller kleinen Gewerbetreibenden bei Lieferung an den Staat, die Länder oder Gemeinden.

17. Wir fordern eine unseren nationalen Bedürfnissen angepaßte Bodenreform, Schaffung eines Gesetzes zur unentgeltlichen Enteignung von Boden für gemeinnützige Zwecke. Abschaffung des Bodenzinses und Verhinderung jeder Bodenspekulation.

18. Wir fordern den Rücksichtslosen Kampf gegen diejenigen, die durch ihre Tätigkeit das Gemeininteresse schädigen. Gemeine Volksverbrecher, Wucherer, Schieber usw. sind mit dem Tode zu bestrafen, ohne Rücksichtnahme auf Konfession und Rasse.

19. Wir fordern Ersatz für das der materialistischen Weltordnung dienende römische Recht durch ein deutsches Gemeinrecht.

20. Um jedem fähigen und fleißigen Deutschen das Erreichen höherer Bildung und damit das Einrücken in führende Stellung zu ermöglichen, hat der Staat für einen gründlichen Ausbau unseres gesamten Volksbildungswesens Sorge zu tragen. Die Lehrpläne aller Bildungsanstalten sind den Erfordernissen des praktischen Lebens anzupassen. Das Erfassen des Staatsgedankens muß bereits mit dem Beginn des Verständnisses durch die Schule (Staatsbürgerkunde) erzielt werden. Wir fordern die Ausbildung besonders veranlagter Kinder armer Eltern ohne Rücksicht auf deren Stand oder Beruf auf Staatskosten.

Kennst du das, adler? Ist nicht von der KPD oder SPD, könnte es aber sein. Es stammt aus dem 25-Punkte-Programm der NSDAP. Von _Rechten_, die sich zudem zu erbitterten Feinden des Bürgertums erklären, die vor allem von Abschaffung der Klassen und Stände träumen, die jedem begabten Kind gleiche Aufstiegschancen verschaffen wollen, habe ich noch nicht gehört. Du?

Ich würde es als "Hohn" bezeichnen, eine solche Partei rechts zu nennen


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