Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

233.682 Postings in 30.704 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

G.Huntemanns Feminismus- und Matriarchatskritik

Schreiber12, Friday, 05.11.2010, 16:38 (vor 5549 Tagen)

Einer der fulminantesten Kritiker des Feminismus ist der evangelische Theologe Georg Huntemann. In einem seiner Bücher lese ich gerade diese Stelle, in welchem er an ein biblisches Zitat (Tim. 2,11-15) anknüpft:

"Eine Frau lerne still in aller Unterordnung; zu lehren aber gestatte ich einer Frau nicht, auch nicht, sich über den Mann zu erheben, sondern ich gebiete ihr, sich still zu verhalten. Denn Adam wurde zuerst geschaffen, danach Eva. Und Adam wurde nicht verführt, das Weib vielmehr wurde verführt und ist in Übertretung geraten. Sie wird aber gerettet werden durch das Kindergebären, wenn sie in Glauben und Liebe und Heiligung mit Sittsamkeit verbleibet."

In diesen wenigen Sätzen steht fast alles, wogegen der Feminismus Sturm läuft.

Nun kann man natürlich die theologischen Begründungen, die der Apostel gibt - und die der heutige strenggläubige Theologe übernimmt - zurückweisen. Aber darauf kommt es nicht an. Vielmehr haben wir es hier mit einer Bewegung zu tun, die sich nicht mit der Aufzählung männlicher Benachteiligungen durch den Feminismus begnügt, sondern vielmehr einen moralischen Impuls verkörpert, der fern von allem Sarkasmus und Zynismus, eine Richtung des Handelns weist, die politikfähig ist.

Was aber begründet die geradezu militante Ablehnung des Gottesglaubens fast aller Antifeministen? Es scheint, daß ihnen die Unterdrückung durch die Frau immer noch weitaus angenehmer ist als die - vermeintliche - Unterdrückung durch einen als männlich oder väterlich vorgestellten Gott. Und sie glauben, daß der herrenlose Mann die Tyrannei der Frau von sich aus abschaffen kann. Sie glauben, daß die Frau den herrenlosen Mann irgendwann für voll nehmen wird.

Wer sich über Huntemanns Antifeminismus orientieren will, der lese dies:

http://www.horst-koch.de/joomla_new/content/view/237/236/

Wie gesagt, sind die theologische Begründungen nicht jedermanns Sache. Die Entschiedenheit aber, mit der die Würde des Mannes verteidigt wird, ohne in Sarkasmus oder morbiden Zynismus abzugleiten, verdient alle Achtung.

Vergleichen damit, sind viele der aktiven Männerrechtler schlichtweg Pudel.

trel


gesamter Thread:

 

powered by my little forum