Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Naturaltausch

meiner eins, Thursday, 28.10.2010, 14:18 (vor 5557 Tagen) @ Ekki

Hallo Ekki!

Naturaltausch kann eben nur dann funktionieren, wenn die jeweilige Gegenpartei etwas hat, das der andere begehrt. Aber eben nur dann.

Sowohl die Wirtschaft als Ganzes als auch das Leben der
Individuen funktionieren nur so lange, wie bei Transaktionen immer eine der
beteiligten Parteien Geld bekommt.

Wobei auch Geld nur ein Taschmittel sein sollte - das allerdings zum einen universell ist und zum anderen die beteiligten dem entsprechendene Tauschmittel, das ja nur einen virtuellen bzw. geglaubten Wert besitzt. Sinkt das Vertrauen in dieses Tauschmittel Geld, sinkt der virtuelle Wert.

Wie eine reine Tauschwirtschaft - nicht - funktioniert, konnte man
im ehemaligen Ostblock anschaulich beobachten:

Die Tauschwirtschaft funktioniert doch auch heute noch im internationalen Handel? Denn das Land A mit Geld A kann in Land B mit Geld B nicht mit Geld A bezahlen und umgedreht. Land B kann natürlich Geld A akzeptieren und umgedreht, kann damit aber nur im jeweils anderen Land Waren und Dienstleistungen damit einkaufen. Das ist schlußendlich ein Naturaltausch.

Naturaltausch könnte in einem Land auch funktionieren, solange es stark zusammenhaltende kleinere Bevölkerungseinheiten gibt, die selbstlos für einander da sind. Das funktioniert allerdings nicht in einer vereinzelten Gesellschaft, in der das Individuum darauf vertrauen muß, daß es morgen für sein Geld all das bekommt, das er braucht, aber nicht selbst herstellen kann.

Ehemaliger Ostblock mit dem Sozialismus: Das war meiner Ansicht nach auch ein Kapitalismus, den man allerdings in einen Nebel hüllte. Und dieser Sozialismus zerbrach nicht am Sozialismus sondern am eingehüllten Kapitalismus. Wäre es ein reiner Sozialismus ohne Kapitalismus gewesen, hätte es nicht kurz nach dem Zusammenbruch schon Oligarchen geben können.

Das andere Absurdum haben wir gerade vor 2 Jahren hier im
Westen erlebt (...)

Diese Wirtschaftskrise ist doch noch gar nicht beseitigt, obwohl das von unseren Politikern und Massenmedien so verzapft wird. Denn wäre sie zu Ende, würden die Politiker nicht gleichzeitig vom "enger Schnallen des Gürtels" sprechen und wir hätten über unsere Verhältnisse gelebt, wenn gerade die BRD Jahr für Jahr einen Außenhandelsüberschuß produziert.

Das ist nun aber schon weit weg von meinem Ausgangsbeitrag und würde ich auch gerne dabei belassen, bevor sich hier noch ein paar "Hardcore"-Kapitalisten einmischen.


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