Gesundheit ist weiblich
Antwort von Frau Reuters auf meien Mail:
Sehr geehrter Herr ,
über Ihre Anfrage und das damit verbundene Interesse bin ich sehr
erfreut!"Gesundheit ist weiblich" als Titel spielt u.a. mit der Grammatik (die
Gesundheit) und spiegelt als Provokation wider, dass sich Frauen zu einem
höheren Prozentanteil als Männer um ihre Gesundheit kümmern. Es gibt auch
Männer die teilnehmen. Ein Männerausschluss ist im Flyer nicht formuliert.Grundsatz meiner Arbeit ist es, Benachteiligungen auf Grund von Geschlecht
etwas entgegen zu setzen. Ein konkretes Beispiel aus der Vergangenheit im
Zusammenhang mit Gesundheit: Die Sterberate bei Frauen mit einem Infarkt
ist auffallend höher als bei Männern die einen Infarkt erleiden. Warum?
Nun, die in der Medizin gelehrten Symptome, treten fast ausschließlich bei
Männern auf - nicht bei Frauen.
Dieses Thema wurde längere Zeit bundesweit aufgegriffen (Kooperationen
zwischen zuständigen Ministerien, Gesundheitsämtern und u.a.
Gleichstellungsbeauftragten / Frauenbeauftragten). Diese Kampagne hatte ca. in den Jahren
2002 - 2004 ihren Höhepunkt. Inzwischen wurde hierzu mehr geforscht und
Erkenntnisgewinn gezogen.Sollte eine Benachteiligung für Männer auf Grund von Geschlecht (und nur
das kann Arbeitsgrundlage für mich sein) festgestellt werden und es
würde eine entsprechende Kampagne gestartet, könnte sie zu einem Arbeitsinhalt
für mich werden. Gerne kann ich Sie dann hierzu informieren. Außerdem
haben Sie die Möglichkeit in Ihrer Verbandsgemeinde sich an die dortige
Gleichstellungsbeauftragte zu wenden und einen Vorschlag hinsichtlich des
Programms zu machen. Zuletzt wurde häufig nach Entspannungs- und
Antistresstechniken gefragt. Das hat dann auch Berücksichtigung im Programm gefunden.
Gerne würde ich Sie in unseren Postverteiler aufnehmen - dann bekommen
Sie von uns aktuelle Flyer zu geschickt - hierzu benötige ich jedoch eine
Aufforderung von Ihnen. Diese können Sie ganz formlos per Mail schicken.
Mit freundlichen GrüßenPia Reuter
Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Rhein-Hunsrück
Pia Reuter
Ludwigstraße 3 - 5
55469 Simmern
Telefon: 06761 / 82-104
E-Mail: pia.reuter@rheinhunsrueck.de
Meine Antwort:
Sehr geehrte Frau Reuter,
leider ist der Titel sehr ausgrenzend, und es ist nicht ersichtlich, das auch Männer auf dieser Veranstaltung erwünscht sind. Ich rege daher den Vorschlag an, den Titel diese Veranstaltung Geschlechtsneutral zu verfassen, insbesondere wegen folgendem Passus aus der Presse:
"Die Veranstaltungen rund um die Heilwirkung natürlicher Lebensmittel, Entspannungstechniken, die Wirksamkeit von Bachblüten, aber auch Naturheilverfahren bei frauenspezifischen Beschwerden finden in"
Quelle: http://www.allgemeine-zeitung.de/region/bad-kreuznach-bad-sobernheim-kirn/meisenheim-idar-oberstein/9526253.htm
Es ist schlicht und ergreifend nicht ersichtlich, das auch Männer dort erwünscht sind, da es ja um Frauenspezifische Beschwerden geht.
Zu der von ihnen angeführten Benachteiligung von Frauen, bei Gesundheitsfragen: Männer sterben in den Industrienationen zwischen 5 und 8 Jahren früher als Männer. Ich kann daher keine Benachteiligung für Frauen, bei der Gesundheitsvorsorge erkennen, insbesondere da es einen Frauengesundheitsbericht und keinen Männergesundheitsbericht gibt. Es stellt sich daher auch die Frage, da es Programme extra nur für Frauen gibt, welche Veranstaltunen sie Planen oder schon jetzt zur Verfügung stellen, die sich mit der Gesundheit der Männer befasst.
Desweiteren würde ich es begrüssen, wenn sie mich in ihren Postverteiler aufnehmen.
Mit freundlichen Grüssen
gesamter Thread:
- Gesundheit ist weiblich -
imion,
25.10.2010, 15:49
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Männerbeauftragter,
25.10.2010, 16:28
- Gesundheit ist weiblich - imion, 25.10.2010, 17:26
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imion,
26.10.2010, 16:38
- Gesundheit ist weiblich - MC Henrich, 26.10.2010, 21:53
- Gesundheit ist weiblich -
Männerbeauftragter,
25.10.2010, 16:28