Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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...nur zur Klärung

Flint ⌂, Wednesday, 20.10.2010, 12:19 (vor 5565 Tagen) @ V ne

Ich red hier nicht von Kleinstkindern, sondern von Kindern ab einem Alter
von drei Jahren.
Und ich sprech hier nur von meiner (unwissenschaftlichen) Meinung.

Ok

Meiner Nichte tat es gut, vom Rockzipfel der Mutter ein Stück weit
gelöst zu werden ... und sie ist heute immer noch ein fröhliches,
mittlerweile 8-jähriges Kind (wobei Du ja Probleme ansprichst, die sich
dann erst im Erwachsenenalter zeigen werden, richtig?).

Ok

Ich denk übrigens auch nicht, dass ich heute Bindungsprobleme habe,
"obwohl" ich im Kindergarten war.

Ok

(Ich hab ausschließlich Probleme damit, mit Leichtigkeit über den
Tisch gezogen zu werden/mit Selbstbildern von konkreten Frauen, die sich in
keinster Weise mit dem Fremdbild meinerseits decken ... kann mich aber
sehrwohl binden, was sich IMO in einer langjährigen Freundschaft zum
Beispiel zeigt, welche nicht immer nur "Spaß" für mich bedeutet haben
[Thema: zuverlässiger Beistand in schwierigen Lebensumständen/Aushalten
von "Kränkungen meiner Eitelkeit"]).

Ja, ok.

Ich habe in deiner Beschreibung hier gesehen, daß wir im Prinzip dasselbe Gute für das Kind wollen. Bloß die Wege sind verschieden.

Was die Deponierung von Kleinstkindern angeht, denke ich, sind wir uns einig.

Bei der Altersgrenze ab wann sie nicht mehr NUR zu Hause sein müssen, gehe ich von 4 Jahren aus. Du von 3 Jahren. Da kommt es auch auf das jeweilige Kind an. Es kommt auf die Dauer an, die es z.B. mit anderen alleine zusammen ist (von einigen Minuten bis 1 Stunde oder vielleicht 2 Stunden. Keinesfalls Ganztags!!!), und auf die Umgebung wo dies ist (beim Nachbarn, oder kilometerweit entfernt ohne Rufmöglichkeit wenn das Kind den Kontakt mit Anderen abbrechen möchte. Die Unterbrechungs- bzw. Abbruchmöglichkeit MUSS für das Kind jederzeit möglich sein, etwa dadurch, daß der Elternteil angerufen werden kann um das Kind sofort abzuholen), und auf die "Qualität" der Umgebung (keine rohen Kinder, keine Gender-Mainstreaming anwendente Betreuungsperson).

Ich habe generell bei der Beurteilung was das Thema "sich in der Gruppe aufhalten bzw. mit dieser in Kontakt kommen (sollen)" als Maßstab das sensible Kind vor Augen (nicht das grobe, dickhäutige Kind). Für beide sollte es unterschiedliche Lösungen geben. Das sensible Kind gehört länger geschützt (speziell vor den rohen Dickhäutigen [unter denen es auch bereits bösartige bzw. psychopathische menschliche Bestien ohne Gewissen gibt] usw.).

Du hast im anderen Beitrag einige Sachen geschrieben auf die ich hier noch eingehen will:

Kinder interessieren sich sehr für andere Kinder. Diesen die Möglichkeit geben, mit anderen in Kontakt zu treten, bedeutet, dass sie die Möglichkeit haben, auf Augenhöhe andere kennen zu lernen.

Das sehe ich auch so. Es sollte dann halt auch wirklich vom Interesse des Kindes gelenkt werden, nicht von niederen Abschiebe- und Deponier-Ambitionen der Eltern.

Ich z.B. will, dass jeder sich seiner Triebfedern bewusst ist, und dann dazu steht, mit offenem Visier...

Das will ich auch. Dazu muß aber die Grundlage beim Individuum erst einmal gefestigt genug sein, um sich dann behaupten zu können. Das geht sicher nur schrittweise.

Kinder, die nur mit Erwachsenen zusammen sind, entwickeln mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Persönlichkeitsstörung, da sie sich immer innerhalb eines eindeutigen Gefälles ~durchsetzen müssen (Erwachsener -> Kind; bzw. > "Übermächtige Person" -> "abhängige Person"; oder so ähnlich).

Da haben wir die selben Absichten.

Ich denke, auch hier muß man auf den Einzelfall schauen. Kommt sicher auf die Erwachsenen an und auf das Alter des Kindes.
Wenn ich z.B. ein ungehöriges, doof-dämliches Verhalten bei einem kleinen Kind sehe, schaue ich mich sofort um, um den Elternteil zu finden. Ich finde dann zu 99,9% einen bescheuerten Elternteil. Ich habe bisher (fast) immer gesehen, daß die Kinder im entsprechenden Zustand der Eltern sind (von freundlich-ruhig-vernünftig bis neben_der_Spur/nervig-bescheuert).

Ich will Kindegärten, wo Kinder ein Rahmen geboten wird, Erfahrungen mit
seines Gleichen zu machen, wo Kinder auf Bäume klettern können, im
Sandkasten spielen können, malen können, streiten können, sich
gegenseitig aushalten müssen, Erwachsene fragen können, dreckig werden
können beim Spielen, sich Burgen bauen können und gegen "andere"
verteidigen müssen, ...
und sich nicht ernsthaft verletzen können, da die berühmt berüchtigte
Aufsichtspflicht erfüllt wird :-P ...
... wo Kinder "ihre" Gesellschaft leben können, sich gegenseitig Dinge
abschaun können ...
Und die Kindergärtner und Kindergärtnerinnen sind vorallem passiv
unterstützend.

Wenn alles ideal stimmt, d.h. das Alter des Kindes, sein Wunsch in der Gruppe zu sein, wirklich vorhanden ist und geäußert wird, die Dauer vom Kind bestimmt wird (jederzeit Abbruch möglich), es mental geschützt ist weil sein Zusatand stabil genug ist, es keinen Psychopathen (psychopatischen Kindern oder psychopathischen Erziehern) ausgesetzt ist usw. usf kann ich mir so etwas halbwegs ohne innere Gegenwehr vorstellen. Ich ziehe dennoch ein "auf Bäume klettern können, im Sandkasten spielen können, malen können, streiten können, sich gegenseitig aushalten müssen, Erwachsene fragen können, beim Spielen dreckig werden können, Burgen bauen und gegen 'andere' verteidigen müssen zu können" jenseits von kollektiven Einrichtungen vor. Es ist ein Unterschied, ob ich irgendwo eingesperrt bin (egal, mit wie vielen guten Worten man das beschönigt) oder ob ich in Freiheit bin.

Wenn Alle vernünftig und gutartig sind ist der Schaden am geringsten. Davon kann man aber leider nicht ausgehen.

Und die Argumentation, daß es z.B. besser für so manches Kind sei, in Kindertagesstätten zu sein als bei ihren Assi-Eltern zu Hause, trifft sicher auf Einzelfälle zu. Ich jedenfalls wäre als kleines Kind trotz vielleicht manch übler Umstände sicher lieber zu Hause geblieben als im kollektiven Knast mit rohem Pack eingesperrt und ihm wehrlos ausgeliefert.
Ich bin auf dem Land groß geworden, in Freiheit. Ich brauchte nicht in eine Kinderkrippe oder Kindergarten (man hatte es einmal versucht... :-( ) Ich habr noch ein 2 Jahre jüngeres Geschwister gehabt. In der Nachbarschaft gab es auch Kinder (die kamen aber erst später in Bezug) Als Kleinkind brauchten wir das nicht. Wir konnten machen was wir wollten! Es war super, uns fehlte nichts!

Was Du kritisieren möchtest, ist vermutlich die abartige Form des
Kindergartens (Dissens).

Das muß sowieso mit allen Mitteln bekämpft werden!!!!!!!!! Carlos bezeichnete das mit einem absolut treffenden Ausdruck als "seelische Vergewaltigung in einer Art Kz"

Zitat Carlos, Beitrag vom 07.06.2008 - 23:18:

"Dem Laden geht es offensichtlich in erster Linie darum, kleine Buben zu dressieren, sie zu erniedrigen, sie fertig zu machen, ihnen tagtäglich ihre Minderwertigkeit den Prinzeßchen gegenüber einzuhämmern; mithin also eine Art Gehirnwäsche, eine Art permanenter, seelischer Vergewaltigung in einer Art KZ.
[link=http://www.femdisk.com/includef.php?

path=forum/showthread.php&threadid=3659&entries=15]Quelle[/link]

Was Du hierfür bereit bist zu tun, ist, Kindern die Möglichkeit zu
nehmen, vielfältige Erfahrungen machen zu können, Freundschaften
schließen zu können

Es kommt auf vernünftige Lösungen und Vorgehensweisen an. Daß was den Einen verletzt, kitzelt den Anderen vielleicht nur oder er bemerkt es auch nicht. Die Möglichkeit, Erfahrungen im Leben zu machen gibt es reichlich bis nahezu unendlich. Später kommt für die Kinder dann Das Trauma der kollektiven (Ganztags)-Schule in den besten und wichtigsten Jahren ihres Lebens (die ihnen ruiniert und genommen werden von diesem Dreckspack). Es gilt, die Ruhe für eine Person zu sichern. In der Ruhe liegt die Kraft. Die Ruhe ist wesentlich wertvoller als die Ablenkung. Ablenkung gibt es später noch mehr als genug. Ein starker Geist kommt von Innen. Wem das Innenleben bereits in jüngsten Jahren permanent gestört und zerstört wurde, was soll bei dem noch rauskommen.
Es gibt sicher introvertierte Typen und extrovertierte Typen. Nicht jeder ist ein Gottschalk. Die Einen beziehen ihre Kraft und Richtung von Innen, die Anderen von Außen.

Zum Thema Schule empfehle das Buch "Unterm Rad" von Hermann Hesse, und das Buch "Die Schule - Ein Frevel an der Jugend" von Walther Borgius

Ich bin für die Abschaffung der Schulpflicht und für die Abschaffung jeglicher sonstiger kollektiven Anstalten, angefangen von der Krippe über den Wehrdienst bis zum Altersheim. Zumindest von jeglichem Zwang, daran "teilnehmen" zu müssen.

Gruß
Flint

Ps: Es gibt einen Schlüssel der sich gut als Faustregel verwenden läßt. Was ist dem Menschen von klein auf bis zur Bahre gemein? Es ist der Drang, das Bedürfnis, der Grundtrieb nach Selbstbestimmung. Dies sollte man jedem Menschen so weit wie möglich gewähren oder ihm helfen, es zu erreichen.

Pps: Hier noch ein Bericht von Ed aus dem MANNdat-Forum, den ich vor ca. 2 Jahren gesichert hatte bevor er dort aufgrund eines Server-Problems verloren ging. Ich denke, es ist ok, ihn hier zu bringen. Ich kriege immer wieder die Wut wenn ich ihn lese!
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Der Maskulist
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Familienpolitik


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