Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Das "scharfe s" oder "sz"

adler, Kurpfalz, Friday, 15.10.2010, 20:28 (vor 5569 Tagen) @ Flint
bearbeitet von adler, Friday, 15.10.2010, 20:36


Fünf Schritte zur modernen Orthografie

Starker Text, von Dir?

Zurück zum letzten Angriff auf die Deutsche Sprache:

Schon in der damals noch Volkschule genannten Unterstufe habe ich gelernt, daß sich das "ß", auch "scharfes s" oder "sz" genannt, aus der Zusammenfassung von "s" und "z" in der geschriebenen Form der hier 400 Jahre üblichen deutschen Schrift gebildet hat. Darum heißt es ja auch IMMER NOCH "sz". Da brauche ich keinen ellenlangen wikiPrawda-Artikel dazu. Wenn ich mir die beiden Zeichen (Kleinschrift und mittleres s verwendet) anschaue, dann ist das auch augenfällig und plausibel.
Einzelverlinkung als IMG funktioniert leider nicht, deshalb hier raussuchen:

Als die Sprachpolizei dann anfing, das ß abschaffen zu wollen, habe ich mir wieder mal an den Kopf gefasst. "Deutschland schafft sich ab" war damals noch nicht erschienen, aber gedacht habe ich schon in dieser Richtung. Zunächst sorgte ich mich noch um die Umlaute ä,ö,ü. War aber schnell beruhigt, denn das Gibs ja auch bei den türkischen Landsleuten. Die Abschaffung wäre also im Land des Multikulti politisch höchst unkorrekt.

Seit diesem vorläufig letzten Angriff auf die Deutsche Sprache, erlaube ich mir aus Protest das ß zu schreiben, wie ich will, nach Lust und Laune. Mit ss, ß oder auch sz habe ich da überhaupt keine Probleme. Sprache kann man nicht von oben verordnen, Sprache lebt und entwickelt sich ganz von selber aus der Anwendung. Meist regrediere ich ;-) bei der Schreibe und halte mich eben an das, was ich auch schon in der Volksschule als Regel gelernt habe: Das "sz" wird zu doppel ss, wenn es schnell und zum ß, wenn es gedehnt gesprochen wird.

Gruß
adler

--
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