Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Berlin-Institut pro Emanzipation

jens_, Monday, 27.09.2010, 21:31 (vor 5587 Tagen)

Warum die Kinderzahlen in den Ländern Westeuropas so unterschiedlich hoch sind

Im Jahr 2005 hat das Berlin-Institut die Untersuchung "Emanzipation oder Kindergeld? Der europäische Vergleich lehrt, was man für höhere Geburtenraten tun kann" veröffentlich. Darin wurden die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für die unterschiedlichen Kinderzahlen in westeuropäischen Nationen anhand einer Reihe sozioökonomischer Indikatoren verglichen. Dabei wurde deutlich, dass die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung, die früher zu immer weniger Kindern geführt hat, diesen Effekt heute nicht mehr hat. Mittlerweile werden in jenen Ländern mehr Kinder geboren, die in Bezug auf Wohlstand und auf die Gleichbehandlung der Geschlechter die modernsten Gesellschaftssysteme aufweisen.
[...]
Am deutlichsten wird der Zusammenhang zwischen Emanzipation und Kinderzahlen bei der Zahl der nicht-ehelichen Geburten. In allen westeuropäischen Ländern, die eine Gesamtfertilitätsrate von mehr als 1,7 Kindern je Frau aufweisen, wird ein größerer Anteil aller Kinder außerhalb von Ehen geboren als in Deutschland. Länder wie Italien und Griechenland, in denen uneheliche Lebensgemeinschaften und uneheliche Kinder noch immer stigmatisiert sind und dementsprechend selten vorkommen, haben die geringsten Geburtenraten Westeuropas.

Das Festhalten an traditionellen Familienstrukturen schafft somit keinerlei demografischen Vorteil: Bei den geburtenfreudigen Schweden, Norwegern und Franzosen kommt hingegen etwa die Hälfte aller Kinder außerehelich zur Welt - in Island, dem Staat mit der europaweit höchsten Kinderzahl je Frau sind es sogar über 65 Prozent.
http://anonym.to?http://www.berlin-institut.org/studien/emanzipationoder-kindergeld.html

Was die Studie "vergessen" hat zu erwaehnen ist, dass in den kinerreichen Laendern nicht-verheiratete Vaeter auch nicht so benachteiligt sind wie in Deutschland oder Oesterreich. Genrell haben geburten-reiche Laender i.d.R. keinen so maennerfeindlichen Feminismus entwickelt.


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