Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Staatlich gewollt: Wegen falschem Vergewaltigungsvorwurf: 5 Jahre unschuldig im Knast

Rainer ⌂, Saturday, 25.09.2010, 14:33 (vor 5589 Tagen)

Jahrelang saß Ralf Witte wegen der angeblichen Vergewaltigung einer 15-jährigen unschuldig hinter Gittern. Anfang des Monats wurden er und ein Mittäter in einem Wiederaufnahmeverfahren vor dem Landgericht Lüneburg freigesprochen. Über die damalige Verurteilung, die auch auf fragwürdigen Gutachten basierte, hatte Panorama bereits am 25. Juni 2009 berichtet und Witte im Gefängnis besucht. Rückblickend auf dieses Urteil spricht der Anwalt des Freigesprochenen, Johann Schwenn, nun von "Rechtsbeugung".

Kurz nach dem Panorama-Bericht wurde Ralf Witte vorläufig entlassen. Das Landgericht Lüneburg hatte große Zweifel an der Glaubwürdigkeit des vermeintlichen Vergewaltigungsopfers. Nur wenige Monate nach der Verurteilung der Männer im Jahr 2004 machte das vermeintliche Opfer Jennifer W. eine neue Aussage bei der Staatsanwaltschaft. Sie sagte aus, dass sie bereits seit ihrem achten Lebensjahr Opfer eines Kinderpornorings gewesen sei. Auch habe sie mit ansehen müssen, wie ein Baby getötet wurde. Der damals zuständige Staatsanwalt hatte diese Aussage der Hauptbelastungszeugin jahrelang zurückgehalten. Das damalige Urteil basierte fast vollständig auf der Aussage des vermeintlichen Opfers. Und dieses habe, so Anwalt Schwenn, bereits damals an einer psychischen Störung, dem Borderline-Syndrom, gelitten.
Gefunden bei WebJungs

http://www.youtube.com/watch?v=pLr-Hq2KEO4
Wenn sich die Staatsanwaltschaft keiner Schuld bewusst ist, muss das Rechtsysten grundsätzlich ungenügend sein. Oder anders gesagt: Es geht dem Rechtsystem überhaupt nicht um Gerechtigkeit.

Rainer

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Kazet heißt nach GULAG jetzt Guantánamo


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