Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Darstellung in den Medien

ray, Thursday, 23.09.2010, 03:36 (vor 5592 Tagen) @ A

41 jährigen erfahren wir sofort in welch schlimmer Situation (Trennung,
kein Sorgerecht...) sie gesteckt hat, welche Schicksalsschläge (Fehlgeburt,
Probleme im Beruf...) sie zu verarbeiten hatte, usw.

Medien können in der Darstellung eines gesamten Menschenlebens nie gerecht sein. Weil man ein gesamtes Leben einfach nicht in zwei Zeitungsspalten zusammenfassen kann, ohne Dinge abzukürzen oder zu pauschalisieren.

Trotzdem war beispielsweise neben dem Entsetzen und Abscheu in den Medien auch differenzierte Töne zum Amokläufer von Erfurt zu hören, die die persönliche Seite betrafen. Ich hatte hier schon das Beispiel mit Film gebracht, die sich mit den gesellschaftlichen Ursachen der Tat von Robert Steinhäuser auseinandersetzte.

Die Frage wäre nun, wie müsste eine "neutrale" Berichterstattung in den Medien aussehen? Ich finde, wenn die Frau eine Fehlgeburt und Probleme im Beruf hatte, dann sollte man das auch schreiben, weil es zum Motiv so einer Tat gehört. Und das Motiv ist nie die Entschuldigung für so eine Tat. Aber wenn Du für beide Fälle (Erfurt und Lörrach) Kritierien hast, wie man darüber berichten soll, dann sag es ruhig.


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