Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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das ist inkorrekt

kein name, Wednesday, 22.09.2010, 02:37 (vor 5593 Tagen) @ ray

Egal wie abscheulich die Taten mancher Menschen waren, man hat in den
Medien immer auch angeführt, was einen Menschen zu so etwas gebracht hat.
Genauso beim Amokläufer von Erfurt, der vom Gymnasium geflogen ist und dank
der damaligen Regelung ohne Schulabschluss dastand und sich nicht traute,
seinen Eltern zu berichten und eine Scheinwelt aufbaute.

Einen Satz wie "Rote Bastelherzen hängen in den Fenstern. Hier im kleinen Schwarzwaldort Häg-Ehrsberg war Sabine R. glücklich, doch das Glück zerbrach" fandest du nicht in der Berichterstattung über Erfurt. Schon gar nicht:
"In mein Gebet schließe ich auch die Amokläuferin ein", sagt eine Lörracherin. "Die Frau, die so viel Leid über uns gebracht hat."

Stattdessen: "Gutenberg-Direktorin Christiane Alt spricht stattdessen von einem „kaltblütigen, von langer Hand geplanten Massenmord“ eines Ex-Schülers, der „mit seinem Leben nicht zurecht gekommen ist“."
"Die Mordakte ist ein Katalog des Grauens. Ein Dokument, das die Brutalität und Präzision, mit der Steinhäuser vorging, forensisch kühl schildert"

http://www.focus.de/panorama/welt/tid-9726/erfurt-massaker-moerderische-lektion_aid_297215.html

"Den Attentäter schließen die wenigsten Menschen in ihr Gedenken ein. Und wenn doch, dann nur im Sinne jenes Appells, den eine Opferfamilie kurz nach der Amoktat formulierte: „Bewahrt die Kinder vor solchem Hass.“"

http://www.focus.de/politik/deutschland/erfurt-und150-teil-2-der-tag-an-dem-die-zukunft-starb_aid_196363.html

nichts zu lesen von dieser Bastelherzenromantik. Einen ähnlich versöhnlichen Kitsch habe ich über Steinhäuser nie gelesen, oder hast du da ein Beispiel mit Quelle?


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