Warum spielt das Arschloch das so?
Unter diesen Titel stellt die Sonntags-FAZ ihr Interview.
Edgar Selge über Männer in Panik, psychische Abgründe und den Glauben an die Kraft der Reflexion
Es geht um den am Mittwoch im Zwangsgebühren-TV ARD laufenden Film „Der verlorene Vater“.
Ein Mann kämpft um seine Kinder und offenbart sich dabei als Psycho.
Selbst der FAZ ist dieses Grundmuster unverständlich: „Sie spielen einen Vater, der so besessen ist, dass ihm seine eigenen Kinder nicht mehr vertrauen können.“ Rechtfertigung Selke: „Der Mann ist ein kindliches Monster. Ich kann mir vorstellen, dass Männer, die darum kämpfen, ihre Kinder zu sehen, eine Sauwut darüber bekommen, wie ich diesen Mann spiele, und dass sie sich fragen: Warum spielt das Arschloch so? Damit erschwert der uns den Weg, damit macht er das Vertrauen in Männer als Erziehungsberechtigte kaputt, denn so monströs, wie er uns zeigt, sind wir nicht. Wir alle, der Produzent, der Autor, die Regisseurin, wollten aber diese Provokation. ...“
Die TV-Spielfilm, die das als „Tipp des Tages“ mit erigiertem Daumen anpreist, merkt noch an: „Die Perspektive ist gleichwohl klar – die Frauen sind die Opfer eines jämmerlichen Mannes.“
Ja, warum spielt er da eigentlich mit? Wer Produzent, Autor und Regisseurin vorschiebt, muß wohl ein „kindliches Monster“ sein; und von einem Arschloch war auch die Rede.
Das FAZ-Interview ist, wie leider meistens, nicht frei online zu lesen. Den Link zur Sendung gibt’s hier.
Ob man das irgendwo bei den GEZ'lern kommentieren kann, weiß ich nicht.
Schönen Sonntag noch.
gesamter Thread:
- Warum spielt das Arschloch das so? -
FAZ-Leser,
19.09.2010, 18:52
- Ich kann aus eigenem Erleben folgendes beitragen .... -
Referatsleiter 408,
19.09.2010, 19:09
- Ich kann aus eigenem Erleben folgendes beitragen .... - Sam, 19.09.2010, 20:08
- Ich kann aus eigenem Erleben folgendes beitragen .... -
Referatsleiter 408,
19.09.2010, 19:09