Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Männerforscher: "Justiz ist nicht väterfeindlich"

ad hoc Verweiser, Wednesday, 15.09.2010, 01:46 (vor 5599 Tagen)


Männerforscher: "Justiz ist nicht väterfeindlich"

14.09.2010 | 12:56 | Bernadette Bayrhammer (DiePresse.com)

Männerforscher Erich Lehner erklärt im DiePresse.com-Interview, warum er gegen die automatische gemeinsame Obsorge ist, wie man Männer zur Karenz bewegen kann und warum wir keinen Männerminister brauchen.

DiePresse.com: Väterrechtler klagen immer wieder, dass sie nach der Scheidung benachteiligt werden. Ist die österreichische Justiz tendenziell väterfeindlich?

Erich Lehner: Das würde ich nicht sagen. Wir hatten von der männerpolitischen Grundsatzabteilung eine Studie über die Situation von geschiedenen Vätern. Sie hat im Grunde gezeigt, dass es natürlich bemitleidenswerte Einzelfälle gibt, aber man nicht generell sagen kann, dass geschiedene Männer benachteiligt werden. Die österreichische Justiz ist nicht väterfeindlich, sondern sie ist eingebaut in eine Familienkultur, die geprägt ist durch die Familienernährer-Hausfrauen-Ehe.

Dann ist es also Ihrer Meinung nach berechtigt, dass die Mutter in der Frage der Kinder mehr Mitsprache hat?

Lehner: Würde ich sagen, ja. Die automatische gemeinsame Obsorge entspricht nicht der österreichischen Realität. Deshalb bin ich auch ein Gegner davon.

Unverheiratete Väter haben kaum eine Chance, gegen den Willen der Mutter ihre Kinder zu sehen. Das ist doch nicht fair.

Lehner: Grundsätzlich sollen Väter, auch nicht verheiratete Väter, Zugang zum Kind haben. Da muss man Regelungen treffen, indem man etwa besser berücksichtigt, wenn ein Mann in Karenz war. Das übersehen viele Richter. Man darf allerdings auch nicht die Augen davor verschließen, dass es bei allem Engagement nicht der Regelfall ist, dass der Vater von Anfang an bei seinem Kind bleibt.

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