Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

233.682 Postings in 30.704 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Geschichtsklitternder Schwachkopf

Kraftzentrum, Friday, 10.09.2010, 21:01 (vor 5604 Tagen) @ Hanibal

Etwas intelligenter wäre vielleicht die Begriffsschöpfung "Linksbrauner",
die auf manche Gruppierungen der Braunen (SA vor Pöhm-Putsch) oder
Einzelpersonen (früher Goebbels)anzuwenden einen gewissen - sehr
kontextabhängigen - Sinn ergäbe. Die Kommunisten waren die einzigen
wirklichen Gegner der Hitlerbraunen. "Schlagt die Faschisten, wo ihr sie
trfft!" war ihre Parole gegen die "Kriegspartei der deutschen Faschisten",
wie es Walter Ulbricht formulierte, der sich aber nicht zu schade war, auf
Veranstaltungen des "linksbraunen" Goebbels auch argumentativ um die
Verführten zu kämpfen. Leider hat die unendliche Enttäuschung über den
Verrat der Sozialdemokratie ein breites Einheitsbündnis gegen den
Faschismus auch von kommunistischer Seite behindert. So konnte Hitler über
die gespaltenen Linken siegen. Mit all den bekannten Folgen.

Was für ein geschichtsklitternder Schwachsinn eines typischen linken Volldeppen. Die "einzigen wirklichen Gegner" der Nazis, die Kommunisten, waren sich immerhin nicht zu schade, gemeinsam mit der NSDAP Generalstreiks durchzuführen wie den der Berliner Verkehrsbetriebe, mit dem sie zur Schwächung der Republik beitrugen.

Andererseits waren es die Sozialdemokraten, die als einzige Fraktion im Reichstag gegen das Ermächtigungsgesetz stimmten. Mit den bekannten Folgen (Schutzhaft usw.), die damals durchaus schon absehbar waren. Zu der Zeit waren die Kommunisten bereits aus dem Reichstag geworfen. Auf deren Einigkeit oder Uneinigkeit mit den Sozen war also geschissen, weder zusammen noch einzeln war da etwas zu bewirken.

Kommunisten wie Sozialdemokraten waren in dem Sinne keine Gegner der Nazis - ob sie eine angebotene Koalition wohl verweigert hätten? - sondern schlicht und einfach Konkurrenten. Unterschiedliche und unvereinbare linke Ströumungen, derer es in der Weimarer Republik drei gab: Nazis, Sozis und Kozis (O-Ton damaliger Zeitungen).

Hier dürften wir auch eine Erklärung haben, warum unzensierte Originaldokumente wie die Zeitungszeugen von den Geschichtsfälschern zu unterbinden versucht werden. Es könnten ihre Lügen ans Licht kommen.

Es bleibt unbestreitbar, dass es auch Widerstand aus religiösen Kreisen
gab aber das eigentliche Kraftzentrum waren die Kommunisten, die deshalb
von Hitler auch am schärfsten verfolgt wurden.

Kommunisten wurden am schärfsten verfolgt? Mehr als Juden, Zigeuner, Bibelforscher, Bekennende Christen und Katholiken? Soll das ein schlechter Witz sein?

Ich weiß von einigen Kommunisten, die bis zum Ende des Nazireiches auf freiem Fuß lebten, manche davon mit Auflagen, aber ansonsten weitgehend unbehelligt. Etliche davon wurden dann übrigens von ihren völkerfreundlichen Genossen enteignet und vertrieben oder ins KZ geworfen. Kommunisten in ihrem mörderischen Wahn schonen ja nicht einmal die eigenen Gesinnungsgenossen.

Der Begriff "Braunlinker" ist die Einkleidung einer sehr bösartigen
historischen Verfälschung und gleichzeitig der Referenzpunkt des
gedanklichen Mülls, den du, Nihil., Carlos und andere aus dem Eu-Forum von
sich geben.

Es ist die Richtigstellung einer historischen Verfälschung. Die Nazis waren eine sozialistische Partei, sie bezeichneten sich selbst als links und wurden von der Presse der Weimarer Republik auch so bezeichnet. Alles andere sind Stalin-Propagandalügen.

Du solltest weniger Neues Deutschland lesen. Dann klappt's irgendwann vielleicht auch mit dem Geschichtswissen.


gesamter Thread:

 

powered by my little forum