Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Kinderbetreuung

ray, Thursday, 26.08.2010, 13:37 (vor 5619 Tagen) @ Mus Lim

Auf einige "Wohltaten" kann ich sehr gut verzichten:
* Frauenhäuser
* Frauenbeauftragte
* Frauenförderprogramme
* Frauenquoten
* Kirchensubvention (theologische Hochschulen, staatl. bezahlte Bischöfe,
staatl. Religionsunterricht)
* Gender-Fakultäten an den Universitäten
* Dosenpfand
* Rauchverbote
* staatliche Kinderzwangsbetreuung (Kindergarten, Kinderkrippe)
* Schulspeisung, Kindergartenspeisung (gegessen wird in der Familie)

Auch kann ich auf einige Investitionen verzichen:
* Aufbau Ost (Milliardengrab)
* Banken-Subvention
* Frauenförderprogramme
* Förderung und Finanzierung von Scheidungen

Ich könnte gut und gerne auf das Ehegattensplitting verzichten, eine Steuersubvention besonders für reiche Ehemänner auf Kosten von Singles wie meinereiner. Ja, ist schon echt blöd, dass wir keine Diktatur haben und ich nicht alleine bestimmen kann, was gemacht wird. Menno.

Ändert aber nichts daran, dass die Steuereinnahmen letztendlich wieder an uns zurückgeht.

Es stellt sich allgemein die Frage, womit die hohe Staatsquote zu
rechtfertigen wäre.
Ist der Staat etwa der "bessere Geldausgeber"?!??
Die ganze exzessive staatliche Umverteilerei ist nichts anderes als eine
Entmündigung des Bürgers.
Der Staat jagt die Sau vom Hof und gibt den Familien in Gönnerpose ein
Kotelett zurück (Sozialrichter Borchert)

Ich hätte nichts dagegen, wenn die Staatsquote gesenkt werden sollte. Aber dann müssen die Leute auch wissen, dass es weniger Leistungen vom Staat für sie gibt und das wollen die Meisten eben nicht. Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass.


Die ganzen "Wohltaten", von denen Sie sprechen sind im Grunde folgendes:
Der Staat gibt in Gönnerpose den Bürgern das, was ihnen eh schon gehört,
aber aus der Hand des Staates müssen sie der "großen Schwester" Staat
gegenüber dankbar sein.
Der Staat macht mit den ganzen staatlichen Wohltaten, die auch privat
organisierbar wären (z. B. Kinderbetreuung funktioniert in den USA
wunderbar und prächtig ohne jede staatliche Hilfe),
der Staat macht den Bürger nur von sich abhängig, das bedeutet Verlust von
Freiheit.

Ich hab mich mal über die Kinderbetreuung in den USA im Internet informiert. Das "ohne jede staatliche Hilfe" stimmt so auch nicht (kann auch flächendeckend gar nicht funktionieren, wenn man sich das genau überlegt). Es gibt verschiedene Programme, die von öffentlicher Hand finanziert werden.

http://www.kas.de/wf/doc/kas_11182-544-1-30.pdf (3.Seite)

Neben den Sozialleistung gibt es noch die Schaffung von Infrastruktur, die ein Einzelner oder ein Unternehmen nicht leisten könnte.

Von daher sind die meisten Wohltaten gar keine, sondern nur eine gezielte
Abhängigmachung des Bürgers.
Das Blöde nur, es merkt nur keiner und alle machen mit, damit ihnen auch
ein paar Tröpfchen staatliche Wohltat auch sie träfe ...

Das vieles quasi innerhalb der Mittelschicht hin- und hergeschoben wird, das finde ich ineffizient und geht schon in Richtung Abhängigkeit. Man sieht das schnell, wenn es dann um den Abbau solcher Transferleistungen geht, die speziell auf die Mittelschicht zugeschnitten ist, Eigenheimzulage und Pendlerpauschale. Dann möchte man gar nicht mehr ohne staatliche Hilfe sein.


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