Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Wehrgerechtigkeit

ray, Monday, 23.08.2010, 21:44 (vor 5621 Tagen) @ Sachse

1989 waren es unter Anderem die Wehrpflichtigen, die eine chinesische
Lösung verhindert haben. Ob sich diese beim Feuerbefehl gegen das Volk,
gegen die Kumpels, die Bekannten, die Eltern und Geschwister als wirkliche
Vertreter der Staatsmacht oder eher als Unsicherheitsfaktor erwiesen
hätten, das war den Machthabern zu unsicher.

Natürlich ist eine Berufsarmee in einem undemokratischen Land nichts, was man sich wirklich wünscht.

Dienst, ja Pflichtdienst für Alle, gleichberechtigt und damit nicht
Geschlechtsspezifisch. Es muss kein Dienst mit der Waffe sein, Altenpflege,
Umweltpflege, Krankenhausdienste .....
Es gäbe Tausende von nützlichen, sinnvollen Einsatzmöglichkeiten...

Die gibt es mit Sicherheit. Nur habe ich etwas dagegen, wenn man daraus einen Zwang macht und dafür kostbare Zeit seiner Jugend opfern soll. Und wenn das Ziel dabei ist, billige Arbeitskräfte zu bekommen, wird meine Ablehnung nicht kleiner. Soziale Dienste sollten auf Freiwilligkeit beruhen. Meinetwegen auch mit materiellen und nichtmateriellen Anreizen.

Und das Problem der Wehrgerechtigkeit würde bei einer Ausweitung der Wehrpflicht auf Frauen nicht gelöst sein. Schon jetzt werden deutlich weniger Männer pro Jahrgang eingezogen, als eigentlich zur Verfügung stehen. Nach welchen Kriterien diese Auswahl erfolgt, bleibt schleierhaft. Für mich ist es eine Form von behördlicher Willkür, die alles andere als transparent abläuft. Das würde mit der Verdopplung der Jahrgangszahlen noch verschärft werden.


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