Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Von Hexen und Hexern

Rainer ⌂, Monday, 23.08.2010, 13:48 (vor 5622 Tagen) @ Nur so

Es ging also vor allem um Sündenböcke. Kennt man doch von irgendwoher.

Im Gesamten waren mehr Frauen wie Männer betroffen (ca. 60/40) Es waren aber auch überwiegend Frauen die andere der Hexerei beschuldigten. Das Ende der Hexenprozesse wurde eingeläutet als die ersten Landesfürsten Verbote aussprachen mit der Begründung das sich nur Zankweiber gegenseitig anzeigen würden.

Die Angeklagten mussten übrigens den Prozess bezahlen. Dies bedeutet auch die Verköstigung des Gerichts während der gesamten Prozessdauer. Dabei ging regelmäßig das evtl. vorhandene Vermögen des Beschuldigten drauf. Da dies oft nicht reichte wurde im Lauf der Jahre die Haftung für die Prozesskosten auf die Verwandtschaft des Beklagten ausgedehnt. Es dürfte klar sein das der Grund für eine Anschuldigung auch Vermögensinteressen in Frage kommen.

Der Beginn der Hexenverfolgung fällt mit dem Aufkommen der Druckkunst zusammen. Es fand eine schnelle von "Bildzeitungen" mit den schauerlichsten Geschichten und Darstellungen statt. Das kälter werdende Klima förderte dazu Missernten, für die man Schuldige suchte.

Wer schon mal einen Unterhalts und/oder Sorgerechtsprozess mitgemacht hat sollte mal Prozessprotokolle zu Hexenprozessen lesen. Er wird viele Argumentationen wiederfinden.

Rainer

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Kazet heißt nach GULAG jetzt Guantánamo


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